Private Krankenversicherung für Angestellte

In der privaten Krankenversicherung (PKV) profitieren Angestellte und Arbeitnehmer von umfassenden Leistungen wie Homöopathie, Kostenerstattung bei Zahnarztleistungen und freier Krankenhauswahl. Kurze Wartezeiten beim Arzt und flexible Beiträge sind weitere Vorteile der PKV.

angestellter Tischler

Prinzipiell ist ein Wechsel in die private Krankenversicherung für Angestellte und Arbeitnehmer möglich. Für angestellte Berufstätige kommt der Systemwechsel infrage, wenn sie ein Jahr die Versicherungspflichtgrenze überschreiten.

Privat versichert: kurze Wartezeiten & schnelle Terminvergabe

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Arbeitnehmer, deren Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze liegt, können sich entweder privat versichern lassen oder freiwilliges Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung werden.

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Versicherungspflichtgrenze

Wird die Versicherungspflichtgrenze überschritten, bekommen die Betroffenen Post von ihrer Krankenkasse. Mit Blick auf ihr höheres Gehalt erhalten sie die Information, dass sie versicherungsfrei werden. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, sich innerhalb von zwei Wochen über die PKV abzusichern.

Individuell versichert: Private Krankenversicherung für Angestellte

Arbeitnehmer, die die Versicherungspflichtgrenze des Bruttoeinkommens von 56.250,00 Euro jährlich überschreiten, haben die Möglichkeit sich privat versichern zu lassen. Hierfür muss sich die jeweilige Person zunächst von der allgemeinen Versicherungspflicht der GKV befreien lassen.

Es sollte eine solide private Versicherungsgesellschaft ausgewählt werden, da die Absicherung mit der PKV ein dauerhafter Prozess ist. Nur so kann mit dauerhaft stabilen Beiträgen gerechnet werden. Vor einer Entscheidung sollte daher immer ein Vergleich der PKV-Anbieter angestellt werden. Beiträge für privat versicherte Arbeitnehmer werden durch verschiedene Kriterien bestimmt.

Diese beinhalten:

  • den Gesundheitszustand
  • das Alter
  • den gewählten Versicherungstarif
  • das Geschlecht als Kriterium ist seit Dezember 2012 durch die neuen Regelungen zum Unisex-Tarif entfallen

TippHieraus ergibt sich folgende Faustregel: Vor allem bei einem frühen Eintrittsalter kann die PKV ein großes Leistungsspektrum bei gleichzeitig günstigen Beiträgen für Angestellte gewähren.

Bei einem geplanten Eintritt in die private Krankenversicherung für Angestellte ist unbedingt zu beachten, dass ein späterer Wiedereintritt in die GKV nicht ohne Weiteres möglich ist. Zu diesem Zweck muss man mindestens ein Jahr lang weniger als 4.687,50 Euro monatlich verdienen.

Auszubildende sind grundsätzlich in der GKV pflichtversichert & ebenso in der entsprechenden Versicherung für den Pflegefall. Nach Ausbildungsbeginn gibt es eine Frist von 14 Tagen, um sich für eine Krankenkasse zu entscheiden, ansonsten erfolgt die Versicherung beim bisherigen Anbieter (Beitragssatz wie bei ausgebildeten Arbeitnehmern).

Der Ausbildungsbetrieb übernimmt den Beitrag vollständig, wenn das Ausbildungsgehalt im Maximum 325 Euro monatlich beträgt. Auszubildende müssen in diesem Fall weder für die gesetzliche Pflege- & Krankenversicherung, noch für die gesetzliche RentenversicherungBeitragszahlungen leisten. Dies gilt auch für die entsprechende Arbeitslosenversicherung.

Die Voraussetzungen für die Mitgliedschaft in der PKV werden von Azubis meist nicht erfüllt. (Für Anwärter auf eine Beamtenlaufbahn stellt sie eine überlegenswerte GKV-Alternative dar.) Auszubildende, die zuvor durch die Eltern in der Privatversicherung geschützt waren, haben die Option, eine Anwartschaft der privaten Krankenversicherung abzuschließen.

WichtigMeldung bei der Arbeitsagentur: Ist die Ausbildung beendet und folgt Arbeitslosigkeit, greift die Krankenversicherung für Arbeitslose. Erfolgt keine Meldung bei der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter, muss man sich selbst um den Versicherungsschutz bemühen. Dies betrifft die Kosten und die Kommunikation mit der Krankenkasse.

Arbeitslosengeld in der Übergangsfrist zum Berufseinstieg: Schließt der Berufseinstieg nicht nahtlos an eine zwei- bis dreijährige Ausbildung an, erhält der Betroffene Arbeitslosengeld I. Ist der Betrag zu niedrig, um das Leben zu finanzieren, kann der Differenzbetrag zum Arbeitslosengeld II (Hartz IV) durch Aufstockung beantragt werden.

Definition des Leistungsbedarfs: Wann die Leistungen zu niedrig sind, um das Leben zu finanzieren, hängt nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit vom jeweiligen Bedarf ab. Der Bedarf setzt sich aus dem Regelsatz und angemessenen Kosten für Unterkunft und Heizung zusammen. Letzteres wird von den Kommunen festgelegt.

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Einige Vorteile der PKV

  • Der Gesundheitsschutz kann je nach PKV-Tarif individuell abgestimmt werden.
  • Wünsche, Bedürfnisse und Ansprüche können Berücksichtigung finden.
  • Bei Erkrankung steht eine spezialisierte medizinische Betreuung zur Verfügung.
  • Krankenversicherungen in Deutschland

Nach Angaben des PKV-Verbandes sind ein Achtel der privat versicherten Kunden Angestellte. Diese Berufsgruppe müsste in der gesetzlichen Krankenversicherung den höchsten Beitrag bezahlen. Um die beste Krankenversicherung für Angestellte zu finden, sollten diese folgendes berücksichtigen:

Ein hoher PKV-Beitrag ist nicht gleichbedeutend mit ausgezeichneten Leistungen. Auch günstige Tarife für Angestellte mit niedrigen Beiträgen können Komfortbehandlungen beinhalten. Vor dem Wechsel in die private Krankenversicherung für Angestellte ist ein Testsieger-Vergleich zu empfehlen, um gute Tarife zu günstigen Konditionen zu finden.

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Krankenversicherung für Geschäftsführer: Gutverdiener profitieren

GmbH-Geschäftsführer können in die PKV oder in die GKV wechseln. Angestellte Geschäftsführer, sogenannte Fremd­geschäfts­führer, müssen dabei die Versicherungspflichtgrenze berücksichtigen. Für Geschäftsführer, die als Gesellschafter in der GmbH fungieren, gilt die Versicherungspflichtgrenze nicht. Ihnen steht es jeder­zeit frei, in die gesetzliche oder die private Krankenversicherung zu wechseln.

Besonders Gutverdiener profitieren von den Vorteilen der privaten Krankenversicherung, da die Beiträge nur das individuelle Krankheitsrisiko abdecken müssen. Kosten fallen genau für die Leistungen an, die tatsächlich benötigt werden. GmbH-Geschäftsführer im Angestelltenverhältnis haben Anspruch auf den Arbeitgeberanteil wie in der gesetzlichen Krankenkasse.

Lohnt besonders als Angestellter: Beitragsrückerstattungstarife

Einige private Krankenversicherungen erstatten den Kunden, bei denen Leistungsfreiheit gegeben ist (keine Inanspruchnahme von Versicherungsleistungen), einen gewissen Teil der gezahlten Beiträge aus dem Vorjahr zurück. Hier gilt es die spezifischen Regelungen der Unternehmen zu beachten.

Die Beitragsrückerstattung bzw. Beitragsrückgewähr kann hierbei mehrere Monatsbeiträge (üblicherweise 6) umfassen und bezieht sich auf Tarife, in denen ein entsprechender Anspruch besteht. Für junge und gesunde Angestellte ist ein solcher Tarif besonders attraktiv. Denn: Die Versicherung zahlt Arbeitgeberbeitrag und Arbeitnehmerbeitrag an die Versicherten (nicht an den Arbeitgeber) zurück. Durch diesen Effekt können Angestellte im günstigsten Fall für ein ganzes Jahr Arbeitnehmerbeiträge sparen.

EuroMit den Rückerstattungen belohnen PKV-Anbieter das Kostenbewusstsein ihrer Versicherungsnehmer. Müssen diese keine Leistungen in Anspruch nehmen, weil sie sich zum Beispiel gesund ernähren, profitiert davon die gesamte private Versichertengemeinschaft. Der Grund: Hierdurch können die Prämien entsprechend gehalten werden.