Preise der Versicherungen

Vergleich der Versicherungen



Autoversicherung im Vergleich: Beiträge mit Rechner ermitteln


Kfz-Versicherungen sind so komplex wie kaum eine andere Versicherungssparte. Zahlreiche Parameter rund um Fahrzeug und individuelle Merkmale des Fahrzeugshalters, beispielsweise das Alter, bestimmen dabei die Höhe der Prämie. Leistungen sind von verschiedenen Anbietern zu unterschiedlichen Konditionen und Preisen erhältlich. Egal ob Neuwagen oder Gebrauchtwagen – um die individuell beste Versicherungslösung zu finden, ist einiger Aufwand notwendig. Ein unabhängiger Autoversicherungsvergleich hilft, sich im Tarifdschungel zurechtzufinden. Bei uns erfahren Sie, worauf Sie dabei achten sollten und wie Sie möglichst viele Anbieter auf einmal vergleichen können.



KfZ-Vergleich


Tipps für den Autoversicherungsvergleich

Der Verkauf von Kfz-Versicherungen durch Versicherungsvermittler wird immer seltener. Rund 56 Prozent der Versicherungsnehmer haben ihre Autoversicherung 2014 im Internet abgeschlossen. Nach Angaben des Kölner Markt- und Meinungsforschungsinstituts YouGov werden für den Abschluss der Versicherungen auch Seiten von Versicherungsgesellschaften benutzt, mittlerweile nutzen die meisten Verbraucher jedoch Online-Vergleichsrechner. Bei der Verwendung der Rechner gibt es jedoch einiges zu beachten.


Das sollten Sie beachten

Anders als viele vermuten, werden nicht alle Anbieter von Autoversicherungen bei den Vergleichsportalen untersucht. Hintergrund: Die Versicherungsgesellschaften gehen meist eine Partnerschaft mit dem jeweiligen Portal ein. Das Jedes Portal erhält schließlich für jeden neuen Kunden je abgeschlossene Autoversicherung durch Vergleich eineProvision. Keiner der Anbieter listet daher alle Versicherungen und bildet den gesamten Markt ab. Vergleichen Sie die Ergebnisse mehrerer Portale, um möglichst viele Anbieter am Markt “scannen” zu können.

Weiterhin können sich die Anbieter durch die jeweilige Programmierung ihrer Tarifrechner unterscheiden. Da die Tarife so anders bestimmt werden, kann es bei der Eingabe gleicher Daten in unterschiedliche Tarifrechner zu differenzierenden Ergebnissen kommen. Versuchen Sie daher nicht nur verschiedene Portale, sondern auch Portale mit unterschiedlichen Rechnern zu nutzen.

Auf dem Markt tummelt sich mittlerweile eine Vielzahl von gewerblichen Anbietern, die meist für eine Provision durch die Versicherer arbeiten, den Vergleich aber kostenlos und unverbindlich anbieten. Manche Anbieter wie beispielsweise die Allianz sind hier jedoch nicht gelistet, da sie allgemein nicht am Online-Vertrieb teilnehmen oder nicht wollen, dass die Konkurrenz Daten ihrer Neukunden generieren kann. Unabhängige Portale können meist auch diese Unternehmen vergleichen. Aber je nach Tarifrechner heißt dies nicht, dass diese auch zwingend immer die günstigsten Tarife herausfiltern. Wägen Sie die Vor- und Nachteile beider Formen von Vergleichsportalen ab oder nutzen Sie im Idealfall eine Kombination aus beidem.

Achten Sie auch auf die Nutzerfreundlichkeit der Portale. Aufgrund der Komplexität der Autoversicherung ist die Angabe relevanter Daten mit Bezug zur Prämie wichtig. Werden dagegen zu umfangreich persönliche Daten abgefragt, sollten Sie vorsichtig sein.

Bei der Produktauswahl zählen nicht nur die Kosten. Auch die Leistungen müssen für ihr Fahrzeug und die persönlichen Umstände ausreichend und angemessen sein. Zu den besonderen Leistungen der Kfz-Haftpflicht kann beispielsweise die Mallorca-Police zählen.


Beispielrechnung

Ort: Kiel
Fahrzeug: Citroen C4 VTi 120 Limousine (88 kW), Baujahr: 2010-2014, 3001/Akt
Neuwert: 18.000 Euro
Erstzulassung: 12.12.2014
jährliche Fahrleistung: 10.000 km
Geburtsdatum des Fahrers: 30.07.1985 (Alter: 30 Jahre)
Datum des Führerscheinerwerbs: 14.18.2003
Beruf: Angestellter
Versicherungsschutz: Haftpflicht und Vollkasko (SB: 300 Euro VK, 150 Euro TK)
Schadenfreiheits-Klasse: 10
Stellplatz: Parkplatz

Vergleichsportal Günstigster Tarif
Verivox 357,07 EUR - EUROPA go Basis Sorglos-Kasko
Check24371,20 EUR - Direct line Klassik
Nafi-Auto394,40 EUR - Direct line Basis mit Kasko clever

Stand: Herbst 2015


Infografiken zum KfZ-Versicherungsvergleich



Ausfüllhilfe: Tarifelemente und Ihr Einfluss auf den Beitrag


TarifelementPrämieVorteilNachteilGeeignet für...
Rabattschutz+ 25 ProzentBei einem Unfall wird der Kunde nicht hochgestuft und behält seinen SchadenfreiheitsrabattBei einem Wechsel wird der Kunde in die Schadenfreiheitsklasse eingestuft, die er ohne Rabattschutz hätte.Je nachdem, wie sehr aus Sicht des Kunden der Vorteil der Nachteil überwiegt.
Werkstattbindung- 15 ProzentKosteneinsparungWerkstatt wird nach einem Kaskoschaden ausschließlich vom Versicherer bestimmt. Meist werden freie Werkstätten ohne Markenbindung gewählt.Kunden, die Gebrauchtwagen fahren. Nicht geeignet für Neuwagenbesitzer oder Leasingnehmer.
Stellplatz- 11 ProzentKosteneinsparungMaximale Ersparnis nur bei einer Garage mit Eigenheim und Gebäudeversicherung. Für eine Garage ohne Haus nur bis zu 5 Prozent.Neuwagenbesitzer
Fahrleistung+ 91 Prozent (31.000 Kilometer)Kunden, die nur wenige Kilometer im Jahr fahren, können sparen.Ab 15.000 Kilometer pro Jahr kann es bereits bis zu 26 Prozent teurer werden.
Fahrerkreis+ 100 ProzentWer sein Fahrzeug alleine fährt, kann Geld sparen. Auch bei Partnern gibt es nur selten Aufpreis.Wer dagegen seine Kinder zum Fahrerkreis zählt, zahlt bis zu 100 Prozent mehr.
Fahrzeughalter+ 30 ProzentIst der Versicherungsnehmer alleiniger Fahrzeughalter, bleibt der Preis gleich.Kommt eine andere Person hinzu, kann es bis zu 30 Prozent teurer werden.

Quelle: Finanztest, 11/2013

Kfz Statistik


Zahlen und Fakten

Kfz-Versicherung in Deutschland

  • Rund 8 – 10 Millionen Deutsche tragen sich Ende 2014 mit dem Gedanken, die Versicherung zu wechseln.
  • 2,18 Millionen Deutsche haben 2014 ihre Kfz-Versicherung gewechselt.
  • 56 Prozent der Vertragsabschlüsse haben 2014 Online stattgefunden.
  • Allianz und HUK-Coburg konnten die meisten Neuabschlüsse im letzten Jahr auf ihrem Konto verbuchen.
  • Laut „Marktstudie zur Preissituation im deutschen Kfz-Versicherungsmarkt“ beträgt die Differenz zwischen dem jeweils teuersten und günstigsten Tarif durchschnittlich 1.231 Euro.
  • 68 Prozent der Online-Autoversicherungsvergleiche laufen über Check24. Verivox verbucht 33 und Financescout24 12 Prozent (Ende 2014).
  • 41 Prozent kündigten 2014 den Vertrag bei Direktanbietern, bei den Außendienstversicherern sank die Anzahl der Kündigungen von 64 auf 47 Prozent.
  • 5 Prozent beträgt die durchschnittliche Preissteigerung der Kfz-Tarife von 2013 zu 2014.

Warum es lohnt, jährlich die Kfz-Versicherung zu vergleichen

Der Kfz-Markt ist ein Massenmarkt: Insgesamt gibt es 110,2 Millionen Autoversicherungsverträge (Stand 2014 laut Statista). Davon sind 61 Millionen Verträge als Haftpflichtpflichtversicherung und 45,6 Millionen als Kaskoversicherungen abgeschlossen. Um die Gunst der Kunden buhlen rund 100 Versicherungen. Die Folge ist ein sehr intensiver Preiskampf, der jedes Jahr stärker ausgefochten wird und von dem der Endverbraucher profitiert. Vor allem in den letzten Jahren verschärfte sich der Wettbewerb durch den vermehrten Abschluss übers Internet mit vorherigem Online-Preisvergleich und durch Direktversicherungen.



Versteckte Beitragserhöhung
in der Rechnung finden

Achten Sie in Ihrer Beitragsrechnung auf den “Vergleichsbeitrag”. Das ist der Betrag, den Sie hätten zahlen müssen, wenn die neue SF-Klasse schon im Vorjahr gültig gewesen wäre. Liegt dieser unter dem zu zahlenden neuen Beitrag für das kommende Jahr, hat Ihre Versicherung eine versteckte Preiserhöhung vorgenommen!


Beiträge

Gut zu wissen vor dem Abschluss: Die wichtigsten Beitragsfaktoren

Es gibt rund 50 brancheneinheitliche Einzelfaktoren, nach denen die Versicherungen die Preise für die Kfz-Tarife kalkulieren. Allerdings kann die Gewichtung der einzelnen Faktoren von Versicherung zu Versicherung unterschiedlich ausfallen.


Hier die wichtigsten Merkmale:

  • Zu versicherndes Fahrzeug: Autos werden in sogenannte Typklassen eingeteilt. Demnach sind Fahrer bestimmter Fahrzeuge häufiger an Schäden und Unfällen beteiligt und die Reparatur teurer als bei anderen Autos. Dementsprechend wirkt sich der Autotyp beitragsmindernd oder beitragssteigernd aus.

  • Zulassungsbezirk: Wie bei den Fahrzeugen gibt es eine Einteilung der Regionen in bestimmte statistische Risikoklassen. In Großstädten zugelassene Autos sind meist teurer zu versichern als in ländlichen Regionen.

  • Unfallfreie Jahre des Versicherungsnehmers: Je länger Sie bereits unfallfrei unterwegs sind, desto günstiger wird Ihre Versicherung. Die Einteilung in die Schadensfreiheitsklasse erfolgt jedes Jahr.

  • Alter und Beruf des Versicherungsnehmers: Ältere Menschen fahren umsichtiger und vorsichtiger als junge Menschen oder Fahranfänger, zumindest statistisch gesehen. Auch bestimmte Berufsgruppen fahren insgesamt vorsichtiger und verursachen weniger Unfälle.

  • Jährliche Fahrleistung: Je mehr Sie fahren, desto teurer wird die Versicherung, da statistisch mehr passieren kann.

  • Versicherungsleistungen: Tarife mit umfangreichen Leistungen kosten mehr als Kompakt- oder Standardtarife.

  • Anspruch auf Rabatte: Einige Versicherungen gewähren Rabatte, darunter bei selbst genutztem Wohneigentum, bei Kindern, bei Besitz einer Jahreskarte für den ÖVNP, bei Mitgliedschaft im Automobilclub (z.b. ADAC)

Vergleichen und Sparen


Autoversicherung vergleichen auch sinnvoll, wenn Ihr Beitrag von allein sinkt

Es klingt paradox, aber ein Preisvergleich lohnt auch, wenn die Versicherung für das kommende Jahr einen niedrigeren Jahresbeitrag mitteilt. Dies kann passieren, wenn die Versicherung keinen Schaden oder Unfall für Sie regulieren musste, Sie also keine Leistungen in Anspruch genommen haben. Zur Belohnung werden Sie automatisch in eine günstigere Schadensfreiheitsklasse gestuft, was sich beitragsmindernd auswirkt.

Aber: Gleichzeitig kann die Versicherung den Grundbeitrag anheben. Wenn Sie mit der neuen SF-Klasse zu einem Versicherer mit günstigerem Grundbeitrag wechseln, sparen Sie bares Geld – bei möglicherweise gleichen Leistungen.


Ein Rechenbeispiel für die Haftpflichtversicherung

 Bisheriger BeitragVerteuerung durch gestiegenen GrundbeitragErsparnis durch neue SF KlasseNeuer Beitrag
Alte Versicherung550 Euro+ 30 Euro- 100 Euro480 Euro
Neue Versicherung0 Euro- 100 Euro450 Euro

Vergleichen lohnt sich besonders für Rentner

Nicht selten bekommen besonders Personen im gehobenen Alter zu spüren, dass sie für ihre Lebenserfahrung draufzahlen müssen. Ab dem 70. Lebensjahr verlangen manche Versicherungsanbieter bis zu 20 Prozent mehr und das obwohl laut Kraftfahrt-Bundesamt, rund 13 Millionen Rentner über 65 Jahre, einen Führerschein besitzen. Ab einer Schadenfreiheitsklasse von 35 garantieren die Versicherungen auch keine weiteren Rabatte. Zwar werden die Seh- und Reaktionsfähigkeit mit dem Alter zunehmend schlechter, sind Rentner laut Statistik doch weniger in Unfällen verwickelt als jüngere Altersgruppen, die im Pkw unterwegs sind. Also lohnt sich besonders hier ein zusätzlicher Blick beim Vergleich der verschiedenen Anbieter.


Machen Sie jedes Jahr aufs Neue einen Preisvergleich. Die Beiträge ändern sich so stark, dass Sie mit einem günstigeren Tarif leicht 100 Euro und mehr im Jahr sparen können, auch wenn Sie bisher günstig versichert waren.”


Prof. Dr. Thomas Köhne, Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin


Wie Sie Ihr Auto richtig versichern


Das Auto hat in Deutschland einen hohen Stellenwert. Dramatisch ist daher ein Schadensfall. Mit einer geeigneten Versicherung lässt sich zumindest der finanzielle Schaden abmildern.


In Deutschland gibt es nicht die Kfz-Versicherung schlechthin, sondern eine große Palette unterschiedlicher Versicherungsmaßnahmen, die den Schadensfall am eigenen oder fremden geschädigten Auto oder Personen abdeckt. Herauszuheben ist dabei die Kfz-Haftpflichtversicherung, die dabei als einzige verpflichtend vorgegeben ist. Alle anderen Versicherungen sind freiwillig, sollten jedoch in Betracht gezogen werden, um einen optimalen Versicherungsschutz zu erlangen.


Vergleichsportale auf dem Vormarsch

Laut einer PwC-Studie wird die Bedeutung von Vergleichsportalen auf dem deutschen Versicherungsmarkt immer weiter ansteigen. 92 Prozent aller Befragten der Studie waren sich einig, dass die Portale den Versicherungsmarkt in naher Zukunft verändern werden. Für den Verbraucher stellen Wechselvergleichsportale eine bequeme, schnelle und nicht mehr wegzudenkende Möglichkeit dar, zwischen den unzähligen Tarifen den passenden und günstigsten Tarif zu finden. So sind Einsparungen von über 100 Euro keine Seltenheit mehr. Auch ein Blick zu unseren Britischen Freunden zeigt, dass der Markt für Vergleichsportale immer weiter wächst. Während hierzulande lediglich sechs Prozent aller Verträge über die Portale abgeschlossen werden, können dort schon über 30 Prozent verbucht werden.


Verschiedene Versicherungsarten rund um das Auto

In Deutschland hat der Gesetzgeber den Abschluss einer Haftpflichtversicherung für jedes angemeldete Kraftfahrzeug durch den Fahrzeughalter vorgeschrieben. Damit sollen die Schäden Dritter abgesichert werden, die durch das Führen des Fahrzeuges entstehen können. Damit haftet im Schadensfall nicht nur der eigentliche Fahrzeugführer, sondern auch der Halter. Wird ein Fahrzeug rein gewerblich genutzt, empfiehlt sich für den Halter (in diesem Fall dem Unternehmer) übrigens eine Kfz-Haftpflicht im Rahmen einer Gewerbeversicherung. Über die Kaskoversicherungen kann darüber hinaus der finanzielle Schaden am eigenen Auto abgesichert werden. Dies geschieht jedoch auf freiwilliger Basis und ist nicht durch den Gesetzgeber vorgeschrieben.




Preis entscheidet in der Kfz-Haftpflicht

In den Kaskoversicherungen ist es sehr sinnvoll das Preis-Leistungsverhältnis zu vergleichen, da bei den günstigen Tarifen oft Leistungslücken vorherrschen. So zahlen günstige Versicherer bei Eigenverschulden oft nicht 100 Prozent. Anders in der Haftpflicht: Hier sind die Leistungen sehr einheitlich, abgesehen von der inbegriffenen Mallorca-Police. Daher entscheidet bei der Kfz-Haftpflichtversicherung in vielen Fällen nur der Preis.

Beitrag


1. Preis


2. Tarifleistungen


3. Beratung und Service


4. Ruf des Versicherungsunternehmens


5. Markenbekanntheit der Versicherung

Immer häufiger Abschlüsse über Online-Vergleichsrechner

Ein Vergleich der Autoversicherungen wird immer wichtiger und immer häufiger von deutschen Autofahrern als Abschlussmöglichkeit des Tarifs genutzt. Grund ist, dass in Internetrechnern neue und niedrigere Preiserwartungen entstehen. Außerdem rücken mehr Versicherungsgesellschaften ins Blickfeld des Suchenden.


Spartipps – wie Sie Ihren Beitrag niedrig halten


Neukunden zahlen oft weniger als Bestandskunden. Lassen Sie daher Ihren Tarif für Neukunden berechnen. Entscheiden Sie sich anschließend für einen Wechsel, sollten Sie aber überprüfen, ob die Leistungen voneinander abweichen.

Versuchen Sie Ihre jährliche Fahrleistung so genau wie möglich anzugeben. Setzen Sie sie zu übervorsichtig an und sie wird nicht erreicht, erhalten Sie keine Erstattung von Ihrem Versicherer zurück. Wird Sie dagegen überschritten, können Sie dies jederzeit nachmelden.

Familien, die häufig mit ihren Kindern im Auto unterwegs sind, fahren statistisch gesehen vorsichtiger. Versicherungen behandeln dies meist mit günstigeren Beiträgen und bieten Rabatte für Familien an. Sind Sie erstmals Mutter oder Vater geworden, empfiehlt sich daher eine Neukalkulation des Tarifs.

Die Kosten einer Kaskoversicherung lassen sich effektiv mit einer Selbstbeteiligung, oder auch Selbstbehalt genannt, nach unten drücken. Viele Versicherer sind dabei flexibel und bieten in ihren Tarifen mehrere Wahloptionen bezüglich der Selbstbeteiligung an. Die Versicherten müssen im Schadensfall dann die entsprechend gewählte Summe, z.B. 150, 300 oder 500 Euro, selber tragen, die monatlichen Beiträge reduzieren sich jedoch drastisch. Die Beträge sollten bei Unfällen aber ohne finanzielle Engpässe aufgebracht werden können.

Mitunter empfiehlt es sich kleinere Schäden selbst zu begleichen und damit den Schadenfreiheitsrabatt zu erhalten. Bei der Abwägung kann Ihnen in der Regel auch Ihr Anbieter helfen.


Leistungen: Das zahlen Autoversicherungen im Schadensfall


HaftpflichtversicherungTeilkaskoversicherungVollkaskoversicherung
Schäden, die Dritte erleiden: z.B.:
• Personenschäden: Kosten zur Heilung,
Invalidenrenten
• Sachschäden: Reparaturkosten an
Fahrzeugen und Objekten (z.B. Leitplanken)
• Vermögensschäden

immaterielle Schäden: z.B.
• Schmerzensgeld
Schäden am eigenen Kfz durch:
• Brand oder Explosion
• Diebstahl inklusive Einbruch und Raub
• unmittelbare Einwirkungen von Wetter
Wildunfälle
• Glasbruchschäden
• Marderschäden ohne Folgen
• Schmorbrandschäden
Schäden am eigenen Kfz durch:
Vandalismus: Mutwillige Beschädigung
des Fahrzeugs durch Fremde

Unfallschäden auch bei
Selbstverschuldung (Ausnahmen:
Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit)




Finanztest: Das Preisniveau 2015

Der Stiftung Warentest Ableger Finanztest hat in seiner Novemberausgabe 2014 152 Tarifangebote von 71 Versicherern genauer unter die Lupe genommen. Bewertet wurde das Beitragsniveau von Kunden in den Altersklassen von 20, 40 und 70 Jahren. Das Ergebnis: Im Jahr 2015 lohnt es sich besonders beim vergleichen einen Blick mehr zu riskieren. Während ein 52-jähriger Kfz-Halter für den günstigsten Tarif mit Fahrerunfallversicherung 533 Euro zahlen würde, wären es beim teuersten Tarif satte 1400 Euro. Ein Aufschlag von 867 Euro. Beide Tarife enthalten eine Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung. Finanztest empfiehlt auch nicht sofort nach dem günstigsten Tarif zu suchen und sich dafür zu entscheiden. Zuerst sollte klar sein, was im Leistungspaket enthalten sein soll. Das Preisniveau ist nicht alles, auch der Versicherungsumfang muss zu den eigenen Bedürfnissen passen.

Tipp: In jedem Fall lohnt es sich die Kosten genau zu vergleichen. Denn die Spannen zwischen den günstigsten und teuersten Tarifen bleiben enorm. Außerdem sollte die Jahresbeitragsrechnung genau gelesen werden. Nicht selten erhöhen Versicherer im Folgejahr die Preise, so dass ab Zugang der Rechnung ein außerordentliches Kündigungsrecht für einen Monat besteht. Besonders günstig ist dieser Fall, wenn die Kündigungsfrist zum 30. November des Kalenderjahres verpasst wurde und der Wunsch eines Wechsels besteht.


Kalender


Die häufigsten Fragen zur Autoversicherung


Nein. Die Versicherungsverträge sind klar an Fahrzeuge gebunden. Für jedes zugelassene Auto schreibt der Gesetzgeber eine individuelle Police zur Haftpflichtversicherung vor. Häufig sind bei den Versicherungsanbietern jedoch günstigere Zweitwagentarife zu finden.

Wer ein Fahrzeug ohne Versicherungsschutz im Straßenverkehr führt, begeht eine Straftat. Geschieht dies fahrlässig, wartet im schlimmsten Fall eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten, bei Vorsatz sogar bis zu einem Jahr.

Dies bedeutet, dass man im Fall eines von der Kaskoversicherung abgedeckten Schadens zu einer Vertragswerkstatt des Versicherers gehen muss, um diesen reparieren zu lassen. Geschieht dies nicht, erfolgt keine Schadensregulierung.

Nicht prinzipiell. Abhängig ist dies von der Regionalklasse, also der durchschnittlichen Unfallhäufigkeit in der Region, in der Sie das Auto versichern. Wer in ein Gebiet mit einer höheren Regionalklasse umzieht, zahlt dementsprechend mehr.

Experten raten allgemein zu einem Abschluss zumindest einer Teilkaskoversicherung. Wer nur eine Kfz-Haftpflichtversicherung abschließt, muss sich im Klaren darüber sein, Schäden im Zweifelsfall alleine zu tragen, auch wenn er selber keine Schuld daran trägt, so z.B. bei Steinschlagschäden. Der Abschluss einer Vollkaskoversicherung sollte jedoch von jedem Versicherten individuell überdacht werden. Vor allem für Neuwagen und Autos mit hohen Listenpreisen ist eine Vollkasko in jedem Fall zu empfehlen. In anderen Fällen hängt die Entscheidung vom Bedarf sowie dem individuellen Budget des Versicherten ab.

Prinzipiell handelt es sich dabei um verschiedene Verträge, die unterschiedliche Schäden abdecken und somit auch separat abzuschließen sind. Das bedeutet, dass grundsätzlich eine Vollkasko auch ohne die Teilkasko abgeschlossen werden kann. Die Versicherer sind jedoch dazu übergegangen, beide Kaskoversicherungen als Kombivertrag anzubieten. Häufig wird diese Kombination der beiden ehemals separaten Versicherungen ebenfalls als „Vollkaskoversicherung“ bezeichnet.

Ja, denn in der Vollkaskoversicherung gibt es einen Schadenfreiheitsrabatt, in der Teilkaskoversicherung jedoch nicht. Wer jahrelang unfallfrei unterwegs ist und dann eine kombinierte Kaskoversicherung abschließt, bei der der Schadenfreiheitsrabatt der Vollkaskoversicherung auch auf die Teilkaskoversicherung angewendet wird, kann für die Kombiversicherung günstigere Beiträge haben als für eine separate Teilkaskoversicherung.

Checkliste für eine gute Kfz-Versicherung

1

Ausreichende Deckung vereinbaren

Der Gesetzgeber schreibt in der Kfz-Haftpflicht bestimmte Mindestdeckungssummen vor. Sie liegen bei Personenschäden bei bis zu 7,5 Millionen Euro, bei Sachschäden bei bis zu 1,12 Millionen Euro und bei Vermögensschäden bei bis zu 50.000 Euro. Solche Summen können schnell zusammenkommen, wenn es um Schmerzensgeld oder lebenslange Rentenzahlungen geht. Vereinbaren Sie daher eine pauschale Deckungssumme von mindestens 100 Millionen Euro, um auf Nummer sicher zu gehen.
2

Neupreisentschädigung

Neuwagenbesitzer sollten darauf achten, dass der Versicherer ihnen bei einem Totalschaden oder einem Diebstahl eine Neupreisentschädigung gewährt. In diesem Fall bekommen Sie in der Regel zwei Jahre lang nicht nur den jeweiligen Zeitwert ersetzt, sondern den Neupreis bzw. den höheren Listenpreis des Fahrzeugs.
3

Schäden durch Wildtiere

Sichern Sie durch Marderbisse verursachte Schäden in der Teilkaskoversicherung ab. Tipp: Wichtig ist auch der Einschluss von Folgeschäden, wie beispielsweise ein Motorschaden. Hier können die Kosten ansonsten schnell fünfstellig werden. Bei Zusammenstößen mit Wildtieren ist darauf zu achten, dass der Schutz nicht nur Haarwild, sondern “Tiere aller Art” einschließt.
4

Schutz im Ausland

Wer gerne und viel mit dem Auto reist, sollte auf einen umfassenden Versicherungsschutz auch im Ausland achten. Denn je nach Land unterscheiden sich die Deckungsummen und so kann es sein, dass nicht alle Kosten durch die Police des Unfallgegners abgedeckt sind.
5

Grobe Fahrlässigkeit

Positiv ist außerdem der sogenannte “Verzicht auf die Einrede bei grober Fahrlässigkeit”. Denn allzu schnell kann sich eine solche Situation ereignen. So spricht man beispielsweise von grober Fahrlässigkeit, wenn der Wagen vermeidbare Defekte wie abgefahrene Reifen hat und es zu einem Unfall kommt. Gleiches gilt für Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung oder zu dichtes Auffahren. Mit einer solchen Vereinbarung sind lediglich extreme Fälle grober Fahrlässigkeit wie Fahren unter Alkoholeinfluss oder illegales Fahren ausgeschlossen.


Das bedeutet der „Verzicht auf die Einrede bei grober Fahrlässigkeit“


Ein kleiner Satz im Versicherungsvertrag kann eine große Wirkung haben, falls es zu einem Schadensfall kommt. Er befindet sich häufig im Kleingedruckten und lautet: „Wir verzichten auf den Einwand der grob fahr­lässigen Herbeiführung des Schadens.“ Diese Klausel führt dazu, dass die Versicherung eine Entschädigung nicht ablehnen kann, falls der oder die Versicherte einen Unfall grob fahrlässig herbeigeführt hat. Sollte diese Klausel nicht im Vertrag stehen, dann kann die Autoversicherung bei grob fahrlässigem Handeln ihre Leistung kürzen und muss nur anteilig zahlen. Vor 2009 konnten Versicherungen die Zahlung sogar komplett verweigern.

Insbesondere in alten Versicherungsverträgen fehlt die Klausel. Bei heutigen Versicherungen ist sie in der Regel Standard. Fehlt die Klausel in Ihrem Versicherungsvertrag, dann sollten Sie diese Leistung nachträglich in den Vertrag aufnehmen lassen, da Ihre Versicherung sonst in einigen Fällen die Zahlung verweigert. Allerdings gibt es auch einige Ausnahmen, in denen die Versicherung trotz Verzicht auf Einwand der groben Fahrlässigkeit, Leistungen kürzen kann, wenn der Versicherungsnehmer grob fahrlässig gehandelt hat. Dies ist etwa dann der Fall, wenn der Versicherte unter Alkoholeinfluss Auto gefahren ist und dann einen Unfall verursacht. Auch bei Diebstahl kann es zu Kürzungen kommen, wenn etwa der Autoschlüssel offen einsehbar im Fahrzeug lag oder in einem unverschlossenem Spind in einer Umkleidekabine aufbewahrt wurde.



Checklisten

  • Überflüssige Versicherungen
  • Irrtümer Kfz
  • Kfz Haftpflicht
  • Autounfall Rechte
  • Schadenregulierung
  • Slider Fahranfänger

Nachhaftung in der Haftpflicht

In Deutschland ist jeder Haftpflichtversicherer verpflichtet, auch nach Beendigung des Versicherungsvertrages bis zu einem Monat darüber hinaus im gesetzlichen Rahmen für Schäden zu haften. Diese Nachhaftung ergibt sich aus § 3 PflVG und § 117 VVG.


Mitversicherte Personen

Im Rahmen der Kraftfahrzeugversicherung sind folgende Personen versichert:

  • der Versicherungsnehmer
  • der Halter des Fahrzeuges
  • der Eigentümer
  • der Fahrer.

Darüber hinaus sind beruflich bedingte Beifahrer, Omnibusschaffner und der Arbeitgeber des Versicherungsnehmers bei Dienstfahrten in die Versicherung eingeschlossen.



Unisex-Tarife & Zuschläge für Senioren

Seit dem 21.12.2012 darf es auch in der Kfz-Versicherung keine geschlechterspezifische Beitragsberechnung mehr geben. Alle Versicherer haben im Zuge der Überarbeitung der Rabattstaffelung ihre Tarife deshalb auf Unisex umgestellt.

Auf kräftig steigende Beiträge müssen sich seither ältere Fahrer gefasst machen. Nach Daten der Unfallforschung der Versicherer sind Personen über 75 häufiger als Personen zwischen 18 und 24 Jahren in Unfälle mit Verletzten und Toten verwickelt. So liegen die Beiträge eines 85-Jährigen im Vergleich zu einem 65-Jährigen um bis zu 100 Prozent höher. Senioren können dennoch weiter profitieren. Wer unfallfrei unterwegs ist, zahlt dank der Rabattstaffelung häufig nur 20 Prozent des Grundbeitrages. Teuer wird es dann bei einem Unfall durch den Verlust des Rabattes und den Alterszuschlag. Ebenso werden die älteren Fahrer nicht bei allen Versicherern gleichermaßen zur Kasse gebeten. Ein Vergleich unterschiedlicher Tarife ist hier sinnvoll.


Tipps


Die Vielzahl verschiedener Nachlässe und Rabatte, wie beispielsweise Garagen-, Lady- und Wenigfahrer-Nachlässe, sind seit einiger Zeit um einen weiteren ergänzt worden. Einige Versicherer bieten für Berufsgruppen spezielle günstigere Tarife bzw. Nachlässe an. Diese Berufsgruppen-Rabatte berücksichtigen nicht wie bisher nur Angestellte des öffentlichen Dienstes, sondern z.B. auch Steuerberater, Kesselflicker, Polsterer, Bankangestellte, Ingenieure und viele andere.

Die Firma Carglass bietet in Zusammenarbeit mit einigen Versicherern einen speziellen Service an. Bei Schäden an der Windschutzscheibe versucht sie, die Scheibe zu reparieren und nicht sofort komplett auszuwechseln. Der Vorteil für Sie besteht darin, dass die Versicherer als Anreiz bei der Schadensregulierung auf die Selbstbeteiligung, die Sie in ihrem Vertrag vereinbart haben, verzichten. Diese Vorgehensweise ist für die Versicherer im Endeffekt günstiger als eine neue Scheibe bezahlen zu müssen.

Seit einiger Zeit bieten die Versicherer die so genannte „Haftpflicht Plus“-Versicherung an. Diese Versicherungsart beinhaltet neben der normalen Kfz-Haftpflichtversicherung einen Schutzbrief. Eine preiswerte Alternative für alle, die noch keine Schutzbriefversicherung für ihr Fahrzeug besitzen. Das Service-Angebot wurde von den Versicherern dabei recht unterschiedlich ausgestaltet.


Vertragsunterbrechung: Kurze Auszeit von der Versicherung

Auto versichern.

Wer ein Auto vorübergehend stilllegen will, fragt sich, wie sich eine Unterbrechung des Vertrages im Laufe der Zeit auswirkt und ob hiervon die Schadensfreiheitsrabatte betroffen wären.

Faustregel

Generell gilt hier, dass bei einer längeren Ruhezeit der Versicherung der Inhaber des Vertrags mit größeren Nachteilen rechnen muss, falls er diese wieder in Anspruch nehmen will. Bis zu einem Zeitraum von unter sechs Monaten gehen die meisten Versicherungen von keiner Vertragsunterbrechung aus, das Mitglied kann ohne Weiteres an die alten Bedingungen anknüpfen.

Zwischen sechs Monaten und einem Jahr wird der Schadensfreiheitsrabatt stillgelegt, ohne das Rabattpunkte hierbei verloren gehen. Ab einem Zeitraum von mehr als einem Jahr unterscheidet sich das Vorgehen der einzelnen Versicherungsgesellschaften. Einige der Unternehmen gewähren hier eine Frist von drei Jahren, bevor die Rabatte zurückgestuft werden. Andere Versicherer gehen allerdings noch weiter und dehnen die Frist auf mehr als sieben Jahre aus. Danach gehen in der Regel die einmal erfahrenen Schadensfreiheitsrabatte verloren.



Bagatellschäden

Solange die Beschädigungen einen bestimmten Wert nicht überschreiten, spricht man hier von einem Bagatellschaden. Im Allgemeinen liegt die Grenze bei etwa 700 Euro. Dass ein großer Teil der Unfälle in diese Kategorie fallen, ist dabei sicher nicht ungewöhnlich. Allerdings verstecken sich auch hinter einem Bagatellschaden so manche Tücken und er kann teurer werden als gedacht. Aus diesem Grund sollte man einige Regeln beachtet, damit am Ende nicht eine Mücke zum Elefanten wird.
Als Erstes gilt auch hier, dass es nicht ohne eine ordentliche Unfallmeldung geht. Neben den Personalien der Beteiligten an einem Unfall gehören hierzu auf jeden Fall der Fahrzeugtyp sowie die Kennzeichen der einzelnen Pkws. Daneben sollte immer eine kurze Beschreibung des Hergangs und der Schäden vorgenommen werden. Eine ergänzende Skizze ist natürlich noch besser.


Auf keinen Fall sollte man an dieser Stelle die Schuld für den Unfall anerkennen, sondern immer eine möglichst neutrale Haltung bewahren. Wer ganz sicher gehen will, sollte die Polizei zur Unfallstelle rufen und alles protokollieren lassen. Besondere Schwierigkeiten ergeben sich natürlich dann, wenn etwa beim Einparken ein fremdes Fahrzeug touchiert wird, aber der Halter nicht in der Nähe ist. Ein einfacher Zettel unter der Windschutzscheibe riskiert hier den Führerschein.

Erst nach einer angemessenen Wartezeit darf man den Unfallort verlassen, muss aber innerhalb der nächsten Stunden die Versicherung und Polizei über das Geschehen informieren. Was die Regulierung des Schadens betrifft, muss bei einer Bagatelle kein Gutachter hinzugezogen werden, denn die Erstattung der Kosten für das Gutachten kann die gegnerische Versicherung verweigern. Der Kostenvoranschlag einer Kfz-Werkstatt reicht in der Regel im Fall eines Bagatellschadens aus. Der Rat eines Sachverständigen ist aber dann nützlich, wenn mit verdeckten Schäden am Fahrzeug zu rechnen ist.



Wissen zur Autoversicherung kompakt


Die Ablehnungsfrist in der Kfz-Haftpflichtversicherung ergibt sich aus dem Pflichtversicherungsgesetz, in dem die weiteren Einzelheiten zu dieser Form der Haftpflichtversicherung genauer geregelt werden. Im Normalfall wird den Versicherungsgesellschaften ein Zeitrahmen von vier Wochen eingeräumt, um über die Annahme oder Ablehnung eines Antragstellers zu entscheiden. Im Fall der Kfz-Haftpflichtversicherung gelten allerdings andere Regeln wie im § 5 Absatz 3 Pflichtversicherungsgesetz (PflVG) nachgelesen werden kann. Hier begrenzt der Gesetzgeber die Ablehnungsfrist auf lediglich zwei Wochen. Innerhalb dieses Zeitraums muss der Versicherer entschieden haben, ob dem Antrag auf Aufnahme in die Haftpflichtversicherung stattgegeben wird oder ein Ablehnungsbescheid ergeht.

Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben zur Kfz-Haftpflichtversicherung ist unter anderem auch die Höhe der Deckungssummen genau umrissen. Die sogenannte Mindestdeckung wird anhand der verschiedenen Schadensfälle unterschieden, von denen etwaige Personenschäden die größte finanzielle Aufmerksamkeit verdienen. Hier schreibt der Gesetzgeber eine Deckungssumme in Höhe von 7,5 Millionen Euro vor. Sachschäden sind dagegen nur mit einem Betrag von maximal einer Million Euro versichert. Weit abgeschlagen folgen andere Vermögensschäden, die nur im Rahmen von 50.000 Euro durch die Kfz-Versicherung abgedeckt sind.

Was geschieht aber in dem Fall, dass die Schadenersatzansprüche die Mindestdeckung der Haftpflicht nach einem Unfall übersteigen? Hier muss der Versicherte wohl oder übel die Differenz zwischen der Schadenssumme und dem Betrag aus der Versicherung selbst tragen. Gerade bei einem Personenschaden, der sich auf mehrere Millionen Euro beläuft, wird dies schnell teuer, und in einigen Fällen ist es sogar unmöglich, dies aus eigener Tasche zu zahlen. Hier hilft die Erhöhung der Mindestdeckung weiter. Viele Versicherungsgesellschaften erweitern die Deckungssummen gegen die Zahlung einer kleinen Gebühr. Die erweiterte Deckung kann so zum Beispiel auf 100 Millionen Euro ausgedehnt werden.

Auf diese Art und Weise kann sich jeder Fahrzeughalter in ausreichendem Umfang gegen die Gefahren des Straßenverkehrs absichern und genießt den hohen Sicherheitsfaktor einer optimalen Deckungssumme in der Kfz-Versicherung. Die Beiträge für die erweiterte Deckung weichen nur geringfügig von denen einer einfachen Kfz-Haftpflicht mit Mindestdeckung ab.

Die elektronische Schadensmeldung soll Versicherungsnehmern die Möglichkeit einräumen, ihre Schäden dem Versicherer auch auf elektronischem Wege bzw. über das Internet mitzuteilen. Dazu gilt es lediglich die entsprechende Unterseite auf der Website des Versicherers aufzurufen und dort die jeweiligen Formulare auszufüllen. Anschließend gilt es die Meldung noch abzusenden.

Gleich an dieser Stelle soll angemerkt werden, dass die elektronische Schadensmeldung noch in den Kinderschuhen steckt: Längst nicht alle Versicherer bieten ihren Kunden diesen Service an. Zugleich stellt sich in manchen Fällen auch die Frage, ob es überhaupt als empfehlenswert gilt, eine Schadensmeldung auf diesem Weg abzusetzen.

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Bei der elektronischen Versicherungsbestätigung handelt es sich um eine verhältnismäßig junge Form der Kfz-Zulassung, die im 2008 eingeführt wurde. Im Rahmen des neuen Zulassungsverfahren kommt vor allem der so genannten Versicherungsbestätigungsnummer (kurz: VB-Nummer) eine hohe Bedeutung zu: Sie löst die frühere Versicherungsbestätigungskarte (die von zahlreichen Versicherungsnehmern auch als Doppelkarte oder Deckungskarte bezeichnet wird) ab.

Die Frist zur Begleichung der Rechnung nach Vertragsabschluss beträgt drei Monate, beginnend mit dem Tag der Fälligkeit der Zahlung. Verstreicht diese Frist, ohne dass seitens des Versicherungsnehmers eine Zahlung vorgenommen wurde, bleiben der Versicherungsgesellschaft mehrere Möglichkeiten zu handeln: Sie kann einerseits den offenen Betrag gerichtlich einfordern und den Versicherungsnehmer damit zu einer Zahlung verpflichten. Sie kann jedoch andererseits auch vom Vertrag zurücktreten. Ebenso kann der Versicherungsnehmer durch Nichtzahlung der Erstprämie den Vertrag automatisch verfallen lassen. Er kann jedoch auch vor Ablauf der Dreimonatsfrist eine ausdrückliche Rücktrittserklärung an die Versicherung richten.

Wichtig für die Versicherung ist es, dass im Schadensfall keine Leistung ihrerseits erbracht werden muss, sofern bei einem Unfall die Erstprämie seitens des Versicherungsnehmers noch nicht überwiesen wurde. Der im Versicherungsvertragsgesetz (VVG) unter § 37 geregelte Zahlungsverzug bei Erstprämie sieht weiterhin vor, dass die Versicherungsgesellschaft den säumigen Versicherungsnehmer entweder bei Vertragsunterzeichnung oder durch gesonderte Schreiben schriftlich und ausdrücklich über die Folgen eine Nichtzahlung informieren muss, vor allem in Bezug auf mögliche Schadensfälle. Eine Ausnahme bildet dabei, dass der Versicherungsnehmer die Nichtzahlung beispielsweise durch Buchungsfehler der Bank oder Krankheit nicht zu vertreten hat.

In jedem Fall kann die Versicherungsgesellschaft bei Nichtzahlung der Erstprämie seitens des Versicherungsnehmers und daraus resultierendem Vertragsrücktritt eine angemessene Geschäftsgebühr verlangen. Die Reform des Versicherungsvertragsgesetzes hat auch dazu geführt, dass die ehemals als § 38 bekannte Regelung bei Zahlungsverzug im Erstprämienfall zum neuen § 37 wurde, welcher unter anderem nun vorsieht, dass die Versicherung selbst bei Nichtzahlung nur dann vom Vertrag und den damit verbundenen Leistungsverpflichtungen zurücktreten kann, wenn sie dem Kunden vorher eine ausdrückliche Erklärung hat zukommen lassen.

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Für die Teilnahme am Straßenverkehr und den Betrieb eines Kraftfahrzeuges gelten in Deutschland besondere Vorschriften. Allerdings vernachlässigt ein großer Teil der Autofahrer die Konsequenzen, welche sich aus einem Unfall ergeben, der sich nicht auf menschliches Versagen zurückführen lässt. Selbst dann, wenn kein Schuldiger für einen Zusammenstoß ermittelt werden kann, sondern der Unfall auf technisches Versagen zurückzuführen ist, bestehen berechtigte Schadenersatzansprüche. Der Grund für diesen Umstand ist die sogenannte Gefährdungshaftung. Diesem Rechtsgrundsatz liegt eine Annahme zugrunde, welche davon ausgeht, dass einige Gegenstände bereits im normalen Betrieb eine Gefahr für andere darstellen. Dieser Haftungsgrundsatz ist der Grund, warum auch bei einer umsichtigen Fahrweise Unfälle einen Schadenersatzanspruch nach sich ziehen können.

Beispiel: bei einem Pkw versagen die Bremsen und die Folge ist ein Auffahrunfall. In diesem Fall trifft den Besitzer zwar keine ursächliche Schuld, da er die Bremse betätigt hat. Allerdings hat er dafür zu sorgen, dass die technischen Einrichtungen an seinem Fahrzeug einwandfrei funktionieren. Eine Ausnahme der Gefährdungshaftung wäre der Fall, wenn ein unabwendbares Ereignis als Unfallursache in Frage kommt.

Hierbei handelt es sich um Situationen, in denen selbst korrektes Verhalten in allen Punkten den Zusammenstoß nicht verhindert hätte. Grundlage für eine Gefährdungshaftung im Straßenverkehr ist der § 7 des Straßenverkehrsgesetzes (StVG). Absatz 1 dehnt die Gefährdungshaftung auch auf Anhänger aus, die von dem Fahrzeug gezogen werden. Sobald das Fahrzeug ohne das Wissen des Halters benutzt wird, ist dieser nicht mehr für einen entstandenen Schaden verantwortlich. In diesem Fall trägt der tatsächliche Fahrer die Verantwortung. Wird das Fahrzeug dagegen zeitweilig Überlassen, so ist wieder der Halter in der Verantwortung. Im Rahmen der Gefährdungshaftung gilt eine Ausnahme: sobald Fußgänger an einen Unfall beteiligt sind, kann sich der Halter des Pkw nicht mehr auf die höhere Gewalt berufen.

Malusdatei: Fast jede Versicherung verfügt über eine Datenbank, in der die Schadensdaten zu jedem einzelnen Versicherer festgehalten werden. Der Begriff Malus selbst entstammt dem lateinischen Wortschatz und kann mit schlecht oder böse übersetzt werden. Das genaue Gegenteil zu Malus ist der Bonus. Letzterer bezeichnet ja bekanntlich etwas Positives. Durch die Dokumentation von Schäden in einer Malusdatei besteht die Möglichkeit bei einem Wechsel der Assekuranz, dass die neue Versicherung die Aussagen eines Antragstellers überprüft. Spätestens hier werden Auslassungen oder falsche Angaben natürlich aufgedeckt, speziell wenn es um die Einstufung des Antragstellers in eine der Schadensklassen bei einem Vorversicherer geht.

Was taucht in einer Malusdatei aber alles auf? Neben den persönlichen Angaben wie dem Namen und der Anschrift eines Versicherten wird in diesem Datensatz auch das amtliche Kennzeichen sowie die Zahl der gemeldeten Schäden im vergangenen Versicherungsjahr und die Schadensklasse nebst dem Ende des Versicherungsvertrages notiert. Über die Folgen unwahrer Aussagen scheint sich so mancher Autofahrer nicht im Klaren zu sein, denn im Ernstfall droht die Weigerung der Versicherung zur Übernahme einer Leistung.

Die Obliegenheiten verkörpern einen Fachbegriff, der aus dem Versicherungswesen stammt und unter anderem auch für den Bereich der Kfz-Versicherung gilt. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um einen Überbegriff, der für alle die einzelnen Verpflichtungen steht, die der Versicherungsnehmer gegenüber dem Versicherer eingeht, wenn es zum Vertragsabschluss kommt. Man spricht auch von den sogenannten Verhaltensvorschriften.

Der mitunter wichtigste Teilbereich der Obliegenheiten ist die sogenannte Anzeigepflicht. Der Versicherungsnehmer ist dazu verpflichtet, Informationen, die für den Versicherer relevant sind und unter Umständen einen Einfluss auf die Kfz-Versicherung und deren Leistungen nehmen können, dem Versicherer umgehend mitzuteilen. Sollte sich beispielsweise herausstellen, dass mit dem versicherten Fahrzeug mehr Kilometer zurückgelegt werden als ursprünglich bzw. im Rahmen der Antragstellung angegeben wurde, so gilt es den Versicherer darüber zu informieren. Zwar kann dies zu einer Erhöhung des Beitrags führen, jedoch gilt es trotzdem auf diese Weise zu verfahren.

Unter der Selbstbeteiligung, die gelegentlich auch als Selbstbehalt bezeichnet wird, versteht man den Kostenanteil, den der Versicherungsnehmer im Schadensfall selbst übernehmen muss. Dies bezieht sich ausschließlich auf Sachschäden, die das Eigentum des Versicherungsnehmers betreffen, wie zum Beispiel Beschädigungen an seinem Fahrzeug. Schäden, die von Dritten geltend gemacht werden, werden vom Versicherer vollständig übernommen. Deshalb gibt es die Selbstbeteiligung auch nur bei der Teilkasko– und Vollkaskoversicherung – bei der Haftpflichtversicherung muss der Versicherungsnehmer Sachschäden, die am eigenen Vermögen entstanden sind, selbst begleichen.

Auf welche Höhe sich die Selbstbeteiligung für den Versicherungsnehmer beläuft, hängt vom jeweiligen Versicherungstarif ab. Prinzipiell ist es möglich, eine Kaskoversicherung abzuschließen, die keine Selbstbeteiligung vorsieht. Die meisten Versicherungsnehmer entscheiden sich allerdings für Tarife, die die Zahlung einer Selbstbeteiligung im Schadensfall vorsehen, da sie auf diese Weise die Beitragshöhe senken können. Häufig ist es sogar möglich, die Höhe der Selbstbeteiligung selbst zu bestimmen bzw. sich für einen von mehreren zur Auswahl stehenden Selbstbeteiligungsbeträgen zu entscheiden. Je höher der der gewählte Selbstbeteiligungsbetrag ausfällt, desto geringer fällt der Versicherungsbeitrag aus.

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