Private Krankenversicherung für Selbständige

Selbstständiger bei Arbeit

Bei der Krankenversicherung für Selbständige gilt: Freiberufler und Unternehmer müssen für die Mitgliedschaft in einer privaten Krankenversicherung (PKV) keine Einkommensgrenzen beachten. Zudem können sie von vielen Vorteilen gegenüber Versicherten einer gesetzlichen Krankenkasse profitieren.

Zu diesen Vorteilen gehört etwa die Kostenerstattung für Naturheilkunde und Zahnbehandlung, Krankentagegeld sowie eine zügige Behandlung beim Arzt. Für PKV-Versicherte besteht eine freie Ärztewahl unter den niedergelassenen Medizinern, wenn es um die ambulante Versorgung geht. Der PKV-Verband bietet eine deutschlandweite Arzt-Suchmaschine. Aber ab wann lohnt sich die private Krankenversicherung für Selbstständige?

Eine günstige Krankenversicherung für Selbstständige wird – je nach Tarif und den gewählten Leistungen – durch die individuelle Gestaltung des Beitrags möglich. Ein kostenloser Internet-Vergleich zeigt Testsieger, die bei Stiftung Warentest trotz eines umfangreichen Leistungs­katalogs verhältnismäßig gering Beiträge erheben.

Privat versichert: kurze Wartezeiten & schnelle Terminvergabe

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Zu den Vorteilen, die die private Krankenversicherung Selbständigen und freiberuflich Tätigen bietet, gehören zum Beispiel ein weiterer Leistungs­katalog in der PKV und besser auf die Bedürfnisse des Kunden zuge­schnittene Tarife. Zudem besitzen viele Selbständige oft ein über­durch­schnittlich hohes Einkommen, wodurch eine private Kranken­versicherung häufig günstigere Beiträge mit gleichzeitig umfassenderen Leistungen zu bieten hat als eine gesetzliche Krankenkasse.

Private Krankenversicherung für Selbständige & Freiberufler

Zu beachten ist: Haben sich selbständig Tätige oder Freiberufler vor dem Hintergrund der Entscheidung für eine private Krankenversicherung einmal von der GKV befreien lassen, gilt dies unwiderruflich. Eine Rückkehr in das gesetzliche System kann erst dann noch einmal möglich werden, wenn sich der Versicherte in ein Angestelltenverhältnis begibt. Dann sind die Regelungen zur Krankenversicherung für Angestellte zu beachten. Bei Arbeitslosigkeit greift in der Regel das gesetzliche System als Krankenversicherungsschutz für Arbeitslose.

Info: Wenn Sie nebenberuflich selbständig sind

InformationFür die Krankenversicherung ist stets die hauptberufliche Tätigkeit ausschlaggebend. Sofern Sie lediglich neben­beruflich selbständig sind, gelten die haupt­beruflichen Versicherungsregelungen, z. B. als Angestellter. Als Nebenberuf gilt, sofern maximal 18 Stunden pro Woche für die Selbständigkeit aufgewendet werden und das Einkommen nicht über dem der Haupt­tätigkeit liegt. Einkünfte aus der nebenberuflichen Selbständigkeit werden übrigens bei der Berechnung der gesetzlichen Krankenkassenbeiträge mit herangezogen. Deshalb muss eine Nebentätigkeit bei der Krankenkasse gemeldet werden.

beamterSelbstständige Unternehmer, die eine eigene Firma leiten, haben in der Regel die Möglichkeit, aus der gesetzlichen Krankenkasse auszutreten und in die PKV zu wechseln.

Die Rechtsform des Unternehmens ist mitentscheidend. In einer GmbH sind Unternehmer als geschäftsführende Inhaber nicht an die GKV gebunden. Für die Rechte der Unternehmer setzen sich beispielsweise folgende Einrichtungen ein:

  • Verband der Selbständigen und Freiberufler e.V. (VSF).
  • Verband der Gründer und Selbständigen Deutschland e.V. (VGSD).

selbstständiger Handwerker

Handwerker sind häufig gesetzlich versichert. Freiberufliche oder selbständig Tätige der Handwerksbranche haben bei der Krankenversicherung mehrere Optionen.

Sofern Sie über ein hohes Einkommen verfügen, bietet sich ein Wechsel der Krankenversicherung von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung an. Die Interessen des Handwerks werden z. B. vertreten durch den

  • Zentralverband des Deutschen Handwerks e.V. (ZDH).
  • Berufsverband unabhängiger Handwerkerinnen und Handwerker e.V. (BUH).