Mit den richtigen Autoreifen sicher fahren

Reifenwechsel

Checkliste für Sommerreifen

  • mindestens 1,6 mm Profiltiefe (empfohlen werden aber 3 mm) auf allen vier Reifen
  • Profil gleichmäßig vorhanden?
  • keine Beschädigungen, Beulen oder Risse?
  • nach 6 Jahren austauschen (DOT-Nummer beachten)
  • nur Reifen des gleichen Typs montieren

Checkliste für Winterreifen

  • Kennzeichnung M+S oder Schneeflockensymbol vorhanden?
  • mindestens 1,6 mm Profiltiefe (empfohlen werden aber 4 mm) auf allen vier Reifen
  • Profil gleichmäßig vorhanden?
  • Luftdruck um 0,2 bar erhöhen
  • Reifenhöchstgeschwindigkeit beachten
  • keine Beschädigungen, Beulen oder Risse?
  • nach 6 Jahren austauschen (DOT-Nummer beachten)
  • nur Reifen des gleichen Typs montieren

Kennzeichnungen am Rad

Die Kennzeichen und Merkmale eines Reifens sind klar geregelt und definiert, Lautet die alpha-numerische Kennung 180 / 55 R 17 ( 73 W ), bedeutet dies

  • 180 = Reifenbreite in (mm)
  • 55 = Querschnittsverhältnis in Prozent
  • R = Kennzeichen für Reifenbauart (R = Radial)
  • 17 = Felgendurchmesser in Zoll
  • 73 = Tragfähigkeits-Kennzahl
  • W = Geschwindigkeits-Symbol

Da Autoreifen die einzige Verbindung zur Straße sind und gerade einmal die Auflagefläche einer Postkarte haben, müssen sie –ebenso wie Felgen– sicher sein. Und obwohl die Sicherheit die wichtigste Eigenschaft eines Reifens ist, spielen auch andere Faktoren eine Rolle, weshalb die Verwendung von Winter- und Sommerreifen, Allwetterreifen oder Offroadreifen empfohlen wird.


Reifenarten und ihre Merkmale

1. Sommerreifen

Da diese Sorte Autoreifen nicht für Schnee, niedrige Temperaturen und Eisglätte ausgelegt ist, bestehen sie aus einer härteren Gummimischung. Diese hält auch hohen Temperaturen stand, ohne schwammig und weich zu werden. Zusätzlich sorgt sie dafür, dass die Abnutzung selbst bei hoher Geschwindigkeit gering ausfällt. Außerdem haben Sommerreifen eine spezielle Profilstruktur, welche eine optimale Stabilität in den Kurven und eine gute Wasserverdrängung gewährleistet. Zu den besonderen Eigenschaften von Sommerreifen gehören ein hoher Fahrkomfort, eine hohe Lenkpräzision und Fahrstabilität. Im alljährlichen Sommerreifen Test werden nicht nur diese Eigenschaften geprüft. Auch das Reifengewicht, der Rollwiderstand, eine hohe Laufleistung, sowie die Zusammensetzung der Gummimischung für das Nassbremsen gehören dazu.

2. Winterreifen

Die auch als M+S bezeichneten Reifen müssen bei winterlichen Wetterverhältnissen und trockener Fahrbahn die optimale Sicherheit bieten. Auch hier spielt für die Leistungsfähigkeit auf Eis und Schnee eine spezielle Gummimischung die entscheidende Rolle. Diese darf bei niedrigen Temperaturen nicht verhärten, muss griffig und flexibel bleiben, sowie sich optimal an die Straße anpassen. Die Profilstruktur besitzt Tausende feine Einschnitte in den Profilblöcken, die auch als Lamellen bezeichnet werden und damit für mehr Grip sorgen. Auch im Winterreifen Test werden diese Eigenschaften überprüft, da dieser jedes Jahr aufs Neue stattfindet und immer neue Ergebnisse zum Vorschein kommen, lohnt es sich vor den Kauf ein Blick in die Testergebnisse von ADAC & Co zu werfen.

3. Allwetterreifen (Ganzjahresreifen)

Diese Reifensorte ist auch unter dem Namen Ganzjahresreifen bekannt und kann bei jeder Witterung verwendet werden. Sie sind die Kompromisslösung zwischen Sommer- und Winterreifen, da ihr Profil die Profilstruktur von beiden Arten verbindet. Wie der Allwetterreifen-Test zeigt, können Ganzjahresreifen nie wirklich überzeugen. Das zweimalige Schrauben jährlich ist also nicht nur wichtig für die Sicherheit, sondern erspart zudem hohe Kosten. Das gilt nicht nur beim Spritverbrauch, auch bei der Anschaffung von Winter- und Sommerreifen kann mit Gebrauchtreifen gespart werden. Diese können auch online erworben werden, da das Versenden der Reifen heutzutage kein Problem mehr ist.

 4. Offroadreifen

Für unbefestigte Untergründe ist diese Reifenart genauso geeignet wie für die „normale“ Straße. Sie besitzt ein sehr grobes Profil und findet meist Verwendung bei SUVs und Geländewagen. Offroadreifen gibt es in der Sommer- und Wintervariante.

 5. Run-Flat Reifen

Mithilfe der Run-Flat-Technologie lassen sich die Risiken eines platten Reifens im Straßenverkehr deutlich minimieren. Mit dieser Sicherheitstechnologie ist es möglich, auch auf einem defekten Reifen und beim Totalverlust des Reifengases immer noch bis zu 150 Kilometer Strecke zurückzulegen. Diese Distanz sollte für das Erreichen der nächstgelegenen Werkstatt ausreichen. Allerdings darf auch mit einem Run-Flat Reifen eine Geschwindigkeit von 80 km/h nicht überschritten werden, weshalb das Unterlassen schnittiger Überholmanöver im Ernstfall unbedingt einzuhalten ist.

Durch den Verzicht auf ein Notfallrad im Kofferraum reduziert sich das Gewicht des Fahrzeugs und damit sinkt natürlich auch der Benzinverbrauch. Außerdem muss nie wieder im strömenden Regen ein Reifen gewechselt werden, was wiederum der Sicherheit im Straßenverkehr dient. Wie aber funktioniert der Run-Flat-Reifen? Kernelement der Technologie ist eine Seitenwand, die gegenüber einem herkömmlichen Reifen deutlich stärkere Wanddicken aufweist. Folge dieser besonderen Materialeigenschaften ist eine deutlich bessere Stabilität bei einem Druckverlust infolge des Entweichens von Reifengas (z.B. Stickstoff). Während ein klassischer Autoreifen unter Last in sich zusammenfällt, bleiben die Run-Flat-Reifen stabil und sind weiterhin fahrbereit.

Neben einer Verdickung der Seitenwand unterscheiden sich diese neuartigen Notlaufreifen aber noch in anderen Details von ihren klassischen Verwandten. Einerseits weist die Wulst eine besondere Form auf, um auch im Ernstfall noch eine sichere Verbindung zwischen Reifen und Felge zu garantieren. Auf der anderen Seite kommen für einen Run-Flat-Reifen spezielle Gummimischungen zu Einsatz, die eine besondere Hitzebeständigkeit aufweisen. In Kombination mit einem Reifendrucksensor ergibt sich aus der Verwendung neuer Run-Flat-Reifen ein besonderes Sicherheitselement für den Straßenverkehr.

DOT-Nummer

Die vierstellige DOT-Nummer auf der Seitenwand des Reifens gibt das Produktionsdatum an.

Steht hier hinter „DOT“ und den zwei darauf folgenden vierstelligen Buchstabenkombinationen zum Beispiel eine 22_08, bedeutet dies, dass der Reifen in der 22. Kalenderwoche des Jahres 08, also 2008 gefertigt wurde. Vom Herstelldatum unabhängig beginnt der gesetzliche Gewährleistungsanspruch dann aber doch erst mit dem Kauf des Reifens.

Der Blick auf den Jahrgang ist jedoch nicht nur beim Kauf von Neureifen empfohlen. Denn Autofahrer mit hoher Verantwortung sollten auch ihre gebrauchten Pneus von Zeit zu Zeit einer Alterskontrolle unterziehen.

Die Abkürzung DOT steht für Department of Transportation – und meint damit das US-amerikanische Verkehrsministerium.

Stickstoff-Füllung

Mit Druckluft befüllte Räder verlieren trotz innerer Beschichtung nach und nach den zunächst aufgebauten Druck. Dies gilt als normal , was aber auch bedeutet, den Reifendruck mindestens einmal im Monat – bei Autobahnfahrten direkt zuvor – und damit regelmäßig zu prüfen und zu korrigieren.

Als Alternative zum Füllen mit Luft bietet sich die Füllung mit Stickstoff; einem Gas, das nicht giftig ist, nicht brennt und „molekular dicker“ ist als Luft. Ohne Kosten geht dies im Vergleich zum gewöhnlichen Tankstellen-Service mit Druckluft zwar nicht, doch Stickstoff in den Reifen überzeugt, macht sicher, der Reifendruck bleibt länger stabil, Kontrollen sind kaum nötig.

Bei stabilem Druck ist Reifenabrieb geringer, bietet mehr Kilometerleistung, macht sicher in den Kurven und bietet optimierte Bremswege. Wird der Druck trotz Stickstoff-Füllung geringer, ist entweder Reifengas oder normale Luft nachzufüllen.

Reifen-Versicherung

Reifen, die physikalisch und eben mechanisch ständig extrem belastet werden, sind damit auch Gefahrenquellen. Schwierige Straßenverhältnisse und ruppige, aus-ge-aperte, also insgesamt belastende Bodenbeläge sind eine ständige Belastung für Reifen. Grund dafür, ausschließlich Markenreifen mit hoher Haltbarkeit und Ausdauer zu fahren.

Werden Reifen beschädigt durch spitze Gegenstände, durch häufiges Überfahren von Bordsteinkanten oder durch „Reifenstecher“ im Wohnquartier, dann reguliert auch die Reifen-Versicherung, wenn man die denn hat. Bis zu drei Euro pro Rad und Jahr für eine Reifenversicherung scheinen hier der gute Durchschnitt an Prämie zu sein. Allerdings dürften Größe, Preis je Neu-Rad und Qualität dann doch schon die exakte Prämie bestimmen.

  

Luftdruck / Reifendruck

Falscher Reifendruck führt häufig zu Schäden am Rad (Reifen) und bedingt auch zu Unfällen. Auch der Reifenverschleiß und der Kraftstoffverbrauch werden vom Reifendruck bestimmt. Ist der Luftdruck an einem oder an mehreren Rädern zu gering, hat dies ökonomisch und ökologisch Konsequenzen.

  • Bei 0,2 bar zu wenig wird der Verbrauch an Sprit um ein Prozent höher; und der Reifen überdauert nur 90 Prozent seiner eigentlichen Leistung.
  • Bei 0,4 bar macht dies bereits zwei Prozent mehr Spritverbrauch und nur noch drei Viertel der Reifen-Lebensdauer aus.
  • Schließlich führen 0,6 bar Minderdruck zu vier Prozent mehr Sprit und nur 55 Prozent Lebensdauer – also knapp mehr als die Hälfte. (R)eine Verschwendung!

Es kommt die Gefahr hinzu, dass bei zu geringer Luftdruck das verstärkte „Walken“ sich der minder-befüllte Reifens erhitzt – bis zu 130 °C an der Karkasse, dem Reifenunterbau –, was das Risiko erhöht, dass der Reifen platzt.

Hersteller bestimmen den optimalen Luftdruck über die Bedienungsanleitung; vermerkt auch in der Tankklappe oder am Türholm. Der Luftdruck sollte mög­lichst bei jedem Tankstopp, mindestens aber alle vier Wochen geprüft werden. Dies sollte nicht nach einer längeren Fahrt, sondern zu Beginn mit „kalten Reifen“ geschehen, denn durch Reibung wärmt sich die Luft und erhöht den.

Der Schluss hieraus: Bei warmen Reifen keine Luft ablassen!
Nicht vergessen: das Ersatz-Rad! Denn das sollte im Fall des Falles einsatzbereit sein!

Reifenpflege

Um die Fahrtüchtigkeit und Verkehrssicherheit eines Kraftfahrzeugs gewährleisten zu können, müssen alle Teile in regelmäßigen Abständen gewartet und gepflegt werden.


Der Motor als Herzstück verdient dabei immer noch die größte Aufmerksamkeit vieler Autobesitzer, gefolgt von der Bremsanlage und allen anderen beweglichen Teilen. Die Reifen werden dagegen gern vernachlässigt, obwohl deren Pflege in vielen Bereichen für eine einwandfreie Funktion des Fahrzeugs von großer Bedeutung ist. Ein einfaches Beispiel ist die mangelnde Sicherheit bei schlechter Witterung durch eine zu geringe Profiltiefe. Wie sollten Reifen aber nach Möglichkeit gepflegt werden, um eine lange Lebensdauer zu gewährleisten?

Ein wichtiger Punkt betrifft den Luftdruck. Dieser ist in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren, da im Lauf der Zeit immer ein wenig Luft entweicht. Neben einer höheren Stabilität beim Fahren sorgt der richtige Luftdruck im Reifen nicht zuletzt auch für einen niedrigeren Verschleiß und senkt den Kraftstoffverbrauch beim Fahren.

Vor längeren Fahrten, etwa in den verdienten Urlaub, zählt das Kontrollieren des Luftdrucks zur Pflicht für jeden Autofahrer. Ebenfalls ein wichtiger Hinweis betrifft den allgemeinen Zustand der Reifen, denn Schnitte, Risse oder Einstiche sorgen unter anderem dafür, dass das Risiko eines Totalausfalles steigt. Auffällige Fahrgeräusche oder ein Rütteln am Lenkrad gehen oft auf Schäden im Bereich der Bereifung zurück. Im Rahmen der Zustandskontrolle sollte gleichzeitig die Profiltiefe überprüft werden, da ab einem bestimmten Verschleiß die Gefahr auf nasser Fahrbahn ansteigt.

Die wohl beste Möglichkeit einen Reifen auf seinen Zustand zu überprüfen, ist der Wechsel zwischen Sommer- und Winterreifen. Zur richtigen Pflege gehören an dieser Stelle natürlich auch das Reinigen und die passende Lagerung. Solange Felge und Reifen noch eine Einheit bilden, ist eine liegende oder hängende Aufbewahrung immer zu empfehlen. Zusätzlich sollte auf eine niedrige Temperatur und trockene Lagerung geachtet werden, da Gummi durch Wärme schneller altert. Die richtige Pflege erhöht nicht nur die Sicherheit im Straßenverkehr, sondern schont auch den eigenen Geldbeutel.

Korrekte Profilmessung

Speziell die Tiefe des Profils ist bei schwierigen Wetterverhältnissen von entscheidender Bedeutung. Wie aber das Profil messen?


Für diese Aufgabe können die unterschiedlichsten Mittel zum Einsatz kommen:

Reifen ProfiltiefeEiner der einfachsten Tricks ist die Zuhilfenahme einer Euro-Münze. Deren Messingrand ist 3 Millimeter breit – 1,4 mm mehr als die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern. Bei Winterreifen versagt diese Methode allerdings, da hier mehr als 4 Millimeter Profiltiefe empfohlen werden. Allerdings lässt sich auch hier für Abhilfe sorgen: Im Handel sind analoge wie auch digitale Messgeräte erhältlich, mit denen ohne Probleme das Profil ausgemessen werden kann. Digitale Geräte arbeiten mithilfe einer Messstange, welche zwischen zwei Profilblöcke des Hauptprofils geschoben wird.

Mittels einer digitalen Anzeige kann anschließend die Profiltiefe abgelesen werden.

Analoge Messgeräte basieren auf einem ähnlichen Prinzip, lediglich beim Ablesen kann es zu Schwierigkeiten kommen, da die Profiltiefe nur anhand einer Zahlenskala angezeigt wird. Sachverständige und Fachbetriebe können die Profiltiefe aber noch auf einem anderen Weg ermitteln: Ihnen stehen automatische Messgeräte zur Verfügung, welche das Profil eines überfahrenden Fahrzeugs messen können.

Neben den gerade angesprochenen Methoden der Profilmessung lässt sich der Reifenverschleiß auch an einem Reifen selbst ablesen, da die Hersteller quer zum Profil kleine Balken einarbeiten. Befinden sich diese Balken (TWI = Tread Wear Indicator) mit dem Profil auf einer Ebene, sollte der Reifen ausgewechselt werden.

Reifeneinlagerung

Neben der ständigen Wartung während der Nutzung, sprich der regelmäßigen Kontrolle des Luftdrucks sowie einer Prüfung der Profiltiefe, gehört hier auch eine angemessene Lagerung abmontierter Reifen dazu.

Schließlich befinden sich Sommer- und Winterreifen nur für einige Monate des Jahres im Einsatz. Die verbleibende Zeit verbringen sie oft in irgendeiner Ecke der Garage. Dass ein solch leichtfertiger Umgang die Lebensdauer negativ beeinflusst, liegt auf der Hand. Wie sollten Autoreifen nach einem Wechsel aber richtig behandelt werden?

Im ersten Schritt empfiehlt sich eine gründliche Reinigung, um Felge und Reifen vom Dreck der vergangenen Jahreszeit zu befreien. Dieser Arbeitsschritt lässt sich daneben auch zur Kontrolle der Profiltiefe und des allgemeinen Zustandes nutzen. Split und kleine Steine sollten umgehend entfernt werden, da sie einem Autoreifen langfristig schaden können. Während des Säuberns muss darauf geachtet werden, welches der Räder wohin gehört, da nach dem Trocknen die entsprechende Position markiert werden sollte (VL etwa steht dabei für vorn links). Statt auf das Material mit Kreide zu schreiben, kann an dieser Stelle auch ein Pinsel und etwas Farbe zum Einsatz kommen.

Wer sich anschließend dafür entscheidet, die Sommer- oder Winterreifen mit Felge einzulagern, hat in jedem Fall eine stehende Position zu meiden. Hier ist nur eine liegende oder hängende Lagerung ins Auge zu fassen. Das genaue Gegenteil ist allerdings bei Reifen ohne Felge der Fall, da diese unbedingt stehend aufbewahrt werden sollten. Was die Räumlichkeiten betrifft, so ist trockenen, kühlen und dunklen Räumen der Vorzug zu geben, die daneben frei von Substanzen wie Öl oder Lösungsmitteln sein müssen. Auf diese Art und Weise eingemottet verrichten die Reifen auch in der nächsten Saison wieder zuverlässig ihren Dienst.

Reifen einlagern lassen

Wer sich Reifen fremd einlagern lässt, der sollte auch wissen, was Reifen und Rädern gut tut: Trocken, kühl und dunkel. Doch damit nicht genug.

Fachfirmen führen neben der fachgerechten Lagerung in speziellen Reifenregalen auch einen Komplett-Check durch. Dazu zählt die Kontrolle der Profiltiefe, das Abrieb-Bild und der optimale Luftdruck. Für Reifen und Felgen schließt sich in der Lager-Pauschale oft auch eine Spezialreinigung an.

§!

Winterreifenpflicht

In den warmen und sonnigen Monaten des Jahres denkt der deutsche Autofahrer sicher an alles andere als die Winterreifen. Urlaub, Strand und das Meer sind in dieser Zeit meist wichtiger, schließlich will man die Sonne genießen und bedauert jede Minute, in denen die Gedanken mit den unangenehmeren Dingen des Lebens beschäftigt sind. Aber trotz allem sollte man auch in dieser Warmwetterphase den kommenden Winter nicht aus den Augen verlieren und sich mit der einen oder anderen vorbeugenden Maßnahme beschäftigen, denn stehen die Monate November und Dezember vor der Tür, ist es in der Regel bereits zu spät, um den eigenen Pkw winterfest zu machen.

Zwar schreibt der Gesetzgeber die Nutzung von Winterreifen nicht ausdrücklich vor, verlangt aber von jedem Fahrer, dass die Bereifung den Witterungsbedingungen angepasst wird. Grundlage für diese Forderung ist § 2 der StVO, in welchem die entsprechenden Vorgaben gemacht werden. Wer sich also mit Sommerreifen im Winter und bei Schnee auf öffentliche Straßen wagt, riskiert einen Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung.

In diesem Punkt ahnden die Ordnungsbehörden ein solches Vergehen sogar mit einer Geldstrafe. Solange das eigene Fahrzeug nicht entsprechend der Witterung ausgerüstet wird, droht ein Bußgeld von 20 Euro. Damit noch nicht genug verdoppelt sich das Bußgeld, sofern durch den Verzicht auf Winterreifen der Straßenverkehr behindert wird. Zusätzlich muss jeder Fahrer in einer solchen Situation noch mit einem Punkt im Verkehrszentralregister rechnen.

Was den Versicherungsschutz für den Fall betrifft, dass Fahrzeuge mit Sommerreifen in Unfälle verwickelt werden und das trotz Schnee und Eis, so muss der Fahrer auch hier mit Einschränkungen rechnen, denn die meisten Versicherungen sehen an dieser Stelle eine Mitschuld als gegeben an und sind im Allgemeinen nur zur teilweisen Haftung bereit. Wer sicher durch den Winter kommen will, sollte während der nasskalten Jahreszeit nicht auf die entsprechenden Reifen verzichten und Winterreifen aufziehen, bevor Schnee und Eis den Verkehr lahmlegen.

Runderneuerte Reifen

Runderneuerte Reifen fallen in den Bereich der Gebrauchtreifen. Allerdings nehmen sie dort eine Sonderstellung ein:

Sie werden vor dem Weiterverkauf überarbeitet. Im Rahmen der Überarbeitung wird ein vollständig neues Profil aufgezogen, sodass sich ein runderneuerter Reifen von einem neuen Reifen rein äußerlich nicht unterscheidet.

Die sogenannte Runderneuerung gestaltet sich im Grunde genommen relativ einfach. Das Reifengummi bzw. die äußere Schicht des ursprünglichen Reifens wird entfernt. Übrig bleibt die sogenannte Karkasse. Hierbei handelt es sich um einen Rohling, der aus verschiedenen Lagen von Metallstreifen und Gewebe besteht. Die Karkasse wird vor der Runderneuerung gründlich begutachtet, damit ausschließlich Karkassen verwendet werden, die sich in einem guten Zustand befinden. Sollte eine Karkasse beschädigt sein, so wird diese entsorgt. Beim Erneuern werden eine neue Gummischicht und somit auch ein neues Profil auf die Karkasse aufgezogen.

Eine solche Erneuerung kann mehrfach durchgeführt werden. Im Bereich der Pkw Reifen wird eine Karkasse ausschließlich ein einziges Mal erneuert. Anders sieht es im Bereich von Lkw Reifen oder Flugzeug Reifen aus. Diese werden deutlich öfters erneuert – teilweise bis zu zehnmal.

Grund für die Erneuerung sind die Kosten: Es ist wesentlich günstiger, Reifen zu erneuern, als neue Reifen zu produzieren. Der Kostenvorteil fällt sehr deutlich aus. Dies ist auch der Grund, weshalb gerade im Lkw- und Flugzeugbereich so häufig auf runderneuerte Reifen gesetzt wird. Die Unternehmen befinden sich durch den Kauf entsprechender Reifen in der Lage, die Kosten deutlich zu senken.

Im Pkw Bereich ist die Zurückhaltung vergleichsweise groß: Es gibt nur relativ wenige Autofahrer, die sich für den Kauf entsprechender Reifen entscheiden. Grund sind vor allem Bedenken im Hinblick auf die Sicherheit der Autoreifen. Allerdings ist anzumerken, dass die Runderneuerung als äußerst sicher gilt: Runderneuerte Reifen stehen neuen Reifen in nichts nach, was unter anderem auf die intensive Überprüfung der Karkassen zurückzuführen ist.

Aquaplaning


Aquaplaning

Aquaplaning – vor diesem Phänomen im Straßenverkehr fürchten sich viele Autofahrer, bedeutet es doch letzten Endes den Verlust der Kontrolle über das Fahrzeug und sorgt jedes Jahr immer wieder für schwere Unfälle auf deutschen Autobahnen. Gerade bei starken oder langanhaltenden Niederschlägen sollten Verkehrsteilnehmer immer mit dem Auftreten von Aquaplaning rechnen und sind aus diesem Grund hier zur besonderen Vorsicht angehalten. Der Begriff selbst bezeichnet den Verlust des Kontaktes zwischen den Reifen eines Fahrzeugs und der Straße aufgrund eines Wasserfilms zwischen beiden. Dabei werden die Reibungskräfte so weit herabgesetzt, dass ein kontrolliertes Steuern des Autos nicht mehr möglich ist.

Umgangssprachlich bezeichnet man das Aquaplaning auch als Aufschwimmen oder Schwimmen. Schuld daran ist die Bildung eines Wasserkeils vor dem Reifen. Dieser entsteht, wenn die Rillen im Profil die Feuchtigkeit nicht mehr in einem ausreichenden Umfang von der Vorder- auf die Rückseite der Reifen transportieren können. Durch diesen Keil wird der Reifen schließlich von der Straße gehoben, der Kontakt geht verloren und ein Kontrollverlust ist die Folge. Ein wichtiger Einflussfaktor auf das Aquaplaning ist die Dicke des Wasserfilms, welche unter anderem von der niedergehenden Wassermenge und dem Straßenbelag abhängig ist. Spurrillen oder andere Schäden in der Fahrbahn können dazu führen, dass ein Auftreten von Aquaplaning begünstigt wird.

Eine weitere Variable, die hier einen großen Einfluss hat, ist die Geschwindigkeit des Fahrzeugs. Je schneller ein Auto ist, umso größer ist die Gefahr, dass es zum Aquaplaning kommt. Daneben spielt auch die Profiltiefe des Reifens eine Rolle, da sie am Ende darüber entscheidet, wieviel Wasser entgegen der Fahrtrichtung abgeführt werden kann. Sollte es einmal soweit kommen, dass man als Autofahrer mit Aquaplaning konfrontiert wird, lautet die oberste Regel: Ruhe bewahren. Auf keinen Fall dürfen hektische Lenkbewegungen ausgeführt werden. Gas und Bremse sollten nicht bedient werden. Stattdessen tut man besser daran, den Motor auszukuppeln und zu warten, dass die Reifen wieder den Kontakt zur Straße finden. Eine vorausschauende Fahrweise hilft natürlich dabei, eine solche Situation zu vermeiden.