Gesetzliche Krankenversicherung für Studenten

Studenten

Studierende sind grundsätzlich sowohl in der Krankenversicherung als auch in der Pflegeversicherung versicherungspflichtig. Aus diesem Grund ist bei der Immatrikulation an einer Universität oder Hochschule stets ein entsprechender Nachweis des vorhandenen Versicherungsschutzes zu erbringen.

Im Anschluss an die Versicherungspflicht in der Krankenversicherung besteht etwa die Möglichkeit einer freiwilligen Weiterversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Der Studierende muss zuvor mindestens zwölf Monate durchgängig im gesetzlichen Versicherungssystem abgesichert gewesen sein. Der Abschluss einer privaten Krankenversicherung (PKV) ist dann ebenso möglich, sofern die dafür notwendigen Voraussetzungen erfüllt werden.

Die Wahl, ob sich ein Studierender privat oder gesetzlich versichern sollte, hängt von seiner persönlichen Lebenssituation und seiner Zukunftsplanung ab. Mehr dazu: Die Deutsche Krankenversicherung im Überblick (Vorteile/Nachteile). Für Studenten ab 26 und danach gelten viele Besonderheiten.

  • Die Krankenversicherungspflicht gilt in der Regel bis zu dem Zeitpunkt, an dem das 14. Fachsemester abgeschlossen bzw. bis das 30. Lebensjahr vollendet ist.
  • Voraussetzungen für Fristverlängerungen / Infos zur Pflegepflichtversicherung: siehe auch Merkblatt zur Krankenversicherung für Studenten – im Downloadbereich).

Gesetzliche Krankenkasse für Studierende 2016/2017

Innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung besteht unter gewissen Voraussetzungen grundsätzlich die Möglichkeit, sich entweder innerhalb der Familienversicherung oder im Sondertarif „Krankenversicherung der Studenten“ (KVdS) zu versichern.

Famlienversicherung KVdS
Kostenfreie Mitversicherung bei den Eltern oder dem Ehepartner möglich Kosten: 66,33 € +  Zusatzbeitrag je nach Kasse zuzüglich Pflegeversicherung (ohne Kind 16,87 € / mit Kind 15,25 €)
Altersgrenze: 25 Jahre (Verlängerung durch Wehr- und Zivildienst/Bundesfreiwilligendienst bzw. Schwangerschaft) Altersgrenze: 30 Jahre bzw. das 14. Fachsemester darf nicht überschritten werden.
Grenze: 450 € monatlich* (425€ bei selbständiger Tätigkeit) – darf für Inanspruchnahme des Versicherungsschutzes nicht überschritten werden bis zu 20 Stunden/ Woche, keine Einkommensgrenze (außer im Examenstarif: maximal 991,67  € pro Monat)
Voraussetzung: Einkommen der Eltern unterhalb der Versicherungspflichtgrenze (Betreff: Ein Elternteil gesetzlich, das andere privat versichert) / Zumindest ein Elternteil oder der Ehepartner muss GKV-Mitglied sein. Ist das Alter oder Fachsemester schon überschritten, bieten die meisten Kassen einen sechsmonatigen “Examenstarif”. (Merkblatt für Studenten)

* durch Nebenjob, Renten-, Miet-, Zinseinkünfte, Waisenrente etc., das Bafög wird nicht dazugerechnet

Liste aller Ansprechpartner für Studenten

ListenViele gesetzliche Krankenkassen haben spezielle Ansprechpartner für Studenten. Wir haben bei allen Krankenkassen nachgefragt und eine vollständige Liste der Kontaktdaten erstellt.

Krankenversicherung für Studenten

Welche Versicherung passt zu mir?

Private Krankenversicherung

Beste Leistungen schon im Studium

Gesetzliche Krankenversicherung

Günstige Tarife für das Wichtigste

Infos zum Auslandsaufenthalt

Planen Studenten ein oder mehrere Semester im Ausland, sollten sie richtig krankenversichert sein. Hinsichtlich des Abschlusses einer Auslandskrankenversicherung stellt sich die Frage nach der Dauer des Aufenthalts und der damit zusammenhängenden Vertragslaufzeit der Versicherung.

Beide Kriterien sollten nach Möglichkeit im Vorfeld der Reise feststehen, um bösen Überraschungen (Beitragskosten, ggf. eingeschränkte Verlängerungsoptionen bei der Laufzeit) vorzubeugen.

Je nach Dauer des Aufenthalts in der Bundesrepublik Deutschland wird die Krankenversicherung für ausländische Studenten zu einem wichtigen Thema. In der Rubrik „International“ stehen hierzu umfassende Informationen in zehn Sprachen zur Verfügung.

EuroWer als Bezieher von Bafög für seine Krankenversicherung selbst bezahlt, hat einen höheren finanziellen Bedarf & erhält einen Zuschuss vom Bafög-Amt. Dabei ist es unerheblich, ob man gesetzlich oder privat versichert ist. Studierende, die über die Familienversicherung der Eltern versichert sind, haben keinen Anspruch auf den Zuschuss.

Der Zuschlag zur Sozialversicherung beträgt für Studenten derzeit nach § 13a BAföG 86,00 Euro pro Monat: 71 € für die Kranken- und 15 € für die Pflegeversicherung. Um ihn zu erhalten, muss ein entsprechender Antrag bei dem zuständigen Amt eingereicht werden. Eine Liste der Ämter in der Bundesrepublik Deutschland veröffentlicht das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Zusatzversicherungen fürs Studium

Lächeln

Eine Krankenzusatzversicherung für Studenten ist immer dann notwendig, wenn die Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse keinen ausreichenden Schutz bieten. Studierende können unter anderem folgende Zusatzversicherungen abschließen:

Krankenversicherung & Kindergeld

Anspruch auf Kindergeld haben in der Regel die Eltern. Leisten sie allerdings zu wenig Unterhalt, kann das Kind das Kindergeld für sich beantragen. Seit dem 01.01.2017 gilt:

  • für das erste und zweite Kind je 192 €
  • für das dritte Kind 198 €
  • für das vierte und jedes weitere Kind je 223 €

Kinder, die sich in der Ausbildung befinden, erhalten bis zum 25. Geburtstag Kindergeld. Dies gilt nach Angaben des Bundesministeriums der Finanzen unabhängig von den eigenen Einkünften und Bezügen. Grundlage ist eine Neufassung durch das Steuervereinfachungsgesetz 2011, die seit 2012 gilt. Nach der vorherigen Regelung durfte eine Einkommensgrenze von 8.004 Euro pro Jahr nicht überschritten werden.

Bei Absolvierung des Wehr- bzw. Zivildienstes oder Bundesfreiwilligendienstes verschiebt sich das Ende des Kindergeldanspruchs nach hinten. Zwischen zwei Ausbildungsabschnitten, wie z.B. Schulabschluss und Studienbeginn besteht Anspruch auf Kindergeld. Diese Übergangszeit darf nicht länger als vier Monate dauern. Beantragt wird Kindergeld bei der Familienkasse der zuständigen Agentur für Arbeit.

Sofern eine Krankenkasse nicht mit den für sie bereitgestellten Mitteln aus dem Gesundheitsfonds auskommt, kann diese einen Zusatzbeitrag erheben. Auch Studenten in der gesetzlichen Krankenversicherung müssen den Zusatzbeitrag zahlen. Ausnahme: Sie sind in einer Familienversicherung. Mitglieder in der studentischen Krankenversicherung müssen den Zusatzbeitrag jedoch vollkommen selbstständig tragen oder die Krankenkasse wechseln.

Studentenwerk:

Studentische Vertretungen:

Aktionsbündnisse:

Weitere studentische Vereinigungen:

Weitere Studentenportale

Häufige Fragen zur Krankenversicherung für Studenten

Für Studenten, die in einer staatlichen bzw. staatlich anerkannten Hochschule eingeschrieben sind, besteht automatisch die Pflichtversicherung in einer gesetzlichen Krankenversicherung und sozialen Pflegeversicherung. Auch Studenten, die ihren eigentlichen Wohnsitz im Ausland haben, sind davon nicht ausgeschlossen. Die Pflichtversicherung besteht in der Regel bis zum 25. Lebensjahr. In einigen Ausnahmefällen kann sich diese jedoch verlängern. Gibt es eine Übergangsphase zwischen Studienabschluss und Berufseinstieg, ist der Absolvent trotzdem versichert: Er erhält den Versicherungsschutz bei Arbeitslosigkeit.
Ja, allerdings gibt es Beschränkungen in Einkommen und Arbeitszeit: Die Grenzen liegen bei 20 Stunden pro Woche und 450 Euro pro Monat. Andernfalls werden Beiträge zur Krankenversicherung und auch zur Arbeitslosen- und Rentenversicherung fällig. Praktika sind allerdings nicht eingeschlossen, es sei denn, die monatliche Vergütung übersteigt die Einkommensgrenze.
Ja. Studenten, die diese nicht wahrnehmen und eine private Krankenversicherung (PKV) abschließen möchten, können innerhalb der ersten drei Monate ab Immatrikulation an der jeweiligen Hochschule ein Befreiungsformular bei der gesetzlichen Krankenkasse erhalten und ausfüllen. Vorsicht: Während des gesamten Studiums ist ein Wechsel zur gesetzlichen Krankenkasse dann nicht mehr möglich.
Ja. Zuschüsse zur Kranken- und Pflegeversicherung belaufen sich auf 73,00 Euro pro Monat. Um seinen Anspruch auf diese Leistung durchzusetzen, muss der erhöhte Bedarf beim Bafög-Amt beantragt werden. Eine Bezuschussung ergibt sich nur für diejenigen, die selber beitragspflichtig versichert sind, also nicht in einem Versicherungsverhältnis über die Familienversicherung stehen.
Nein. Wenn man sich im Studium einmal für die private Krankenversicherung entschieden hat, ist es nicht möglich während dieser Zeit in eine gesetzliche Kasse zu wechseln. Auch ein Wechsel von der gesetzlichen in eine private Krankenkasse ist nicht möglich.
„Jein“. Normalerweise zählen Praktika nicht als geringfügige Beschäftigung. Es gibt keine Beschränkungen der Arbeitszeit in der Woche. Allerdings darf man auch hier nicht mehr als 450 Euro im Monat verdienen.