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Private Krankenversicherung 2017: Grenze erneut erhöht

2017 wird die Einkommensgrenze, die festlegt, ab welcher Bruttolohngrenze ein Angestellter der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung entgeht und sich privat versichern kann, weiter steigen. Dies beschloss das Bundeskabinett bereits im Herbst vergangenen Jahres. Auch in den Vorjahren gab es Anhebungen. Grund ist die Lohnentwicklung, an die die Werte angepasst werden. Mit steigenden Löhnen steigt auch die Versicherungspflichtgrenze.

Insgesamt steigt die Einkommensgrenze 2017 wie erwartet um 1350 Euro. Damit liegt der jährliche Bruttowert nun bei 57.600 Euro (zuvor: 56.250 Euro). Monatlich muss das Bruttoeinkommen von Angestellten folglich jetzt bei mindestens 4.800 Euro liegen, damit für sie eine Krankenvollversicherung in der privaten Krankenversicherung (PKV) möglich wird. Damit müssen sie im Monat 112,50 Euro mehr verdienen als noch 2015.

Konsequenzen der Erhöhung für Angestellte

Für Angestellte wird es so schwieriger, in die private Krankenversicherung zu wechseln. Sie müssen nun ein höheres Mindestgehalt aufweisen, um der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung zu entgehen und die Wechseloption zu haben. Bereits privat versicherte Angestellte müssen wiederum in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln, wenn ihr Gehalt durch die Anhebung nun unter der neuen Grenze liegt – sofern sie nicht eine generelle Befreiung von der gesetzlichen Pflichtversicherung beantragen. Andere Versichertengruppen in der PKV wie Beamte, Freiberufler, Selbstständige oder Studierende sind nicht von der Anhebung betroffen, sie können sich unabhängig davon privat versichern.

Änderung auch bei der Beitragsbemessungsgrenze

Die Beitragsbemessungsgrenze legt die Berechnungsgrundlage für den Höchstbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung fest. Ab diesem Wert werden keine prozentualen Beiträge mehr erhoben, der Kassenbeitrag quasi gedeckelt. 2017 liegt die Beitragsbemessungsgrenze bei 52.200 Euro jährlich liegen. 2016 war der Wert bei 50.850 Euro festgelegt. Durch die Erhöhung werden die Beiträge für Angestellte mit höheren Einkommen 2017 unabhängig von einer möglichen Erhöhung der Zusatzbeiträge somit steigen.

Auch Zusatzbeiträge sollen sich erhöhen

Der einkommensabhängige Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung, der allein vom Arbeitnehmer zu tragen ist, wird sich für viele gesetzlich Versicherte 2017 ebenfalls erhöhen. Lag er 2016 durchschnittlich noch bei 1,1 Prozent, bleibt er 2017 stabil bei dem gleichen Wert. Der durchschnittliche Gesamtbeitrag beträgt somit 15,7 Prozent. Der Zusatzbeitrag war in dieser Form 2015 eingeführt worden. Begründet werden die Anhebungen mit gestiegenen Kosten für Ärzte, Klinikaufenthalte und Arzneimittel.

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By |3. Januar 2017|Versicherung|