PKV Einkommensgrenze und andere Voraussetzungen für den Eintritt

Unternehmer am Computer

Die Voraussetzungen für den Wechsel in die private Krankenversicherung sind je nach Beruf und Einkommen verschieden. Beamte, Selbständige, Studenten und Freiberufler können ohne weitere Bedingungen in die PKV eintreten. Für Angestellte ist es hingegen schwieriger.

Sie müssen ein Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze vorweisen können. Diese Grenze wird jährlich neu festgelegt und wird leicht mit der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung verwechselt. Beide Grenzen bezeichnen jedoch grundlegend unterschiedliche Dinge.

Versicherungspflichtgrenze in der Krankenversicherung  für 2016

PKV-WechselFür Angestellte, die in die private Krankenversicherung wechseln wollen, ist die Versicherungspflichtgrenze ein maßgebendes Kriterium. Zum einen muss das Bruttogehalt über der Versicherungspflichtgrenze liegen und zum anderen muss dies ein Jahr lang der Fall sein. Erst dann können sich Arbeitnehmer von der Pflichtversicherung in der gesetzlichen Krankenkasse befreien lassen.

Zur Berechnung des Bruttojahresentgeltes werden folgende Einkünfte herangezogen:

  • laufendes Arbeitsentgeld (Lohn bzw. Gehalt): JA
  • regelmäßige Sonderzahlungen (Urlaubs- und Weihnachtsgeld): JA
  • Überstunden pauschal: JA
  • Überstunden tatsächlich: NEIN
  • Sachbezüge: JA
  • Vermögenswirksame Leistungen: JA
  • versicherungspflichtige Zweitbeschäftigung: JA
  • Familienzuschläge (Verheirateten- und Kinderzuschläge): NEIN
  • pauschal besteuerte Bezüge ( z.B. Direktversicherung): NEIN

Aktuelle Höhe der PKV-Grenze

Die Versicherungspflichtgrenze wird jährlich angepasst. Die Berechnung orientiert sich am durchschnittlichen Bruttolohn eines Jahres. Seit 2011 ist die Versicherungspflichtgrenze von Jahr zu Jahr gestiegen, weil auch das durchschnittliche Einkommen jeweils höher ausfiel.

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Folgende Versicherungspflichtgrenze wurde für 2014 festgelegt:

Jahresgrenze 2016: 56.250,00 €
Monatsgrenze 2016: 4.687,50 €
Jahresgrenze 2015: 54.900,00 €
Monatsgrenze 2015: 4.575,00 €

PKV 2016 von Experten geprüft

 

Checkliste: Bedingungen für den PKV-Eintritt im Überblick

Je nach Beruf und Einkommen gibt es verschiedene Kriterien für den Wechsel in die PKV:

Berufsgruppe Bedingung

Freiwillig versicherte Arbeitnehmer

Einkommen mindestens in Höhe der Versicherungspflichtgrenze

Pflichtversicherte Arbeitnehmer

Einkommen mindestens in Höhe der Versicherungspflichtgrenze

Selbständige und Freiberufler

Wechsel ohne Bedingungen möglich, da keine Versicherungspflicht in der GKV

Gärtner, Landwirte, Künstler und Publizisten

Auch bei Selbständigkeit besteht Versicherungspflicht in der GKV

Ärzte, Zahnärzte, Apotheker, Tierärzte

Wechsel ohne Bedingungen möglich, wenn Selbständigkeit besteht. Angestellte müssen die Versicherungspflichtgrenze beachten

Angestellte des öffentlichen Dienstes und Beamte

Wechsel ohne Bedingungen möglich, Anspruch auf Beihilfe

Einkommensgrenze für den Lastenzuschuss in der PKV

TippFür Selbständige und Freiberufler, die nur ein geringes Einkom­men erzielen oder in Begriff sind ihr Geschäft aufzu­bauen, besteht die Möglich­keit einen Lastenzuschuss zu erhalten. Hiermit sollen die Betroffenen vor allem bei der Bezahlung ihres Wohnraumes unterstützt werden. Eine feste deutsch­landweite Einkom­mens­grenze gibt es für den Lasten­zuschuss nicht. Jedoch spielt das Einkommen und die Anzahl der Haushalts­mitglieder für die Berechnung einer individuelle Einkom­mens­grenze eine entscheidende Rolle. Diese Grenze wird des weiteren durch die durchschnittlichen Mieten der Gemeinden bestimmt.

Der Lastenzuschuss wird in Bezug auf § 10 Abs. 1 Wohngeldgesetz (WoGG) in Zusam­menhang mit der Belastung für den „Kapital­dienst“ und die „Bewirtschaftung des Wohn­raumes“ errechnet. Als Belastung gelten dabei auch die Tilgung von Zinsraten oder aber auch die Kosten für Versicherungen, wie die private Krankenversicherung. Der Gründer­zuschuss wird nicht als Einkommen angerechnet.

Gesundheitszustand als Voraussetzung

auf dem Laufband

Grundsätzlich werden die Kosten für die private Krankenversicherung nach dem Alter, dem Gesundheitszustand und den entsprechenden Tarifmerkmalen berechnet. Das entscheidende Merkmal ist der Gesundheitszustand bei Eintritt in die private Krankenversicherung. Hat eine Person beispielsweise eine chronische Krankheit oder leidet unter Folgeerkrankungen eines Unfalls, kann die Versicherung Risikozuschläge vereinbaren. Im härtesten Fall kann es zu einer Ablehnung durch die Versicherung kommen. In bestimmten Fällen gibt es einen sogenannten Kontrahierungszwang. Dadurch muss die private Krankenversicherung den Kunden unabhängig von der Vorerkrankung annehmen. Hierunter fallen insbesondere Personen bei der ersten Verbeamtung.

Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung

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Eine der wichtigsten Rechengrößen im Bereich der Krankenversicherung ist die Beitragsbemessungsgrenze (BBG). Sie bestimmt den Beitrag, der maximal in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) entrichtet werden muss. Dieser Grenzwert gilt sowohl für die alten als auch neuen Bundesländer. 2016 beträgt die Beitrags­bemessungs­grenze 50.850 € jährlich. Einkommen darüber ist nicht beitragspflichtig.

Aktuelle Höhe der Bemessungsgrenze

(Krankenversicherung und Pflegeversicherung)

Die Beitragsbemessungsgrenze für 2016 und 2015 fällt in Kranken- und Pflegeversicherung wie folgt aus:

Krankenversicherung: 2016: 50.850,00 Euro jährlich; 4.237,50 € monatlich  (2015: 49.500,00 €; 4.125,00 €)

Pflegeversicherung:  2016: 50.850,00 Euro jährlich; 4.237,50 € monatlich  (2015: 49.500,00 €; 4.125,00 €)

Neben dem Wert für die Kranken- und Pflegeversicherung gibt es auch noch eine entsprechende Beitragsbemessungsgrenze in der Arbeitslosen- und Rentenversicherung. Wichtig: Die Beitragsbemessungsgrenze darf nicht mit der Versicherungspflichtgrenze verwechselt werden. Sie sind seit 2003 von einander losgelöst zu betrachten.