Die neue KFZ-Steuer 2016 schnell und leicht berechnen


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Das müssen Sie beachten

  • Für saisonale Kennzeichen ist zusätzlich eine Angabe über den Anmeldezeitraum notwendig. Wer selbst rechnen möchte kann dies ebenfalls mit diesen Daten tun und mit der Hilfe der dazugehörigen Tabelle die neue Steuerbelastung planen. Die Tabellen für den Sockelwert und den Hubraum können von den Webseiten der jeweiligen Bundesbehörde problemlos und kostenlos bezogen werden.

2014 gab es für Autofahrer viele Neuerungen im Bereich der Autosteuer. War das bisherige Steuermodell ausschließlich auf den Hubraum und die Verbrennungsart (Otto- oder Dieselmotor) fixiert, so kommt in der neuen Steuerberechnung auch der CO2-Ausstoß zu tragen. Grund dafür ist, dass es im Zuge der Umweltpolitik wichtiger wurde, den ökologisch wichtigen Kraftstoffverbrauch in der Autosteuer zu berücksichtigen.


Die Vorteile für die Umwelt liegen klar auf der Hand, doch für die Fahrer und Besitzer wird es jetzt erstmals ein wenig teurer. Beispielsweise ist es jetzt nicht mehr möglich, ein Wohnmobil günstiger zu versichern, da der Motor dieses Gefährtes üblicherweise mehr verbraucht als beispielsweise ein kleiner Cityflitzer. Nach Plänen der Bundesregierung soll es in dieser Legislaturperiode zu einer Pkw-Maut kommen, deren Kosten aber durch verringerte Kfz-Steuern für deutsche Autofahrer ausgeglichen werden sollen.


So werden die neuen Steuersätze berechnet

Um die Kfz-Steuer berechnen zu können, müssen künftig zwei Faktoren herangezogen werden, die beide zum Schluss zusammengefasst werden müssen.

1. Hubraum und Motorart

Hier kann eine einfache Tabelle zur Hilfe genommen werden. Die rechnerische Grundlage für die jeweilige Motorart ist immer pro angefangene 100 Kubikzentimeter Hubraum eine Steuergrundlage von 2,00 Euro (Ottomotor) und 9,50 Euro (Dieselmotor). Hat ein Auto also einen Ottomotor mit einem Hubraum von 1551 cm² entspricht die zu entrichtende Steuer folglich 32,00 Euro (Faktor 16 für den Hubraum x 2,00 Euro). Die Kfz-Steuer für Dieselfahrzeuge ist damit wesentlich höher, da Fahrzeuge mit dieser Motorart als weniger umweltfreundlich gelten.

2. Der CO2-Ausstoß

Hintergrund dieser Neuerung ist es, die Käufer von Neufahrzeugen, die besonders gute Werte in diesem Bereich haben, entsprechend zu belohnen. Die Berechnung des neuen Steuersatzes ist einfach und unkompliziert, die wichtigste Grundlage bietet der sogenannte Sockelwert für den CO2-Freibetrag, welcher in einer Tabelle abgelesen werden kann. Überschreitet ein Fahrzeug diesen Sockelwert, so muss der Besitzer für jedes zusätzliche Gramm 2,00 Euro zusätzlich an Steuern bezahlen. Jedes Gramm unter dem Sockelwert ist steuerfrei. Um ältere Fahrzeuge entsprechend zu berücksichtigen wird der Sockelwert für Fahrzeuge, die vor dem Stichtag 1. Januar 2012 gekauft wurden, bewusst hoch angesetzt, sinkt aber ab dem 01. Januar jährlich ab. Rechenbeispiel: Erstzulassung 01.04.2011, Emissionswert 145 g/km, Sockelwert 120 g/km. Folglich müssen 50,00 Euro zusätzlich entrichtet werden ((145 g/km – 120 g/km) * 2,00 Euro).


Diese Daten werden gebraucht!

Um mit einem Steuerrechner die neue Kfz-Steuer berechnen zu können wird eine Reihe von Daten benötigt, die für den Fahrzeughalter und Besitzer im Fahrzeugschein ersichtlich sind. Dazu gehören:

  • Erstzulassung (Fahrzeugschein unter B)
  • CO2-Emission (Fahrzeugschein unter V.7)
  • Motorart (Fahrzeugschein unter P.3)
  • Hubraum (Fahrzeugschein unter P.1)