Autogas

Beim Autogas handelt es sich um einen Kraftstoff, der bereits in den 1970er Jahren den Sprung in den Massenmarkt geschafft hat – wenn auch nur in Frankreich und Italien.


Doch seit einigen Jahren ist festzustellen, dass auch immer mehr Autofahrer aus Deutschland die Entscheidung treffen, auf Autogas umzusteigen.

Zunächst einmal ist anzumerken, dass der Begriff Autogas lediglich eine bestimmte Gasform bezeichnet, nämlich das so genannte GPL. Neben Autogas existieren noch zwei weitere Gasformen, nämlich Flüssiggas (LPG) und Erdgas (CNG). Beim Tanken muss zwischen den einzelnen Gasformen – wie bei den anderen Kraftstoffen auch – genau unterschieden ist.

Das gestiegene Interesse am Autogas ist primär auf die Tatsache zurückzuführen, dass man mit diesem Kraftstoff schlichtweg günstiger fahren kann. Zwar fällt der direkte Kraftstoffverbrauch sogar geringfügig höher aus (hinsichtlich des Kraftstoffvolumens), allerdings ist das Gas an der Tankstelle günstiger zu haben – und zwar erheblich günstiger. Wer von konventionellem Benzin auf Autogas umsteigt, kann seine Tankkosten deutlich reduzieren – eine Verringerung der Kosten von 20 bis 25 Prozent ist keine Seltenheit.

Aber es existiert noch eine weitere, sehr bedeutende Eigenschaft, die Autogas so interessant macht:

Es gilt als umweltfreundlicher. Weil das Gas im Motor besser verbrannt wird, entstehen bei der Verbrennung weniger Schadstoffe. So entstehen fast 20 Prozent weniger Stickoxide und der CO2-Ausstoß wird um rund 15 Prozent verringert. Wer mit Autogas fährt, leistet somit einen erheblichen Beitrag zur Schonung der Umwelt.

Aufgrund des gestiegenen Interesses am Autogas hat das Angebot an so genannten Gasautos zugenommen. Dennoch ist das Angebot vergleichsweise klein, weshalb für etliche Autofahrer feststeht, dass sie ein Fahrzeug mit konventionellem Antrieb kaufen und dieses im Anschluss umrüsten lassen. Somit können sie auf ein deutlich größeres Fahrzeugangebot blicken. Außerdem sind Autogasumrüstungen relativ preiswert geworden: Je nach Modell und Umrüstsatz ist mit Gesamtkosten von etwa 1.500 bis 3.000 Euro zu rechnen, die sich bei Vielfahrern schnell amortisieren.