Ombudsmann der Autoversicherung

Streitigkeiten im Rahmen der Kfz-Versicherung sind in Deutschland an der Tagesordnung und stellen schon lange keine Besonderheit mehr dar. Dabei geht es hauptsächlich um die unterschiedlichen Meinungen zwischen dem Versicherten und der Versicherungsgesellschaft.

TippNeben der Regulierung von Schäden und Leistungen, die nach Meinung einer Partei den geschlossenen Vertrag nicht erfüllen, können auch andere Gründe einen Streit auslösen, so zum Beispiel die einseitige Änderung der Vertragsbedingungen durch die Versicherungsgesellschaft. In einem solchen Fall denkt natürlich ein großer Teil der Verbraucher als Erstes an eine juristische Auseinandersetzung. Aber es gibt auch noch andere Möglichkeiten, um solchen kostspieligen Verfahren aus dem Weg zu gehen

Die erste Variante liegt natürlich offensichtlich auf der Hand – beide Parteien können ihre Auseinandersetzung beilegen und werden sich einig. Eine weitere Möglichkeit, wie sich der Gang zum Gericht umgehen lässt, ist der Schiedsspruch durch den sogenannten Ombudsmann. Dieser ungewöhnliche Begriff wirkt im ersten Moment ungewohnt und fremd, erfüllt aber im Versicherungswesen eine bedeutende Funktion, denn der Ombudsmann fungiert quasi als Schiedsrichter zwischen beiden Parteien und versucht einen Konsens zu vermitteln. Um einen Schiedsspruch zu erwirken, muss allerdings eine Voraussetzung erfüllt sein: Zuerst ist sicherzustellen, dass der Fall noch keinem Gericht vorliegt. Anschließend kann der Ombudsmann mit der Überprüfung des Sachverhaltes beginnen.

barkauf_autoSolange der Streitwert zwischen dem Versicherten und einem Versicherungsunternehmen unterhalb der Grenze von 5.000 Euro liegt, hat der Schiedsspruch einen verbindlichen Charakter. Sollte die Summe dagegen über diesem Betrag liegen, kann durch den Ombudsmann lediglich eine Empfehlung ausgesprochen werden, welche allerdings keine bindende Wirkung besitzt. Wird im Rahmen der Überprüfung die Sicht der Versicherung bestätigt, so fällt dem Ombudsmann auch die Aufgabe zu, dem Verbraucher zu erklären, auf welcher Grundlage das abschließende Urteil getroffen wurde. Somit obliegt dem Ombudsmann hier nicht nur die schiedsrichterliche Aufgabe, sondern auch eine Beraterfunktion. In jedem Fall sollte diese Möglichkeit als Alternative zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung in Erwägung gezogen werden.

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