Auto-Kennzeichen: Für ein korrektes Nummernschild


Kennzeichen


Ihr Wunschkennzeichen beim Autokauf

  • Für Autokäufer besteht die Möglichkeit, sich ein Wunschkennzeichen reservieren lassen. Im Allgemeinen handelt es sich bei einem Kennzeichen auf Wunsch um ein normales EU-Kennzeichen. Der Kunde wählt aus den noch verfügbaren Kombinationen aus. Vielfach sind das Zahlen die mit einem Geburtstag übereinstimmen und manchmal auch lustige Wortkombinationen. Die Kennzeichenliste enthält alle Unterscheidungskennzeichen, die nach der Zulassungsverordnung zur Anwendung kommen dürfen. Ihr Kennzeichen können Sie sich über ein Internet-Portal online reservieren lassen.
  • Was die Auswahl der Kennzeichen betrifft, so sollte man sich bereits im Vorfeld gründlich Gedanken machen und möglichst mehrere Kombinationen bzw. Kennzeichenvarianten aufschreiben. In der Praxis kommt es nämlich häufiger vor, dass sich die Leute lediglich ein Kennzeichen ausgedacht haben, dieses jedoch nicht mehr verfügbar ist – und dann stehen sie möglicherweise vor einem Problem, weil ihnen keine Alternative einfällt. Deshalb ist es sehr hilfreich, wenn man sich schon zuvor entsprechende Gedanken macht und diese schriftlich festhält. So kann die Liste auf der Zulassungsstelle schnell abgearbeitet werden.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nahm die Motorisierung auf deutschen Straßen schnell zu. Das bis dahin gültige Kfz-Kennzeichen-System konnte die Anforderungen nicht mehr erfüllen. Es dauerte bis März 1956, um eine Neuregelung für die Bundesrepublik Deutschland und Westberlin einzuführen. Diese Kfz-Kennzeichen Regelungen sind auch heute noch gültig und gelten auch in den neuen Bundesländern.


So ein Kennzeichen besteht aus zwei wichtigen Teilen, aus dem Unterscheidungskennzeichen und aus der Erkennungsnummer. Im Unterscheidungskennzeichen wird der Landkreis oder der Verwaltungsbezirk mit bis zu drei Buchstaben angezeigt, die Landkreise oder kreisfreie Städte ausmachen. Die folgende Erkennungsnummer besteht aus einem oder zwei Buchstaben, denen können bis zu vier Ziffern folgen. Mehr als acht Zeichen insgesamt sind jedoch nicht erlaubt. Dazwischen ist Platz für Siegel und Prüfplakette. Seit 1994 ist auch das EU-Kfz-Kennzeichen gültig. Hier bestehen mehrere Möglichkeiten wegen einer besser lesbaren Schriftart.

Das Nummernschild dient zur genauen Identifikation eines jeden Kraftfahrzeugs, das am öffentlichen Straßenverkehr teilnimmt. Die meisten Fahrzeuge, sind mit zwei Nummernschildern versehen, die sich jeweils an der Front sowie am Heck befinden – dies trifft zumindest für Pkw und Lkw zu. Bei Motorrädern, Motorrollern, Mofas usw. findet sich jeweils nur ein Nummernschild wieder, welches sich am Heck befindet.


Saisonkennzeichen haben einen Gültigkeitszeitraum

Seit März des Jahres 1997 gibt es Saisonkennzeichen. Dies spart dem Kfz-Halter Geld und Zeit und der zulassenden Behörde den Verwaltungsaufwand, wenn der Halter sein Fahrzeug nicht das ganze Jahr über nutzen möchte. Die Nutzungsdauer für ein Saisonkennzeichen muss mindestens zwei Monate betragen, darf aber nicht länger als elf Monate dauern. Zum normalen Kennzeichen besteht der Unterschied lediglich im Geltungszeitraum.

Ein besonderer Vorteil des Kennzeichens besteht darin, dass der Halter eines Kraftfahrzeugs nicht jedes Jahr mehrmals die Zulassungsbehörde aufsuchen muss. Außerdem sinken durch den kürzeren Zulassungszeitraum die Versicherungsbeiträge, was sich am Ende des Jahres im Portemonnaie des Besitzers bemerkbar macht und eine spürbare Entlastung der Finanzen bedeutet.

Den genauen Zeitraum, über den das Fahrzeug für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen wird, findet man auf der rechten Seite des Kennzeichens. Dieses enthält neben den üblichen Angaben an dieser Stelle mehrere Zahlen. Über dem Strich wird der Monat angeben, in dem die Saison beginnt, die Ziffer darunter gibt Auskunft über den Monat des Saisonendes. Mit Ablauf dieses Datums sollte man als Halter das Fahrzeug nicht mehr im Straßenverkehr bewegen, da an dieser Stelle bei Verstößen sonst ein Bußgeld und mehrere Punkte im Verkehrszentralregister drohen.


Rotes Kennzeichen ist für das Gewerbe

Was für private Personen das Kurzzeitkennzeichen ist, ist für Händler und Werkstätten ein rotes Kennzeichen. Diese sind nicht nur für ein bestimmtes Fahrzeug zugelassen und auch nicht nur auf fünf Tage Gültigkeitsdauer beschränkt. Sie werden für Überführungs-, Probe- und Prüfungsfahrten genutzt. Ein rotes Kennzeichen beginnt immer mit der Nummer 06 und wird deshalb auch oft als 06er Kennzeichen bezeichnet. Bei der Nutzung ist immer ein besonderes Fahrzeugscheinheft mitzuführen.


Überführungskennzeichen ist ein Überbegriff

Mit Überführungskennzeichen sind Kurzzeitkennzeichen und Ausfuhrkennzeichen gemeint. Für Fahrten zur Überführung und auch Probefahrten beim Autokauf innerhalb Deutschlands werden vom Halter Kurzzeitkennzeichen benötigt. Sie sind nur 5 Tage gültig und werden danach automatisch ungültig. Zu erkennen sind diese Kennzeichen am rechten gelben Rand, wo auch das Ablaufdatum vermerkt ist, dabei stehen Tag, Monat und Jahr untereinander. Sie sind nur für ein bestimmtes Fahrzeug erlaubt. Bedeutend ist, dass das Fahrzeug für dieses Kfz-Kennzeichen keine Haupt- und Abgasuntersuchung benötigt. Letztere werden für Überführungen von Fahrzeugen vom oder ins Ausland benötigt. Beide Kennzeichen werden ähnlich gehandhabt in der Beantragung und sie haben auch fast gleiche Pflichten und Vorschriften im Rechtsgebrauch. Nach Ablauf der Gültigkeit eines Kurzzeitkennzeichens sollte der Pkw allerdings nicht mehr im öffentlichen Straßenverkehr gefahren werden, da in einem solchen Fall mit ernsthaften Konsequenzen gerechnet werden muss.


Vergabe von Kennzeichen

Die Vergabe eines Kfz-Kennzeichens erfolgt über die Zulassungsstelle. Die Vergabe findet unmittelbar vor Ort bei der Zulassung statt: Wenn die Zulassungsstelle aufgesucht wird, um die Zulassung für ein Fahrzeug zu erhalten, so wird das Kennzeichen zu diesem Zeitpunkt festgelegt. Im Rahmen dieses Prozesses existieren zwei Möglichkeiten. Die erste Möglichkeit besteht darin, dass die Zulassungsstelle selbst ein freies Kennzeichen auswählt – das nächste freie Kennzeichen wird automatisch ermittelt und verwendet. Gegen Leistung eines zusätzlichen Betrags ist es möglich, ein so genanntes Wunschkennzeichen zu erhalten: Der angehende Fahrzeughalter kann Einfluss auf den zweiten Buchstabenblock sowie den Zahlenblock nehmen. Die Verwendung der gewünschten Kombination ist natürlich nur dann möglich, sofern diese noch nicht vergeben ist.

Es ist anzumerken, dass immer mehr Zulassungsstellen die so genannte Kennzeichenreservierung anbieten. Per Internet ist es möglich, sich ein Kennzeichen bereits einige Tage vor der Zulassung zu reservieren. Die Regelungen sind jedoch von Landratsamt zu Landratsamt verschieden gehalten. Teilweise wird online eine Verfügbarkeitsprüfung angeboten, teilweise aber auch nicht. Sofern diese vorhanden ist, fallen in der Regel noch einmal zusätzliche Kosten für die Reservierung an.


Besondere Kennzeichen


Militärische Kennzeichen


Präsenz und Einfluss der Bundeswehr haben innerhalb der deutschen Grenzen in den letzten Jahren zunehmend nachgelassen, was sich letzten Endes auch auf den Straßen nachvollziehen lässt. In weiten Teilen der Bundesrepublik gehören Fahrzeuge, die mit einem Y im Nummernschild gekennzeichnet sind, bereits zu einem eher seltenen Bild. In einigen wenigen Regionen prägen militärische Kennzeichen nach wie vor das Bild im Straßenverkehr. Hier gehört das Y zu einem vertrauten Anblick, schafft die Bundeswehr doch nicht zuletzt Arbeitskräfte. Aufmerksamen Beobachtern wird aber ebenfalls aufgefallen sein, dass so manches Militärfahrzeug kein deutsches Militärkennzeichen trägt, sondern mit einem anderen Nummernschild unterwegs ist.

Die Erklärung: In Deutschland sind immer noch einzelne Truppenteile aus anderen Nationen stationiert, die über ihren eigenen Fuhrpark verfügen. Wie lassen sich die einzelnen Staaten bzw. Kontingente aber voneinander unterscheiden. Hierfür reicht in der Regel das Kfz-Kennzeichen aus. Wie bereits angesprochen, ist das Y eines der wesentlichen Merkmale in Nummernschildern der Bundeswehr. Daneben taucht hier in der Regel noch eine 6-stellige Nummer auf und die Landesfarben der Bundesrepublik. Das Y wurde aus einem einfachen Grund gewählt, denn kein anderes Kfz-Kennzeichen hierzulande beginnt mit diesem Buchstaben.

Handelt es sich dagegen um Fahrzeuge, die aus dem Fuhrpark einer NATO-Behörde stammen, welche ihren Sitz in Deutschland hat, besteht das militärische Kennzeichen lediglich aus einem X und einer 4-stelligen Zahl. Im Gegensatz zu den Kraftfahrzeugen der Bundeswehr müssen sich diese Fahrzeuge regelmäßig den technischen Sicherheitsprüfungen unterziehen. Die ehemaligen Besatzungstruppen besitzen trotz ihres Aufenthaltes in Deutschland noch eigene Kennzeichen, so nutzen zum Beispiel die Streitkräfte der USA Kfz-Kennzeichen, die zwar im Aussehen einem herkömmlichen Nummernschild ähneln, sich aber in der Beschriftung wesentlich unterscheiden.

Seit der zunehmenden Bedrohung durch den islamischen Fundamentalismus greifen aber auch die US-Streitkräfte mehr auf eine zulassungsbezirkstypische Kennzeichnung ihrer Fahrzeuge zurück. Die militärischen Kennzeichen anderer Nationen unterscheiden sich vor allem in der Farbgebung voneinander, die Niederlande benutzen beispielsweise einen weißen Schriftzug, der auf schwarzem Grund prangt. Dagegen kommen bei kanadischen Truppenteilen Kfz-Kennzeichen mit roter Schrift zum Einsatz.

Oldtimerkennzeichen


Kaum ein Autoliebhaber kann sich dem Charme und Flair, den Oldtimer umwehen, entziehen und wird schnell ins Träumen geraten. Für viele ist der Gedanke, selbst einmal hinter dem Lenkrad eines Veteranen der Automobilgeschichte Platz zu nehmen ein lange gehegter Wunsch, welcher leider nur viel zu selten in Erfüllung geht. Ist es schließlich nach langem Suchen und dem liebevollen Restaurieren einer Karosserie dann endlich doch soweit, dass der Oldtimer die Garage wieder verlassen kann und in neuem Glanz erstrahlt, stellt sich nur noch die Frage nach der Anmeldung des Schmuckstücks. An dieser Stelle muss sich der Besitzer eines Oldtimers entscheiden, ob er das Fahrzeug nur gelegentlich nutzen möchte, oder sich doch lieber öfter den Duft der Vergangenheit um die Nase wehen lässt.

Wer sich für die erste Variante entschieden hat, kann sich über niedrige Steuern und einen besonderen Status bei der Zulassung seines Oldtimers freuen. Schließlich existieren in Deutschland verschiedene Möglichkeiten, wie ein solches Kraftfahrzeug für den öffentlichen Straßenverkehr angemeldet werden kann. Vor dem Gang zur Zulassungsstelle sollte allerdings klar sein, dass ein Oldtimerkennzeichen an gewisse Vorbedingungen geknüpft ist. Zu diesen zählt neben der gelegentlichen Nutzung auch, dass sich das Kraftfahrzeug in einem technisch guten Zustand befindet und zudem einem gewissen historischen Anspruch genügt. Ob diese Voraussetzungen auch wirklich eingehalten werden, überprüft ein Sachverständiger.

Natürlich fällt es ab einem gewissen Alter schwer, passende Ersatzteile für einen Oldtimer zu finden. Auf keinen Fall sollte man sich aber bei einer Restaurierung zu weit vom Originalzustand entfernen, da ansonsten das Gutachten negativ ausfallen könnte. Eine weitere Vorbedingung betrifft das Alter – sollte der Pkw noch jünger als 30 Jahre sein, muss das Oldtimerkennzeichen leider warten, da der Gesetzgeber diese Frist als zwingenden Maßstab hierfür ansieht. Sind alle Hürden genommen, steht nur noch die Frage, für welche Variante man sich entscheidet. Ein rotes 07-Kennzeichen hat den Vorteil, dass es für mehrere Fahrzeuge benutzt werden kann.

Eine Alternative zu diesem wäre dagegen das sogenannte H-Kennzeichen, welches im Prinzip einem herkömmlichen Euro-Nummernschild ähnelt, am Ende aber den Buchstaben H als letzten Zeichen trägt. In diesem Fall steht das H für Historisch.

Sonderkennzeichen


Auf Deutschlands Straßen bewegen sich täglich mehrere Millionen Kraftfahrzeuge, die Palette reicht vom Kleinwagen über Motorräder und Luxuslimousinen bis hin zu mehreren Tonnen schweren Lastkraftwagen. Der Blick für die einzelnen Kfz-Kennzeichen geht dabei schnell verloren. Aber einige der Kennzeichen stechen aus der Masse heraus, da sie vom gewohnten Bild abweichen. Diese Sonderkennzeichen erfüllen oft einen bestimmten Zweck und weisen auf den besonderen Status des Halters bzw. Besitzers eines solchen Fahrzeugs hin. Was aber zählt in Deutschland alles zu den Sonderkennzeichen?

Neben den einzelnen Kommunen oder Behörden, die in einer Stadt ansässig sind, dürfen zum Beispiel auch die unterschiedlichen diplomatischen Vertretungen, Teile der deutschen Ordnungsbehörden und das Militär sowie spezielle Einrichtungen Sonderkennzeichen an ihren Fahrzeugen führen. Hier gelten allerdings ebenso strenge Regeln wie für den Verbraucher, da die einzelnen Nummernschilder ein wichtiges Identifikationsmerkmal im Straßenverkehr darstellen.

Das auffälligste Kennzeichen ist sicher das der Bundeswehr: Neben einem großen Y prangt hier auch die deutsche Flagge, gefolgt von einer 6-stelligen Zahlenkombination. Das Y wurde gewählt, da keine der größeren Städte in Deutschland mit einem Y beginnt. Weiterhin sieht man im Straßenverkehr immer wieder Fahrzeuge mit der Kombination SU-BW, die ebenfalls zum Fuhrpark der Bundeswehr gehören können. Behördenkennzeichen werden zwar seit März 2007 offiziell nicht mehr vergeben, tauchen im Alltag auf Deutschlands Straßen immer noch auf. Neben dem Zulassungsbezirk erscheint hier nur eine Ziffernkombination, anhand derer sich die Behörde identifizieren lässt. Im Rahmen der neuen Fahrzeug-Zulassungsordnung regeln die einzelnen Bundesländer die behördliche Zulassung von Fahrzeugen unabhängig voneinander.

Kfz-Kennzeichen, welche mit einer 0 beginnen, sind ein klarer Hinweis auf das sogenannte Diplomaten-Kennzeichen. Dieses erhalten alle diplomatischen Vertretungen in Deutschland für ihren Fuhrpark. Die Vorschriften sehen hier vor, dass neben der 0 auch der Ländercode und eine fortlaufende Zahl erscheinen. Fahrzeuge mit einer 17 nach dem Bindestrich unterstehen etwa der USA. Daneben existiert noch eine Vielzahl anderer Sonderkennzeichen, etwa für das Technische Hilfswerk, einzelne Bundesbehörden (z. B. Grenzschutz) oder bestimmte Fahrzeugtypen und unterschiedliche Verwendungszwecke – wie z. B. zur Kennzeichnung von Oldtimern.