Neues Auto mit Barkauf: Preisnachlass und Rabatte sichern


Barkauf


Überzeugende Argumente
für die Preisverhandlung

  • sofortiger Erhalt des gesamten Betrages
  • keine weiteren Risiken durch fehlende Ratenzahlungen
  • Finanzierung von Krediten anderer Käufer möglich
  • Zeitersparnis: keine Prüfung von Ratenzahlungen
  • Kostenersparnis: keine Zinsen oder möglicher Verlust


Wenn Sie beim Autokauf Geld sparen möchten, ist die Barzahlung des Kaufpreises der einfachste Weg, um dies durchzusetzen. Dazu ist jedoch auch etwas Verhandlungsgeschick notwendig, denn mit überzeugenden Argumenten ist es möglich einen Barzahlungsrabatt zu erhalten. Falls Sie sich gefragt haben, ob Sie Ihr neues Auto finanzieren oder bar bezahlen sollen, ist es ratsam sich über die Vorteile, die Sie als Barzahler haben, zu informieren. Wer die Kaufumme nicht bar aufbringen kann, für den gibt es günstige Alternativen beim Autokauf.



Richtig verhandeln und bares Geld sparen

Normalerweise können Sie über die Preise beim Autokauf verhandeln, denn darauf lassen sich zahlreiche Autohändler gerne ein, vorwiegend wenn es sich um Barzahler handelt. Betonen Sie gegenüber dem Autoverkäufer, dass Sie eine Barzahlung beabsichtigen. In der Regel wird Ihnen dabei in der Folge ein Barzahlungsrabatt angeboten. Damit sollten Sie sich jedoch noch nicht zufrieden geben, denn auf dieser Basis können Sie weiter handeln. Weisen Sie den Verkäufer deutlich darauf hin, dass er das Geld sofort erhält und selbst in der Lage ist Kredite zu finanzieren. Der Verkauf an Barzahler ist für einen Autohändler nicht mit Risiken verbunden, denn er erhält sofort den gesamten Betrag und muss nicht fürchten, dass Ratenzahlungen ausbleiben.


Ein Kredit als Alternative zum Barkauf

Grundsätzlich sollten sich Käufer immer darüber bewusst sein, dass sie auch ohne Barzahlung immer die Möglichkeit einer Preisverhandlung haben. Um trotzdem als Barzahler aufzutreten und einen größeren Preisnachlass zu erhalten, eignet sich ein Bankkredit als mögliche Alternative. Handeln Sie jedoch nicht übereilt, sondern vergleichen Sie zunächst die Preise bei den unterschiedlichen Kreditinstituten. Vergleichen Sie auch die Zinsen des Kredits mit dem Rabatt, den Sie beim Autohändler bekommen können. Bei der Gegenrechnung stellen Sie fest, ob der Preisnachlass geringer oder höher ausfällt als die Zinsen. Ist der Preisnachlass höher, wäre die Inanspruchnahme eines Kredits für Sie tatsächlich ein guter Weg als Barzahler Geld beim Autokauf zu sparen.


Die Höhe des Barzahlungsrabatts

Der geforderte Barzahlungsrabatt sollte nicht geringer als zwei Prozent sein. Argumentieren Sie zum Beispiel, dass der Verkäufer das erhaltene Geld anlegen kann und daraus weitere Erträge erzielen kann. Falls sich der Autohändler nicht auf einen weiteren Rabatt einlassen möchte, weisen Sie ihn auf seine Zeit- und Kostenersparnis hin. Durch die Barzahlung muss er weder einen Vertrag für die Ratenzahlung anfertigen, noch muss er prüfen, ob Ihre Ratenzahlungen regelmäßig eingehen.  Auch die Prüfung des Kaufs durch die Buchhaltung oder einen Steuerberater sparen wiederum Zeit und Kosten. In den meisten Fällen geben sich die Autohändler bei einer derart guten Argumentation geschlagen und gewähren Ihnen einen Barzahlungsrabatt.



Eigentumsverhältnisse

Ein besonders wichtiger Aspekt beim Barkauf betrifft natürlich die Eigentumsverhältnisse. An dieser Stelle muss immer ganz klar zwischen zwei verschiedenen Varianten des Barkaufs unterschieden werden: Stammt das Kapital für den Neuwagen zu 100 Prozent aus dem Vermögen des Käufers bzw. der Haushaltskasse, erhält der neue Besitzer alle notwendigen Papiere und ist ab sofort auch der Eigentümer eines neuen Pkws. Wer sich dagegen für die Variante entschieden hat, einen Autokredit bei der Haus- oder einer Direktbank aufzunehmen, um vor dem Händler als Barzahler auftreten zu können und von einem kräftigen Preisnachlass zu profitieren, muss sich unter Umständen auf eine etwas andere Situation einstellen.

Bei einem Anschaffungskredit, den diese Variante der Kfz-Finanzierung darstellt, muss ab einer gewissen Darlehenshöhe damit gerechnet werden, dass nicht jede Bank den Nachweis eines regelmäßigen Einkommens als ausreichende Sicherheit für ihre Forderungen anerkennt. Unter Umständen verlangen die Bankmitarbeiter deshalb die Herausgabe des Fahrzeugscheins als Sachsicherheit. In diesem Moment wechselt das neue Fahrzeug buchstäblich den Eigentümer, denn nur, wer einen originalen Fahrzeugschein besitzt, kann den Eigentumsanspruch auch juristisch vertreten. Vor der Unterschrift des Darlehensvertrages empfiehlt sich aufgrund dieser Tatsache ein Blick in die Kreditbedingungen oder ein beratendes Gespräch, in dem ausdrücklich die Stellung der Eigentumsverhältnisse verhandelt wird. Sollte der Kreditgeber auf Sachsicherheiten verzichten und stattdessen eine Restschuldversicherung vorziehen, bleibt der Käufer natürlich auch Eigentümer seines neuen Pkws.




Risiken


Zwar ergeben sich aus der Barzahlung beim Neuwagenkauf zum Teil deutliche Vorteile in Bezug auf den Preisnachlass. Die Nachteile und Risiken sollte man aber vor dem Kauf in keinem Fall auf die leichte Schulter nehmen. Nach dem Bau eines Hauses oder dessen Erwerb über den Immobilienmarkt ist die Anschaffung eines fabrikneuen Pkw sicher die größte Ausgabe, mit der im Lauf eines Lebens gerechnet werden muss. Aus den beträchtlichen Kosten können immer dann Probleme entstehen, wenn das nötige „Kleingeld“ zwar aus eigenen Mitteln aufgebracht wird, die finanziellen Rücklagen mit einer solchen Ausgabe aber aufgezehrt sind. Kommen in diesem Fall noch unerwartete Ausgaben dazu, entsteht schnell eine Situation, die Haushalte in finanzielle Bedrängnis bringt. Und was nützt ein neues Auto, wenn stattdessen an anderer Stelle das Geld fehlt? Die Chance einer Barzahlung lockt zwar mit zum Teil kräftigen Rabatten, eine vorschnelle Entscheidung sollte aber in jedem Fall unbedingt vermieden werden. Vor Unterzeichnung des Vertrages empfiehlt sich in jedem Fall der berühmte Kassensturz. Schließlich sollte die Neuanschaffung nicht nur in der Garage stehen und auf die nächste Tankfüllung warten, sondern auch unterhalten werden können.

Gerade beim Erwerb eines Neuwagens tendieren immer noch viele Käufer dazu, optischen Vorzügen statt wirtschaftlichen Gesichtspunkten den Vorzug zu geben. Wer sich dafür entschieden hat, bei einer Direktbank ein Darlehen aufzunehmen, nur um den Kaufpreis in bar zahlen zu können, muss sich auch mit der Situation anfreunden, dass der Bankkredit durch den Abschluss einer Restschuldversicherung teurer als geplant werden kann. Ein zusätzliches Risiko taucht daneben beim Gebrauchtwagenkauf auf. Hier sollte man mit einer Barzahlung besonders dann sehr vorsichtig umgehen, wenn der Händler einen unseriösen Eindruck macht. Zu den Hinweisen, die auf ein „schwarzes Schaf“ hindeuten können, gehört unter anderem das Verlangen einer Gebühr in Vorkasse. Wer sich für die Variante Barkauf entscheidet, tut sicher gut daran, noch einmal alle Möglichkeiten genau zu überdenken, bevor die Entscheidung für ein finanzielles Abenteuer endgültig gefällt wird.


Vorteile


Wird ein Neu- oder Gebrauchtwagen in bar bezahlt, ergeben sich aus dieser Situation nicht nur für den Käufer Vorteile, auch der Verkäufer kann davon profitieren. Letzterer hat mit einer Barzahlung natürlich einen deutlich geringeren Aufwand, da kein Antrag bei der Autobank gestellt werden muss und keine Bonität zu prüfen ist. Daneben hält der Händler das Geld auch sofort in den Händen. Im Gegenzug besteht für den Käufer bei der direkten Zahlung des Kaufpreises die Chance, einen mehr oder minder hohen Preisnachlass auszuhandeln. Aufgrund der Tatsache, dass auch ein Kfz-Händler gern an der Abwicklung des Autokaufs per Barzahlung interessiert ist, dürfte er Preisverhandlungen bei Barzahlung deutlich offener gegenüberstehen als bei einem Finanzierungsgeschäft. Mit etwas Verhandlungsgeschick können die Preisnachlässe durchaus im vierstelligen Bereich liegen. Liegt der Listenpreis eines Neuwagens etwa bei 25.000 Euro, so ergibt bereits ein ausgehandelter Rabatt von 5 Prozent eine Ersparnis von 1.250 Euro. Wer sich bei den Verhandlungen besonders geschickt anstellt, kann durchaus einen noch größeren Nachlass auf der Haben-Seite für sich verbuchen.

Wer also beim Autokauf sparen will, sollte in jedem Fall die Möglichkeit einer Barzahlung in Betracht ziehen, da neben Rabatten durch eine Barzahlung auch zusätzliche Verwaltungskosten für die Finanzierung entfallen. Ist das finanzielle Polster für eine solche Investition nicht ausreichend, kann man immer noch auf den günstigen Konsumkredit einer Direkt- oder Filialbank zurückgreifen. In Verbindung mit einem Rabatt kann dieses Vorgehen sogar die Angebote der Autobanken schlagen. Einige Vorteile der Barzahlung werden in einem solchen Fall allerdings zunichte gemacht, da hier wieder zusätzliche Verwaltungsgebühren anfallen.