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Zahnzusatzversicherung 2017 – Ratgeber & Insidertipps!

Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen für zahnärztliche Behandlungen immer weniger. Für notwendigen Zahnersatz wird den Versicherten dabei nur die Hälfte erstattet. Und das betrifft lediglich die Leistungen einer festgelegten Basisbehandlung. Der befundbezogene Festzuschuss beträgt dabei meist nur rund die Hälfte der erstattungsfähigen Kosten.

Mann mit Apfel in der Hand

Aus diesem Grund müssen gesetzlich Versicherte mitunter mehrere hundert Euro Eigenbeteiligung leisten. Eine private Zahnzusatzversicherung kann diese Lücke reduzieren oder gänzlich schließen. Personen mit bereits bestehender Zahnzusatzpolice sollten regelmäßig einen Preis-Leistungs-Vergleich durchführen.

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VergleichenEine gute Zahnzusatzversicherung übernimmt die anfallenden Kosten im Zahnbereich und auch die, die von der allgemeinen Krankenkasse nicht gezahlt werden. Außerdem sollte sie auch abschließbar sein, wenn bereits eine Behandlung ansteht. Die Sinnhaftigkeit der zusätzlichen Zahnversicherung hat auch die Versicherungswirtschaft erkannt. Sie versorgt den Markt mit sehr vielfältigen Angeboten. Nicht jede Zusatzversicherung ist aber sinnvoll und an die eigenen Bedürfnisse angepasst. Hierfür sollte man zunächst klären, welche Bereiche der Zahnmedizin abgedeckt werden sollen. Zusätzlich sollte der Rat des Zahnarztes eingeholt werden, da dieser genaue Kenntnisse über den Zustand der Zähne besitzt und ein fundiertes Urteil fällen kann.

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Tipps und Tricks

Immer wieder führen bekannte Testinstitute und Analysehäuser Tests durch und bewerten die Tarife der Versicherer. Die entscheidenden Kriterien für Versicherte sind neben den Beitragskosten häufig die Art der Versicherung: Abschließen können Sie eine Zahnzusatzpolice entweder mit oder auch ohne Altersrückstellung. Bei beiden Versicherungen sind Beitragsteigerungen zu einem späteren Zeitpunkt möglich. Die untersuchten Tarife werden durchaus unterschiedlich bewertet, abhängig von der Sichtweise und dem Focus der Tester. So testet Stiftung Warentest mitunter, ohne die Finanzkraft der untersuchten privaten Zusatzversicherungen zu berücksichtigen. Für das Analysehaus Morgen und Morgen sind in den Untersuchungen hingegen sowohl die Qualität der Vertragsbedingungen, als auch die Finanzstärke relevant.

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Für Versicherte mit nur geringem Verdienst gelten sogenannte Härte­fall­regelungen. Gering verdienend bedeutet ein monat­liches Brutto­einkommen von unter 994 Euro bei Allein­stehen­den und unter 1.366,75 Euro bei Versicherten mit einem Partner. Diese erhalten von ihrer Kranken­kasse den vollständigen Betrag der Regelversorgung.

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Gute Tarifangebote erstatten sowohl die Restkosten nach dem Zahnersatz als auch die Kosten für Zahn­behandlungen und Kieferorthopädie, für die die gesetzlichen Krankenkassen nicht mehr aufkommen. Allerdings hält der Markt zum Teil riesige Leistungsunterschiede bereit. Um Lücken bei den versicherten Leistungen zu vermeiden, sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Prozentwert der Erstattung – Dieser fällt je nach Versicherer unterschiedlich aus. Beachten Sie dabei auch den Basis­betrag, auf den sich der Prozentwert bezieht.
  • Umfang der Beteiligungen – Wer Inlays oder Implantate versichert wissen will, sollte den Umfang der Beteiligungen an diesen Leistungen beherzigen.
  • Beschränkung auf eine bestimmte Anzahl von Leistungen – Einige Versicherer beschränken ihre Erstattung beispielsweise auf eine spezifische Anzahl von Implantaten.
  • Höchstbeträge – Andere Unternehmen erstatten nur bis zu einer bestimmten Höchstgrenze.
  • Kieferorthopädische Behandlungen – Vor allem für Kinder sollten auch Leistungen enthalten sein für notwendige kieferorthopädische Behandlungen. Die Beitragsberechnung erfolgt je nach gewähltem Tarif und in Abhängigkeit zum Alter des Kunden. Die Kosten betragen dabei etwa zwischen 8 und 30 Euro pro Monat.

Kosten sparen bei der Zahnbehandlung

TippIm Falle eines nötigen Zahnersatzes ist es meist sinnvoll, einen Vergleich der Therapie­vor­schläge verschiedener Zahnärzte vorzu­nehmen. Dadurch können enorme Einsparungen erreicht werden. Die Einholung mehrerer Kosten­vor­an­schläge ist deshalb sehr wichtig. Grund­sätzlich stehen die Kassen dabei beratend zur Seite.

Hilfestellungen werden auch bei Fragen zu den Laborkosten geboten. Arbeitet der Zahnarzt beispielsweise mit einem ausländischen Labor zusammen, kann dies die Kosten um rund die Hälfte verringern. Internationale Bestimmungen sorgen dafür, dass die Qualität ausländischer Labore mit der Arbeit deutscher Labore vergleichbar ist.

Hintergrund: Neue Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ)

Seit Anfang 2012 gilt eine neue Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ). Diese regelt die Vergütung von zahnärztlichen Leistungen für Privatpatienten. Die Gebührenordnung wird aber auch für gesetzlich Versicherte relevant, wenn sie Leistungen beanspruchen, die über den Leistungskatalog der Regelversorgung hinausgehen. Auf Grundlage davon, welchen Steigerungssatz der jeweilige Zahnarzt ansetzt, können Behandlungen beim Zahnarzt nun teurer werden. Versicherte, die schon einen Vertrag haben, sollten überprüfen, ob ihre gewählten Leistungen noch ausreichen.

Tipps zum Sparen in der Übersicht:

1. Kosten sparen

Die Kosten für kieferorthopädische Maßnahmen, für Zahnspangen und ähnliches können mit einer Zusatzversicherung begrenzt werden. In einer Familie mit Kindern sollten solche Zusatzversicherungen rechtzeitig abgeschlossen werden, möglichst noch im Kindergartenalter. Wenn zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses bereits Probleme mit Zahnfehlstellungen bestehen, zahlt der private Versicherer keinen Cent.

2. Achtung Leistungsbegrenzung

Es gibt Versicherungen, die ihre Leistungen begrenzen. Zumindest in den ersten Jahren werden Behandlungen nur bis zu einer bestimmten Höchstgrenze bezahlt. Will man für sein Kind beispielsweise im Alter von zehn Jahren volle Leistungen in Anspruch nehmen können, muss der entsprechende Zusatzvertrag spätestens mit sieben Jahren abgeschlossen werden.

3. Vertragsbedingungen

Das genaue Studium der Vertragsbedingungen beim Abschluss einer Zahnzusatzversicherung ist unbedingt nötig. Eine Kostenübernahme von 100 Prozent sieht natürlich auf den ersten Blick gut aus, doch der Nachteil kann in einer jährlichen Begrenzung der Leistungen liegen. Sehr wichtig ist in jedem Fall der Leistungsumfang. Vor allem die Erstattung von reinen privaten Behandlungen sollte großzügig geregelt sein, denn diese sind finanziell immer besonders aufwendig. Ebenso sollten Behandlungen, an denen die gesetzlichen Krankenkassen beteiligt sind, geregelt sein.

Arten von Zusatzversicherungen für die Zähne

Während eine Zahnersatzversicherung lediglich die Kosten für Zahnersatz (z.B. Prothesen, Kronen oder Brücken) abdeckt, werden im Rahmen einer Zahnzusatzversicherung auch andere Kosten einer Zahnbehandlung übernommen. Wer die finanzielle Belastung bei gleichzeitiger größtmöglicher Auswahl unter den verschiedenen Behandlungsmethoden weitestgehend gering halten möchte, für den lohnt es sich eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen. Diese Entscheidung sollte jedoch möglichst frühzeitig getroffen werden, denn nach dem Auftreten eines Versicherungsfalls ist eine Aufnahme durch die Versicherung häufig nur noch unter erschwerten Bedingungen möglich. Vereinzelt werden in solchen Fällen zusätzliche Risikozuschläge erhoben.

Rechenbeispiel zum Zahnersatz

Im Bereich Zahnersatz sind die Leistungslücken im gesetzlichen Leistungskatalog besonders dramatisch. Die Kassen sehen als Regelversorgung nur Brücken vor. Zahnimplantate werden hingegen als Privatleistung betrachtet. Der Versicherte erhält lediglich einen Festzuschuss für die Versorgung. Folgendes Beispiel zeigt, wie groß die Eigenbeteiligung ausfallen kann:

Gesamtkosten für Implantat im nicht-sichtbaren Bereich: ca. 2500 €
Festzuschuss durch die Krankenkasse: 300,36 € (Stand: 2013)
Eigenanteil: 2199,64 Euro

Alle weiteren Festzuschüsse zu Zahnbehandlungen im Überblick.

Zahnstaffel für Zahnzusatzpolicen beachten

Viele Menschen spielen unmittelbar vor einer umfangreichen Zahnbehandlung mit dem Gedanken eine private Zahnzusatz- oder Zahnersatzversicherung abzuschließen, damit sämtliche Kosten für die Zahnbehandlung gewährleistet sind. Dies ist jedoch nicht immer so einfach möglich. Um sich gegen derartige Fälle zu schützen, haben private Krankenversicherungen die Zahnstaffel eingeführt. Diese beschränkt die zahnmedizinischen Leistungen in den ersten Jahren nach Versicherungsbeginn. Es wird ein Höchstbeitrag festgesetzt, den die Versicherung für eine zahnärztliche Behandlung übernimmt. Der Höchstsatz ist gestaffelt und steigt jedes Jahr an, bis die Leistungen schließlich in voller Höhe übernommen werden. Die Zahnstaffel gilt in vielen Tarifen der privaten Vollversicherung und im Bereich der Zahnzusatzversicherung.

Beispiel für Zahnstaffel

Wenn kurz nach Vertragsbeginn eine Zahnbehandlung für 1.000 Euro durchgeführt wird und der vereinbarte Höchstsatz laut Zahnstaffel nur 600 Euro beträgt, muss der Versicherte den restlichen Betrag von 400 Euro selbst tragen. Deshalb ist beim Abschluss der Zahnversicherung auf eine leistungsstarke Zahnstaffel zu achten.

Tipp: Prüfen Sie Ihre Wechseloptionen

Wer schon eine Zusatzversicherung für Zahnbehandlungen abgeschlossen hat, sollte hin und wieder abwägen, ob ein Wechsel lohnenswert und sinnvoll ist. In der Regel gilt eine dreimonatige Kündigungsfrist zum Ende des Versicherungsjahres, sofern Sie die Mindestlaufzeit von meist zwei Jahren bereits überschritten haben. Beachten Sie jedoch: Ein solcher Wechsel ist nicht ratsam, wenn sie wissen, dass demnächst Behandlungen anstehen. Die neue Versicherung kommt für diese dann meist nicht auf.

Kieferorthopädische Behandlung der Zähne nur für Kinder

Hilfe vom Zahnarzt

Aufklärung ist wichtig. Man sollte sich vom behandelnden Zahnarzt genau erklären lassen, in welcher Hinsicht teure Extras ihren Sinn haben oder nicht. Wenn es besonders teuer werden kann, sollte man keine Scheu haben, eine zweite Meinung einzuholen. Auch die Krankenkasse kann man um Hilfe und Erklärungen bitten. Das kann auch bei besonderen Maßnahmen hilfreich sein, wie beim Entfernen gesunder Kinderzähne.

kind-zahnzusatzSinnvoll ist der Abschluss einer Zahnzusatz­versicherung für die Kieferorthopädie nur bei Kindern, denn der Versicherungsschutz greift nicht mehr, wenn es schon bei Vertragsabschluss eine Fehlstellung gibt. Bei Erwachsenen ist das wohl in den meisten Fällen so. Wenn es sich um „Schönheits­reparaturen“ handelt, also um eher kosmetische Behandlungen, so sind weder die gesetzlichen Krankenkassen noch die private Zusatzversicherung zur Zahlung verpflichtet. Die Zeitschrift Finanztest hat alle Zusatz­versicherungen einer Prüfung unterzogen. Die Tester haben festgestellt, dass für Kinder am besten im Kindergartenalter eine Zahnzusatzversicherung abgeschlossen werden sollte. Zu diesem Zeitpunkt kostet die Police zwischen vier und 13 Euro im Monat, je nach Leistungsumfang.
Bei kieferorthopädischen Behandlungen gilt: Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen eine Zahn­spange und die zugehörigen Behandlungen, wenn die Therapie vor dem 18. Lebensjahr beginnt und medizinisch notwendig ist. Ist eine Behandlung nötig, reicht der Zahnarzt einen Behandlungsplan bei der zuständigen Kasse ein. Wird der genehmigt, sind Krankenkasse, Arzt und Patient an diesen Plan gebunden.

Sie fragen – wir antworten. Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Zahnersatz ist eine kostenspielige Angelegenheit. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen dabei immer nur die wirtschaftlich günstigste Behandlung. Hinzukommt, dass seit Anfang 2012 die neue Gebührenordnung für Zahnärzte gilt und die zahnärztliche Versorgung dadurch deutlich teurer werden kann. Für Personen, denen ein höherwertiger Zahnersatz wichtig ist und die über nur wenig eigene Rücklagen verfügen, sollten über den Abschluss einer Zahnzusatzversicherung nachdenken. Zuvor ist es aber sinnvoll den Zahnarzt über in Zukunft notwendige Behandlungen zu befragen.
Ja. Bei Zahnbehandlungen und Zahnreinigungsmaßnahmen müssen Versicherte meist mit einer Wartezeit von drei Monaten rechnen (allgemeine Wartezeit). Die besondere Wartezeit gilt in der Regel für Zahnersatz und kieferorthopädische Behandlungen und beträgt acht Monate. In dieser Zeit müssen Versicherte zwar bereits Beiträge leisten, die tariflich vereinbarte Leistung kann aber erst nach Ablauf der Frist beansprucht werden. Seit einiger Zeit gibt es auch Tarife, bei denen auf die Wartezeit verzichtet wird.
Die meisten Versicherer begrenzen ihre Leistungen in den ersten Vertragsjahren. Häufig ist dann dabei von Summenbegrenzungen, Jahreshöchstleistungen oder der Zahnstaffel die Rede. Hintergrund: Die Versicherungsgesellschaften wollen damit verhindern, dass sich Kunden nur dann versichern, wenn umfangreiche und kostenintensive Behandlungen anstehen.
Ein solchen Plan – eine Art Kostenvoranschlag – erstellt der Zahnarzt im Vorfeld einer Behandlung. Viele Versicherungen verlangen ihn meist vor Behandlungsbeginn, um die voraussichtlichten Kosten und die damit einhergehende Eigenbeteiligung besser abschätzen zu können.
Ja. Professionelle Zahnreinigungen fallen in den Bereich der Prophylaxe an, deren Kosten nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden. Daher halten die meisten Zahnzusatzversicherungen Zuschüsse für solche Leistungen bereit. In der Regel ist die Prophylaxe aber auch hier auf zwischen 30 und 100 Euro begrenzt. Experten empfehlen die mechanische Reinigung der Zähne mindestens einmal im Jahr. Patienten erhöhen damit ihre Chance, dass über einen längeren Zeitraum hinweg keine Probleme an ihren Zähnen auftreten.
Grundsätzlich eher nein. Eine Zahnzusatzversicherung für Kinder kann aber im Bereich der Kieferorthopädie relevant werden, wenn Behandlungen vorgenommen werden, die rein kosmetischer Natur und nicht zahnmedizinisch notwendig sind. Auch Extras wie beispielsweise spezifische elastische Drähte können so mitversichert werden. Sinnvoll ist der Vertragsabschluss, wenn die Kinder noch im Vorschulalter sind.
Bei sogenannten Tarifen nach Art der Schadensversicherung können die Beiträge im Vertragsverlauf abhängig vom Alter des Kunden steigen. Bei Tarifen nach Art der Lebensversicherung werden demgegenüber Altersrückstellungen aufgebaut, die den Versicherten dann in höherem Alter zur Verfügung stehen und eine kontinuierliche altersbedingte Beitragssteigerung verhindern.
Ja. Kunden können sich entweder für Kombi-Tarife entscheiden, die noch andere Ergänzungstarife wie beispielsweise Leistungen für Brillen oder Heilpraktikerbehandlungen beinhalten. Empfehlenswerter sind allerdings eigenständige Zahntarife, da sie meist mehr Leistungen und damit weniger Zuzahlungen für Versicherte bereithalten.

Zahnbehandlung im Ausland

AuslandskrankenversicherungDie gesetzliche Krankenkasse zahlt im Ausland längst nicht alle Leistungen. Entscheidet man sich dennoch dafür, die gesamte Behandlung im Ausland vornehmen zu lassen, so ist darauf zu achten, dass eine eventuelle Nach­be­hand­lung oder Schadens­ersatz­ansprüche proble­ma­­tisch werden können. Einige ausländi­sche Zahnärzte arbeiten mit deutschen Kollegen zusammen, die die Nachsorge übernehmen.