Regionalklassen 2016: Kfz-Versicherungsbeitrag nach Wohnort


Die Regionalklassen sind ein Faktor für die Berechnung des Beitrags der KFZ-Versicherung. Je nach Zulassungsort wird der PKW in eine bestimmte Regionalklasse eingeordnet. Damit tragen die Versicherer dem Umstand Rechnung, dass die KFZ-Versicherung in bestimmten Regionen statistisch öfter in Anspruch genommen wird als in anderen Regionen. Die Regionalklasse gehört wie die Typklasse zu den fahrzeugbezogenen Anteilen an der Versicherung. Andere Kenngrößen, vor allem fahrerbezogene wie die Schadenfreiheitsklasse, kommen hinzu.



Regionalklassen

Parameter zur Regionalklassenbestimmung

Die Regionalklasse wird in der Kfz-Haftpflichtversicherung vor allem durch das Unfallrisiko bestimmt. Dieses ist in Städten aufgrund des größeren Verkehrs höher, weshalb urbane Lebensräume meist höher eingestuft werden als ländliche. Ein weiteres Risikomerkmal der Regionalklasse in der Haftpflichtversicherung ist die durchschnittliche Fahrweise der Autofahrer in einer Region. Für die Kaskoversicherung sind andere Faktoren entscheidend. Hier bestimmt unter anderem die Häufigkeit von Wildschäden, Sturm- und Hagelschäden sowie Diebstählen die Einstufung.


Änderungen der Regionalklassen 2016

Jeder fünfte Autofahrer profitiert im Jahr 2016 von einer besseren Einstufung bei der Kfz-Haftpflichtversicherung:

  • ca. 65 Prozent: keine Veränderung
  • ca. 20 Prozent: eine Klasse niedriger
  • ca. 15 Prozent: eine Klasse höher

Bei der Teil- und Vollkaskoversicherung gibt es im nächsten Jahr fast keine Veränderungen. Für ungefähr 90 Prozent der KFZ-Halter bleibt alles beim alten




Regionalklassen 2016: So funktioniert die Einstufung


Einfluss auf die Kfz-Haftpflichtversicherung:

  • Anzahl der Schäden im Verhältnis zu den zugelassenen Fahrzeugen im Zulassungsbezirk
  • Die durchschnittliche Höhe der Schäden

Einfluss auf die Kfz-Kaskoversicherungen:

  • Zusätzlich zu Anzahl und Höhe der Schäden, bestimmen bei der Voll- und Teilkaskoversicherung auch Diebstahl, Wildunfälle und Hagelschäden die Einstufung

Hintergrund zur regionalen Einstufung

Anders als die jährliche Neueinteilung in Typenklassen ist die regionale Unterscheidung nur eine Empfehlung seitens des Gesamtverbandes Deutsche Versicherungswirtschaft (GDV). Die jeweiligen Versicherungsgesellschaften können, müssen diesen Empfehlungen aber nicht folgen. In jedem Fall werden die Ergebnisse vom GDV veröffentlicht und sind allen Versicherungsnehmern auch im Hinblick auf mögliche Wechsel zugänglich. Die Veröffentlichung der neuen Regionalklassen und eine damit verbundene potenzielle Neueinstufung seitens der Versicherung erfolgt meist im Januar eines jeden Jahres, Kündigungen bestehender Versicherungsverhältnisse müssen jedoch bis Ende November eingereicht werden. Somit kann man höheren Einstufungen selten vorgreifen. Mitunter lohnt es sich bisweilen, nicht zuletzt aufgrund niedriger persönlicher Schadensklasseneinstufung, nach einer eventuellen Erhöhung der Beiträge alternative Tarife bei derselben Versicherung zu erfragen, die wiederum den Beitrag senken können.

Die Versicherungsunternehmen ihrerseits können anhand der Zahlen prüfen, ob und welche Verträge sie neu gestalten möchten. Manche Unternehmen richten ausschließlich Neuverträge an den aktualisierten Regionalklassendaten aus, andere ändern auch die Beiträge für Bestandskunden. Insgesamt sind die Änderungen selten dramatisch. Der Großteil der Fahrzeugtypen verbleibt in seiner Schadensklasse.