Von Babyschale bis Sitzerhöhung – Tipps für Kindersitze


Kindersitz


Sicherheit im Auto

  • Babyschalen immer entgegen der Fahrtrichtung einbauen. Der zu frühe Einsatz von vorwärts gerichteten Babysitzen kann im Falle eines Aufpralls zu schweren Verletzungen der Halswirbelsäule führen.
  • Den vorhandenen Gurt immer eng dem Babykörper anpassen, d.h. eine flache Hand sollte zwischen Gurt und Kinderkörper passen.
  • Beifahrerairbag deaktivieren. Wenn dieses nicht möglich ist, muss die Babyschale auf dem Rücksitz angebracht werden.

Sparen Sie nicht am falschen Ende!

Ein guter Kindersitz kann Leben retten! Um Ihr Baby möglichst lange entgegen der Fahrtrichtung transportieren zu können, sollten Sie zu einer Schale der Gruppe 0+ greifen (bis 13kg).


Besonders Kinder sind im Auto gefährdet, im Falle eines Unfalls tödliche Verletzungen davonzutragen. Hierfür reichen oft schon geringe Geschwindigkeiten.



So erkennen Sie einen guten Kindersitz

Ein guter Kindersitz muss dem Kind „passen“ und richtig im Auto montiert sein. Kindersitze, sind heute standardmäßig nach der europäischen Prüfnorm ECE R 44, Version 04 oder der ECE R 129, Version 00 getestet und zugelassen. Auf die Prüfsiegel sollte beim Kauf dringend geachtet werden. Es werden vier Kindersitzgruppen unterschieden. Die richtige Gruppe wird durch das Körpergewicht des Kindes bestimmt (Körpergröße und Alter sind nicht entscheidend).

  • 0/0+  – Babyschale (bis 10kg bzw… 0+ bis 13kg)
  • I – Kleinkinder (10-18kg)
  • II – Kinderautositz (18-25kg)
  • III – Kinderautositz (25-36kg)

Sitzerhöhung?

Eine Sitzerhöhung sollte solange zum Einsatz kommen, bis Ihr Kind das Mindestmaß von 1,50m erreicht hat. Ab dann besteht keine gesetzliche Pflicht mehr und erst dann bietet der Sicherheitsgurt einen optimalen und sicheren Schutz. Sitzerhöhungen dürfen auch von schwereren Kindern benutzt werden, wenn dadurch eine bessere Führung des Autogurtes erreicht wird. Hierbei sollte auf Material und eine Sitzerhöhung in der vorgegebenen Dichte geachtet werden.


Wann kann ich von der Babyschale zum Kindersitz wechseln?

Der Wechsel in die jeweils nächste Sitzgruppe sollte erst dann erfolgen, wenn das Kind das entsprechende Gewicht erreicht hat und die Kopfoberkante die Rückenlehne des Sitzes überragt. Das Überragen der Beine über den unteren Rand des Kindersitzes ist zu vernachlässigen.



Zwei Systeme, viele Möglichkeiten


Das Isofix Sicherheitssystem

Was ist Isofix?

Isofix ist ein standardisiertes System, das in Kooperation mit der Autoindustrie entwickelt wurde.

Vorteile

  • Der Kindersitz ist über ein eigenes Gurtsystem mit dem Auto direkt verbunden.
  • Fast alle Neuwagen sind mit dem Isofix-System ausgestattet.
  • Minimiert das Risiko einer falschen Befestigung
  • Zeigt dank Farbindikatoren/akustischer Rückmeldung, ob der Sitz korrekt sitzt.
  • Exzellente Testergebnisse im Kindersitz-Test von ADAC und Stiftung Warentest
  • Besonderer Schutz für Kopf- und Halsbereich

Nachteile

  • Teuer in der Anschaffung
  • Trotz genormter Befestigungssysteme nicht in jedem Auto mit Isofix passend
  • Ältere Autos haben kein Isofix-System

Das Cabriofix-System

 

Cabriofix ist ein Babyschalensystem, das direkt aus dem Auto genommen und auf einen Kinderwagen geklickt werden kann.

Ihr Kind muss nicht jedes Mal aus der Babyschale in einen Kinderwagen gelegt werden, sondern kann ganz praktisch in der Babyschale mitgenommen werden, ohne diese schleppen zu müssen.

Das Cabriofix-System ist mit nahezu jedem Kinderwagen kombinierbar.

  • Praktisches, platzsparendes Travelsystem


Kind im Kindersitz


Kindersitzpflicht in Deutschland

Für alle Klein- und Vorschulkinder ist in Deutschland ein Kindersitz Pflicht. Neben dem Alter spielt hier die Körpergröße eine wichtige Rolle, denn bis zu 1,5 Meter muss der Nachwuchs unter 12 Jahren in jedem Fall in einer solchen besonderen Sitzgelegenheit Platz nehmen.


Hintergrund sind die Gefahren bei einem Unfall, denn durch die geringe Größe sind gerade Kinder durch Gurt und Airbag nicht ausreichend gesichert. Erst der Kindersitz sorgt auch im Ernstfall für die notwendige Sicherheit und stellt somit eine wichtige Sicherheitseinrichtung gerade für die Kleinsten dar. Die gesetzlichen Vorgaben bezüglich des Kindersitzes fasst § 21 der Straßenverkehrsordnung (StVO) zusammen. Verstöße gegen die Pflicht zur Nutzung eines Kindersitzes werden mit einem Bußgeld und einem Punkt im Verkehrszentralregister Flensburg bestraft.

Natürlich taucht an dieser Stelle auch die Frage auf, welcher Kindersitz für maximale Sicherheit im Auto sorgt. Hier sind vor allem die Größe und das Gewicht entscheidend, denn die einzelnen Kindersitze sind jeweils nur bis zu einem gewissen Gewicht geeignet. Sobald der Nachwuchs diese Grenze überschritten hat, ist auf jeden Fall eine Neuanschaffung fällig, denn im Ernstfall steht die Gesundheit des Kindes auf dem Spiel. Gerade für Säuglinge und Kleinkinder ergibt sich aus der Kindersitzpflicht eine Besonderheit, denn sie dürfen auf dem Beifahrersitz Platz nehmen – allerdings nur in einem Kindersitz entgegen der Fahrtrichtung. Nur so bleibt der Nachwuchs auch bei einem Unfall unversehrt.