Spezielle Quad/Trike-Versicherung


Es ist schon lange nicht mehr so, dass Kraftfahrzeuge ausschließlich als Nutz- bzw. Gebrauchsfahrzeuge angeschafft werden. Vielen Leuten ist das Thema Fahrspaß besonders wichtig, was insbesondere an der Zahl der Quad-Zulassungen erkenntlich wird: Noch nie zuvor wurden so viele Quads zugelassen.


In Deutschland ist ein regelrechter Quad-Boom ausgebrochen, der mittlerweile schon seit einigen Jahren anhält.Quads (auch: ATV) sind vorrangig als Freizeitfahrzeuge zu betrachten. Autos bieten einen größeren Nutzen, Roller oder Motorräder sind effizienter. Dennoch erfreuen sich diese Fahrzeuge einer großen Beliebtheit. Der Grund ist ganz einfach: Der gebotene Fahrspaß ist hoch. Dasselbe gilt auch für sogenannte Trikes, die halb Motorrad, halb Auto sind: Andere Kraftfahrzeuge mögen zwar praktischer sein, doch der gebotene Fahrspaß jedoch schwer zu toppen.

Quads werden überwiegend zum Zurücklegen kürzerer Strecken sowie bei Offroad-Fahrten eingesetzt. Trikes dienen eher für lange Fahrten, die auf dem Asphalt erfolgen. Wenn die Nutzung im Rahmen des öffentlichen Straßenverkehrs stattfindet, muss natürlich in beiden Fällen ein Versicherungsschutz gewährleistet sein.



Das Angebot an Versicherungen ist unübersichtlich

Wer ein Quad oder Trike versichern möchte, hat es gar nicht so leicht: Das mitunter größte Problem besteht darin, dass die Versicherungsunternehmen diese Fahrzeuge zum Teil ganz unterschiedlich einstufen. Dementsprechend werden auf dem Markt auch sehr unterschiedliche Versicherungslösungen angeboten. Beim Quad ist es beispielsweise so, dass einige Versicherer tatsächlich eine Einstufung als Pkw vornehmen. Andere Versicherer haben für diese Fahrzeugklasse sogar eigene Versicherungen aufgelegt.Beim Trike sieht es im Grunde sehr ähnlich aus. Zwar könnte man meinen, dass eine klassische Kfz-Versicherung abgeschlossen werden muss (aus Sicht des Gesetzgebers werden Trikes als Autos eingestuft), jedoch sieht es in der Praxis ein wenig anders aus. Einige Versicherungsunternehmen handhaben es tatsächlich so, dass Trikes als reguläre Personenkraftwagen versichert werden. Andere Versicherer haben jedoch eigenständige Versicherungslösungen geschaffen. Hieran wird eine Sache deutlich: Wer sich günstig versichern möchte, muss den Markt genau durchleuchten. Nur wenn man mehrere Versicherungsangebote einholt und vergleicht, steht am Ende mit Gewissheit fest, wo ein guter Versicherungsschutz erhältlich ist.


 

Übrigens kann schon allein die Fahrzeugleistung auf die Versicherungswahl einen erheblichen Einfluss nehmen. Im Bereich der Quads finden sich zum Beispiel einige Modelle wieder, die vergleichsweise schwach motorisiert sind. Teilweise übersteigt der Hubraum den Wert von 50 Kubikzentimetern nicht, weshalb sogar eine Zulassung als Moped erfolgen kann. Größer könnte das Spektrum an Möglichkeiten kaum sein.


Trike


Möglichkeiten der Absicherung

Wer eine Versicherung für ein Quad oder Trike abschließen möchte, muss sich auf einen Versicherungsschutz festlegen. Dieser sollte sehr bewusst ausgewählt werden, damit ein ausreichendes Maß an Sicherheit gegeben ist.Welche Möglichkeiten im Einzelfall gegeben sind, hängt stets vom jeweiligen Versicherer ab. Wie bereits erwähnt können teilweise größere Unterschiede bei den Tarifen existieren. Dennoch ist es im Allgemeinen möglich, zwischen den drei typischen Absicherungsarten zu wählen.

Den Anfang macht die Haftpflichtversicherung, die einen grundlegenden Schutz bietet und als Voraussetzung zu betrachten ist, damit eine Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr überhaupt möglich ist. Die Absicherung ist günstig, aber dafür als elementar zu betrachten: Schäden, die am eigenen Fahrzeug entstehen, gelten als nicht abgedeckt. Ausschließlich wenn eine andere Partei Schuld an einem Unfall oder einer Beschädigung trägt, ist mit einer Erstattung der Kosten durch deren Versicherung zu rechnen.

Deutlich mehr Sicherheit bietet die optionale Teilkaskoversicherung. Schäden, die am eigenen Quad oder Trike entstanden und dabei auf Ursachen wie Hagel oder Wildunfälle zurückzuführen sind, gelten als abgedeckt. Ebenso ist der Fahrzeugdiebstahl versichert. Schäden, die am eigenen Fahrzeug auftreten und die man selbst verursacht hat, sind jedoch nicht abgedeckt. Wer einen solchen Schutz wünscht, benötigt eine Vollkaskoversicherung. Ein Vollkaskoschutz bietet das höchste Maß an Sicherheit.

Welche Faktoren die Beitragshöhe beeinflussen

Auf welche Höhe sich der Beitrag für eine Quad- oder Trike-Versicherung beläuft, hängt von mehreren Faktoren ab. Von hoher Bedeutung ist der Fahrzeugwert: Etliche Versicherer arbeiten mit Typklassen, die einen maßgeblichen Einfluss auf die Beitragshöhe nehmen. Dasselbe gilt für die Motorleistung: So gut wie alle Versicherer nehmen eine Berücksichtigung der Motorleistung vor. Je stärker ein Quad oder Trike motorisiert ist, desto höher ist der Versicherungsbeitrag bemessen.Auch der Schadensfreiheitsrabatt, der letztlich über die Schadenfreiheitsklasse bestimmt, beeinflusst die Höhe des Versicherungsbetrags. Diesbezüglich gilt es zu wissen, dass viele Versicherer bei erstmaligem Abschluss einer Versicherung eine Neueinstufung vornehmen. Konkret bedeutet dies, dass die Schadenfreiheitsklasse, die man mit der Pkw-Versicherung erfahren hat, nicht einfach übernehmen kann. Dennoch kann die bisherige Fahrpraxis unter Umständen zumindest im kleineren Rahmen angerechnet werden.


Nur ein Vergleich führt sicher ans Ziel

Aufgrund der Komplexität dieses Themas kann allen Interessenten nur dazu geraten werden, die Suche nach einer passenden Quad-Versicherung oder Trike-Versicherung nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Eine gute Versicherung zeichnet sich dadurch aus, dass sie mit guten Leistungen aufwartet und trotzdem günstig ist. Allerdings lässt sich eine solche Versicherung nur selten auf Anhieb finden. Das Einholen und Vergleichen entsprechender Versicherungen ist daher umso wichtiger. Zögern Sie daher nicht länger und setzen Sie sich mit uns in Verbindung: Wir helfen Ihnen dabei, den optimalen Versicherungsschutz zu finden.


So wurde das Quad populär


quad-sprungIn den letzten Jahren sind vierrädrige Kraftfahrzeuge, die im ersten Moment den Eindruck einer Kreuzung zwischen Auto und Motorrad erwecken, immer mehr zum Teil des deutschen Straßenbildes geworden. Diese sogenannten Quads erfreuen sich gerade als Freizeitvergnügen einer gro­ßen Beliebtheit bei der jungen Generation der Autofahrer und sind als Fun-Mobil immer gefragter. Daneben kommen Quads auch als Sportfahrzeug zum Ein­satz und lassen sich zudem als Arbeitsgerät nutzen. Speziell bei Aufgaben, bei denen es vor allem auf eine ausgeprägte Geländegängigkeit ankommt, finden sie häufig Verwendung.

Die Geschichte dieser Kraftfahrzeuge nahm ihren Anfang in den 1960er Jahren, als für die Bundeswehr ein neues Transportfahrzeug zum Einsatz bei Luft­lan­dungen entwickelt wurde. Dieses Quad legte unter der Bezeichnung Kraft­karren den Grundstein für die heutigen Modelle. Das erste echte Freizeit-Quad war das LT 125 des japanischen Herstellers Suzuki, der vor allem aufgrund des Erfolgs im Motorradbau in Deutschland einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht hat.

Allerdings sollte noch einige Zeit vergehen, bis das Quad als „Breitenmobil“ entdeckt wurde, denn in den ersten Jahren zählte vor allem die Landwirtschaft zu den Abnehmern dieser ungewöhnlichen Fahrzeugklasse. Einen großen Vorteil des Quads bietet die Verwendung als geländefähiges Fahrzeug, das sich aber gleichzeitig auch für einen Einsatz auf asphaltierten Straßen eignet und somit für jeden Outdoor-Fan ein ideales Fortbewegungsmittel darstellt.


Es ergibt sich allerdings an dieser Stelle auch ein Problem bezüglich der Zulassung: Um auf deutschen Straßen fahren zu dürfen, muss ein Quad gewissen Anforderungen genügen. Und hierfür sind einige Umbauten durch den Hersteller nötig, damit einer Straßenzulassung nichts mehr im Wege steht.
Speziell sehr leistungsstarke Fahrzeuge werden in Deutschland als landwirtschaftliche Zugmaschine eingestuft. Einsteigermodelle gelten dagegen eher als VKP (4-rädriges Kraftfahrzeug zur Personenbeförderung) und dürfen nur mit einem Führerschein der Klasse B gefahren werden. Im Rahmen der Versicherung für Kraftfahrzeuge wird ein Quad nicht als Kraftrad abgesichert, sondern gilt hier als Pkw.