Zusätzliche Versicherung gegen Brustkrebs bei Frauen

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Frauen jährlich

In Deutschland erkranken jährlich etwa 50.000 Frauen an Brustkrebs. Die Kosten für die Behandlung werden sowohl von den gesetzlichen als auch von den privaten Krankenkassen weitgehend übernommen. Zusätzlich können Frauen allerdings auch eine Brustkrebsversicherung abschließen. Diese soll die Patientinnen im Falle einer Erkrankung durch finanzielle Zuschüsse absichern und ihnen den Heilungsprozess ohne Existenzängste ermöglichen. Die Brustkrebsversicherung kann online abgeschlossen, monatlich bezahlt und auch monatlich gekündigt werden.

Welche Arten von Krebs werden versichert?

Die Brustkrebsversicherung deckt sechs Krebserkrankungen bei Frauen ab: Brustkrebs, Gebärmutterkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Eierstockkrebs, Eileiterkrebs, Scheidenkrebs sowie Krebs der äußeren Schamlippen einschließlich der Schamlippenhaut. Devecon schließt auch das Plazentakarzinom mit ein.

Welche Leistungen sind möglich?

Die Leistung im Krankheitsfall beinhaltet in jedem Fall einen Sofortbetrag. Zusätzlich kann es eine monatliche Rente für ein Jahr und Krankenhaustagegeld geben. Die Höhe der Auszahlungen variiert je nach abgeschlossenem Tarif. In der Verwendung der Versicherungssumme ist die Versicherte frei, so kann das Geld beispielsweise für alternative Heilmethoden, Urlaub oder eine Haushaltshilfe aufgewendet werden.

Mit welchen Beiträgen muss gerechnet werden?

EuroBeim „Ladylike Diagnose Krebs-Schutzbrief“ der Würzburger Versicherung muss eine 45-jährige Frau beispielsweise monatlich 10,80 Euro zahlen bei einer Versicherungssumme von 25.000 Euro. Es können auch andere Versicherungssummen vereinbart werden. Mit zunehmendem Alter steigen die Beiträge. Ab einem gewissen Alter kann die Brustkrebsversicherung nicht mehr abgeschlossen werden und sie endet automatisch mit Erreichen eines bestimmten Alters.

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Für wen lohnen sich spezielle Policen gegen das Brustkrebs-Risiko?

Gerade bei erblicher Vorbelastung kann sich diese Art der Versicherung lohnen, da diese für die Inanspruchnahme der Leistung meist nicht ausgeschlossen werden. So darf meist keine HIV-Infektion und keine Krebserkrankung in den letzten drei Jahren vor Versicherungsabschluss vorliegen. Hier zählt im Zweifel die letzte entsprechende Behandlung aufgrund einer Krebserkrankung. Andere Anbieter erheben Aufschläge von 50 Prozent auf die Beiträge bei entsprechenden Krebserkrankungen im familiären Umfeld.

Sobald durch einen Facharzt die Diagnose zu einer der versicherten Krebsarten gestellt wurde, greift die Versicherung und der Sofortbetrag wird ausgezahlt. Der weitere Krankheitsverlauf sowie die Arbeitsfähigkeit der Patientin sind dabei unerheblich. Ein Nachteil der Brustkrebsversicherung ist, dass andere häufige Krebsarten wie Leukämie, Darm-oder Hautkrebs nicht mitversichert sind.

HINTERGRUND: SPEZIALVERSICHERUNGEN

Spezialversicherungen, die lediglich wenige Tage andauern oder nur eng definierte Risiken wie beispielsweise Brustkrebs bei Frauen abdecken, sind auf dem Vormarsch. Verbraucherschützer raten aber dazu, den Abschluss solcher Einzellösungen genau zu überdenken. Denn ihre Preise sind zwar niedrig, leisten aber im Ernstfall nicht umfassend. Brustkrebsversicherungen dienen demnach also als zusätzlicher Schutz im konkreten Ernstfall, ersetzen aber keinesfalls einen umfassenden Invaliditätsschutz.

Dread-Disease-Policen

Die Brustkrebsversicherung gehört zu den sogenannten Dread Disease Policen, die besonders schwere Krankheiten gezielt absichern. Sie sind keine Konkurrenz zur Berufsunfähigkeitsversicherung, da sie nur bestimmte Krankheiten abdecken, häufig zur Berufsunfähigkeit führende Leiden wie Rückenprobleme oder psychische Leiden aber ausklammern. In Deutschland gibt es nur einen kleinen Markt für diese Art der Versicherung, im angelsächsischen Raum sind sie schon länger bekannt. Sie eignen sich vor allem für Selbständige, die auf schnelle Zahlungen nach ihrer Krankheitsdiagnose angewiesen sind. Die Leistungen der verschiedenen Anbieter differieren stark und sollten genau geprüft werden.