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Mittlerweile besitzen in Deutschland drei von vier Haushalten eine Hausratversicherung, um ihr Privateigentum innerhalb der eigenen vier Wände und innerhalb des Mietobjekts abzusichern. 

Die Hausratversicherung ist für nahezu alle Mieter und Immobilienbesitzer eine sinnvolle Investition. Sämtliches Wohnungsinventar ist bis zu einer bestimmten Summe vor Diebstahl und Vandalismus, aber auch unvorhersehbaren Umwelteinflüssen wie Feuer oder Sturm geschützt. Vor allem für Personen, die einen Verlust des Eigentums finanziell nur schwer verkraften würden, ist eine Hausratversicherung empfehlenswert. Erfahren Sie, worauf bei Vertragsabschluss zu achten ist und wie sie eine gute und zugleich günstige Hausratversicherung finden.

Hausratversicherung: Online-Vergleich der aktuellen Tarife Tarife finden

Jeder Mieter oder Immobilienbesitzer möchte sein Eigentum am liebsten in Sicherheit wissen. Viele Hausratversicherungen bieten daher einen Grundschutz an, der einen Großteil der Risiken abdeckt.

Für Versicherungsnehmer mit höheren Ansprüchen ist es hingegen sinnvoll, sich anstelle des Grundschutzes Tarife mit Bezeichnungen wie Komfort, Plus oder Premium auszusuchen.

Dabei handelt es sich nicht nur um den Einschluss weiterer Leistungen wie beispielsweise die Erstattung von Stornokosten nach Abbruch des Urlaubs, sondern auch höhere Entschädigungsgrenzen.

Mit einem Vergleich Beiträge und Kosten reduzieren


Wer sich für eine Hausratversicherung interessiert, sollte am besten aktuelle Tests verfolgen. Dort werden nicht nur die neuesten Tarifmodelle vorgestellt, sondern auch Einsparpotenziale verdeutlicht. Wer eine neue Hausrat abschließen oder seinen alten Vertrag kündigen möchte, sollte zudem einen Vergleich der verschiedenen Anbieter vornehmen. Die Verbraucher können die Suche nach der richtigen Hausratversicherung dadurch deutlich vereinfachen und erhalten zugleich eine Preisübersicht über viele Anbieter auf dem Markt. Immer wieder verdeutlichen Testergebnisse, dass die Preise trotz sehr ähnlicher Leistungen um ein Vielfaches variieren können.

Leistungen durch den allgemeinen Grundschutz im Schadensfall

Die Versicherer unterscheiden zwischen Hausratversicherungen mit Kompakt-, Optimal-, Spezial-, Exklusiv- und Topschutz. In der Regel basieren diese Leistungserweiterungen jedoch auf einer bei allen Anbietern ähnlichen Grundabsicherung:

  • Versicherungsschutz gegen Brand, Blitzschlag und Explosion
  • Wiederbeschaffungskosten nach Einbruchdiebstahl, Raub oder Vandalismus
  • Versicherungsschutz gegen Leitungswasser- und Waschmaschinenschäden
  • Versicherungsschutz gegen Sturm, Hagel, Baum- und Regenschäden
  • Anprall oder Absturz eines Luftfahrzeuges
  • Erstattungen von Schäden an Möbeln, Teppichen, Betten, Lampen, Kleidung
  • Schlossänderungskosten
  • Hotelkosten (in Höhe von einer Promille der Versicherungssumme)
  • Reparatur- bzw. Restaurierungskosten
  • unter Umständen auch anteiliger Schutz von Wertsachen (Bargeld, Sparbücher, Wertpapiere, Schmuck, Gold und Silber) 
  • Erstattung von Rückreisekosten aus dem Urlaub

Stiftung Warentest: Hausratversicherungen im Test

Vor dem Abschluss einer Hausratversicherung können Testergebnisse von unabhängigen Testinstitutionen dabei helfen, einen Überblick über Beiträge, Leistungen, Versicherungssumme und zusätzliche Leistungen zu gewinnen. Die preiswertesten Anbieter eingeteilt nach Risikozonen der Finanztest 04/2014 im Auszug:

  sehr gering   gering   mittel   hoch
1. WGV 99 Euro Docura 115 Euro Docura 115 Euro Docura
2. Asstel 103 Euro Bayrische 118 Euro Ammerländer 127 Euro GVO
3. Bayrische 105 Euro Hannoversche 120 Euro GVO 135 Euro Interrisk

Weitere Einzelheiten und Testkriterien sind den jeweiligen Tests zu entnehmen!

Fahrradversicherung als Erweiterung der Versicherungsleistung

Bei rund 300.000 Fahrraddiebstählen pro Jahr erscheint eine Versicherung von Fahrrädern sinnvoll. Allerdings gehört der Diebstahlschutz außerhalb von abgeschlossenen Wohnräumen nur bei wenigen Hausratversicherern zum Basisschutz.Hinzu kommt häufig eine Klausel, die das Rad nur tagsüber zwischen 6 und 22 Uhr schützt. Wer sich tatsächlich für eine Fahrradversicherung entscheidet, sollte gegen einen kleinen Aufpreis eine Versicherung ohne diese Einschränkung wählen. Für Personen mit teuren Rädern, die neben dem Diebstahl auch Schäden nach Vandalismus versichert wissen wollen, empfiehlt sich allerdings eine spezielle Fahrradversicherung.

Was Sie im Schadenfall beachten sollten

1. Umgehende Schadensmeldung beim Versicherer

Sollte ein Schadensfall eintreten, sollten Sie umgehend Ihren Versicherer informieren. Bei Einbruchdiebstahl, Vandalismus und Raub muss zusätzlich auch umgehend die Polizei alarmiert werden.

2. Inventarliste erstellen

Damit die Versicherung für den Schaden aufkommt, müssen Betroffene rasch eine vollständige Liste der gestohlenen oder zerstörten Gegenstände erstellen. Haben Sie etwas vergessen, kann es sein, dass der Versicherer dies nicht mehr berücksichtigt.

3. Quittungen, Reparaturen, Garantiescheine einreichen

Die Versicherung zahlt natürlich nur die Gegenstände, die nachweislich Teil des Hausrats waren. Als Beweis dienen bestenfalls Kassenbelege und Quittungen. Sind diese nicht mehr vorhanden, reichen häufig auch Reparatur- oder Garantiescheine. Bei Erbstücken hingegen sollte ein Erbschein vorhanden sein. Auch Fotos oder Zeugenaussagen könnten der Versicherung als Beweis genügen. 

4. Umzug umgehend melden

Steht ein Umzug innerhalb Deutschlands bevor, dann besteht der Versicherungsschutz sowohl für die bisherige als auch für die neue Wohnung innerhalb einer Frist von zwei Monaten. Danach erlischt der Schutz für die alte und geht automatisch in die neue Immobilie über. Spätestens zum Zeitpunkt des Einzugs sollten Sie Ihren Versicherer deshalb über Ihren neuen Wohnort unterrichten.

5. Kündigung bei Erhöhung der Beiträge

Grundsätzlich kann bis spätestens drei Monate vor Ablauf der Versicherung gekündigt werden, ansonsten verlängert sich der Vertrag automatisch. Ein Sonderkündigungsrecht gilt nach einer Prämienerhöhung, hier können Versicherte innerhalb eines Monats frühestens zu dem Tag kündigen, an dem die Beitragssteigerung wirksam wird. Versicherte, die nach einem Schadensfall kündigen, können ihre Jahresprämie anteilig zurückerhalten.

Die Außenversicherung - Schutz auch außerhalb der Wohnung

Im Rahmen der sogenannten Außenversicherung ist Ihr Hausrat auch dann versichert, wenn er sich vorübergehend außerhalb der Wohnung befindet. Ihre versicherten Sachen sind somit beispielsweise bei einem Einbruch ins Hotelzimmer oder ins Ferienhaus geschützt. Dieser Schutz gilt dabei nicht nur im Inland, sondern weltweit auch bei Reisen ins Ausland, sofern die anderen Versicherungsbedingungen erfüllt sind. Dem Zeitraum der Abwesenheit der versicherten Sachen sind allerdings Grenzen gesetzt: In der Regel sind dies 90 Tage. Einige Versicherer bieten aber auch Tarife an, die bis zu 180 oder sogar 360 Tage Risiken absichern. Bei vielen Anbietern ist die Höhe der Entschädigung noch auf zehn Prozent der Versicherungssumme und maximal 10.000 Euro begrenzt. Neuere Tarife können allerdings bereits im Grundschutz eine deutlich höhere Entschädigungsgrenze beinhalten.

Weitere Zusatzleistungen der verschiedenen Anbieter

Zusätzlich zur Basisabsicherung bieten viele Versicherer die Möglichkeit folgende Extraleistungen in der erweiterten Hausratversicherung mitzuversichern:

Art der Extraleistung Beschreibung
Fahrradversicherung meist auf fünf Prozent der Versicherungssumme begrenzt
Glasbruchversicherung empfehlenswert in Wohnungen mit vielen hochwertigen Glasflächen oder mit einem Wintergarten
Wasserschaden essentiell für Aquarien- und Wasserbettenbesitzer
Überspannungsschäden Schäden durch Unregelmäßigkeiten in der Spannungsversorgung; empfehlenswert bei teuren elektronischen Geräten
Elementarschäden Zusatzschutz beispielsweise gegen Hochwasser, Erdrutsche oder Erdbeben
Ferienhausversicherung Absicherung des Hausrats in einem Ferienhaus
Diebstahl aus einem Fahrzeug Versicherung des Hausrats gegen den Diebstahl aus einem verschlossenen Auto

FAQ - Wichtige Fragen zur Hausratversicherung

Die Hausratversicherung ist keine personenengebundene Versicherung, sondern eine Sachversicherung. Sie bezieht sich daher auf das gesamte Inventar der versicherten Immobilie: Möbel, Haushaltsgeräte, Kleidung und Lebensmittel.

Grundsätzlich zahlt die Hausratversicherung den Neuwert der beschädigten oder gestohlenen Gegenstände. Leidiglich bei Wertsachen wie Bargeld, Sparbüchern oder Schmuck begleicht die nur einen bestimmten Betrag. Dieser beträgt in neueren Verträgen 1.500 Euro für Bargeld, 3.000 Euro für Wertpapiere und Urkunden und 20.000 Euro für Schmuck.

Die meisten Versicherungsunternehmen legen eine Mindestversicherungssumme pro Quadratmeter fest, die häufig bei 650 Euro liegt. Dennoch sollten sich Versicherte einen Überblick über den Wert ihres Inventars verschaffen, denn häufig liegt der Gesamtwert deutlich über der veranschlagten Versicherungssumme. Nur wer das direkt bei Vertragsabschluss anspricht, kann auch eine höhere Versicherungssumme versichern lassen. Andernfalls könnte es zu einer Unterversicherung kommen.

Die Unterversicherung beinhaltet, dass die gewählte Versicherungssumme unter dem eigentlichen Gesamtwert des privaten Eigentums liegt. Viele Versicherte geben auch absichtlich einen geringeren Wert ihres Inventars an, um Beiträge zu sparen. Im Schadensfall zahlt dann jedoch auch die Versicherung einen deutlich geringeren Teil aus. Wer beispielsweise einen Hausrat von 70.000 Euro hat, allerdings nur 35.000 Euro versichern lässt, erhält im Schadensfall von 5.000 Euro lediglich 2.500 von seiner Hausratversicherung.

Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: Versicherte müssen in diesem Fall den Wohnsitz ummelden und den bisherigen Vertrag an die neue Wohnfläche anpassen. Die andere Möglichkeit wäre eine Versicherung der Differenz beider Wohnflächen. Wichtig ist dann aber, dass beide Verträge zusammen eine ausreichende Versicherungssumme ergeben.

Wenn es nicht zusätzlich im Vertrag mitversichert ist, kann die Hausratversicherung in folgenden Fällen die Zahlung verweigern: Dazu zählen Schäden durch Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit, Schäden durch Hagel oder Sturm, sofern Türen oder Fenster nicht richtig verschlossen waren, Schäden durch Kriege oder innere Unruhen, Schäden durch Aquarien oder Wasserbetten, Schäden durch Reinigungs- oder Planschwasser beispielsweise beim Umkippen eines mit Wasser befüllten Eimers, wodurch der Teppich beschädigt wurde, Schäden nach einem einfachen Diebstahl (d.h. ohne Nachweis von Einbruchsspuren), Sengschäden, die nicht durch Feuer verursacht wurden (z.B. durch Zigarettenglut), Schäden nach einem Kurzschluss oder einer Überspannung an elektrischen Geräten sowie Glasschäden.

Das hängt davon ab, ob Sie das Ferienhaus vorübergehend oder dauerhaft nutzen. Haben Sie es lediglich gemietet, greift die im Rahmen der Hausratversicherung bestehende Außenversicherung, sofern Sie den im Versicherungsvertrag vereinbarten Höchstzeitraum der Nutzung nicht überschreiten. Anders verhält es sich hingegen, wenn es sich um Ihr eigenes Ferienhaus oder möglicherweise um Ihren Zweitwohnsitz handelt. Hier greift die Außenversicherung nicht und der Abschluss einer zusätzlichen Police erscheint sinnvoll.