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Stromvergleich 2017: Stromanbieter Test und
Tipps für den Stromwechsel bei Sonderkündigung!

StromverbrauchEnergie treibt uns alle an – Wir brauchen sie zum Arbeiten und in der Freizeit. Aber nicht nur der menschliche Körper ist auf Energie angewiesen, sondern auch alles um ihn herum. Das Auto fährt nur mit Benzin, der Computer funktioniert nur mit Strom und die Heizung gibt erst durch Gas ihre Wärme ab. Aber woher kommt die Energie eigentlich? Welche Energierohstoffe nutzen wir in Deutschland zu welchen Kosten? Welcher Stromversorger bietet den günstigsten Strom? Wie kann ich sicher zum besten Stromanbieter wechseln?

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Testurteile und Bewertung der Energieversorger: beste Stromanbieter im Test

Mit der Liberalisierung des Energiemarktes gab es nicht nur viele neue Stromanbieter, auch für Verbraucher eröffneten sich unzählige Möglichkeiten, ihren Versorger auszuwählen. Mittlerweile gibt es über 1000 Stromanbieter, aus denen man wählen kann.

Vögel auf Stromleitungen

Dass dabei schnell der Überblick verloren geht, ist klar. Deshalb ist es hilfreich, dass es viele verschiedene Institute und Stiftungen gibt, die die Preise und den Service der vielen Anbieter untersuchen.

Zu den größten Testern im Bereich Strom, zählen die Verbraucherorganisation Stiftung Warentest und das Verbrauchermagazin Öko-Test. Auch das Deutsche Institut für Service-Qualität und die Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien beschäftigen sich regelmäßig mit Stromanbietern, wobei hier ein großer Schwerpunkt die Serviceleistungen der Anbieter darstellen, also etwa Kundenservice über Telefon und E-Mail.

Testsieger der Stromanbieter – Stiftung Warentest und Co. testen Tarife

Die staatlich geförderte Stiftung Warentest, ist die wohl bekannteste Stiftung in Deutschland. In ihren beiden Zeitschriften test und Finanztest werden immer wieder Tarife und Konditionen von Stromanbietern untersucht und es gibt Hinweise zum Stromwechsel und Stromvergleich.

Stiftung Warentest untersucht Stromtarife in verschiedenen Städten

Stromanbieter/ -tarif durchschn. Platzierung Anzahl der Nennungen
1. Stadtwerke Flensburg/ Flensburg Extra 2 20
2. Stadtwerke Güstrow/ Stromissimo.de 3 8
3. Grünwelt Energie/ Grünstrom pur 3 17
4. Logo Energie/ Logo Strom Standard 4 8
5. Team Energie/ Teamstrom silber 4 13

Die Liste mit den Ergebnissen der verbraucherfreundlichsten und besten Stromtarife der Stiftung Warentest bietet Beispiele von zehn Städten und einem Verbrauch von 5.500 Kilowatt sowie 2.000 Kilowatt an. Wir haben zusammenge­fasst, welche Stromanbieter am häufigsten genannt werden und welche Plätze sie erreichen.

Verivox-Strom-CAD1A

DtGV sucht den besten Stromanbieter 2017

Platz 1: eprimo mit 72 %
Platz 2: DEW 21 mit 69 %
Platz 3: enQu mit 68 %
Platz 4: EVD, Enstroga und Grünwelt mit 66 %

Die Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien mbH (DtGV) veröffentlichte in Zusammenarbeit mit dem Fernsehsender N24 im März 2017 einen Strom­anbieter­test. Untersucht wurden 113 Stromanbieter in den Kategorien Preise (50 Prozent der Gesamtwertung), Service (20 Prozent), Tarifoptionen (20 Prozent), Internetauftritt (10 Prozent). Insgesamt konnte eine maximale Bewertung von 100 Prozent erreicht werden.

EuroIn der Einzelkategorie Preise erreichte eprimo den ersten Platz. Dahinter folgt EVD EnergieVersorgung Deutschland und Grünwelt Energie. Den besten Service bieten laut DtGV die Anbieter E.Vita, friesenenergie und EBLD Schweiz Strom. Mit dem besten Internetauftritt warten die Stromversorger enviaM, ExtraEnergie GmbH, MONTANA sowie SW Troisdorf und TWL Energie auf. Im Gesamtbereich Ökostrom 2017 wurde SauberEnergie vor eprimo (2. Platz Ökostrom) und EVD (3. Platz Ökostrom) zum Testsieger gekürt.

DISQ untersucht Service und Konditionen bei Stromanbietern

Anbieter Service Konditionen
1. Montana 77,3 90,3
2. Maingau Energie 68,9 83,5
3. Team Energie 77,2 75,6
4. EVD 72,8 78,4
5. Stadtwerke Flensburg 71,5 78,9

Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) ist ein privatwirtschaftliches Marktforschungsinstitut mit Sitz in Hamburg. Untersucht werden vor allem Erreichbarkeit, Kompetenz und Qualität bei den verschiedensten Dienstleistungen. Mittlerweile hat das DISQ fast 400 Studien durchgeführt und veröffentlicht, häufig im Auftrag von Medien wie Computer Bild oder dem Handelsblatt.

Die letzte von DISQ veröffentlichte Studie zu Stromanbietern stammt vom März 2016. Dabei wurden insgesamt 33 Stromanbieter nach den Kriterien Service  und Konditionen bewertet. Die maximal zu erreichende Punktzahl lag, alles einberechnet, bei 100 Punkten.

Achtung Billigstromanbieter: Unfaire Klauseln statt Spartarif

AchtungUm sich bei Stromvergleichsportalen unter die vordersten Ränge zu mischen, locken viele Billigstromanbieter mit Bonuszahlungen. Dadurch wirkt der Preis für den Kunden unglaublich attraktiv und scheint außer Konkurrenz zu stehen. Erst bei genauerem Durchlesen der Vertragsbedingungen stellt man fest, dass es sich oftmals um unfaire Tarife handelt. Diese versuchen durch Klauseln, Kunden um die Bonuszahlungen zu bringen und am Ende mehr kosten als gedacht.

Die Stiftung Warentest hat sich die Anbieter herausgesucht, die am häufigsten in den ersten Plätzen von Vergleichsportalen auftauchen und sich ihre Tarife und Vertragsbedingungen genauer angeschaut. Nur zwei von 49 untersuchten Tarifen hatten akzeptable Vertragsbedingungen, alle anderen fielen durch unfaire Klauseln und Regelungen im Kleingedruckten auf. Alle Tarife der 365 AG (Ehemals Almado AG), EVD Energieversorgung Deutschland GmbH und Extraenergie GmbH wiesen laut Stiftung Warentest unfaire Vertragsbedingungen auf und sind deshalb nicht empfehlenswert. Einzig zwei von insgesamt zehn Tarifen der Stromio GmbH liegen faire Bedingungen zugrunde. Stiftung Warentest zufolge nutzen unseriöse Anbieter häufig folgende Tricks:

Ausnahmen bei Bonuszahlungen

Im Kleingedruckten werden bestimmte Kundengruppen von den Bonuszahlungen ausgeschlossen, etwa Freiberufler oder solche, die schon einmal einen anderen Stromtarif desselben Anbieters nutzten. Da die meisten Boni erst nach einem Jahr Laufzeit ausgezahlt werden, kündigen einige Anbieter sogar ihren Kunden oder erhöhen den Strompreis, sodass der Kunde kündigt und verweigern dann die Auszahlung.

Versteckte Preiserhöhungen

Einige Anbieter verschleiern ihre Preiserhöhungen indem sie in seitenlangen Briefen oder Emails versteckt werden, teilweise sogar zwischen Gewinnspielen und allgemeinen Informationen.

Falsche Abrechnungen

Manche der Stromdiscounter benutzen bei den Jahresrechnungen verkehrte Zählerstände und hoffen darauf, dass der Kunde es nicht bemerkt oder sich nicht meldet.

Sollten Verbraucher unter unfairen Vertragsbedingungen leiden und keine Hilfe vom Stromanbieter bekommen, dann rät die Stiftung Warentest, einen Anwalt zu nehmen. Meist reagieren die Strom­discounter auf ein Schreiben vom Rechtsanwalt, auch wenn vorher unzählige Briefe und Anrufe vom Verbraucher keine Lösung brachten. Eine weitere Möglichkeit ist, sich an die Schlichtungs­stelle Energie zu wenden. Diese hat zur Aufgabe Streitigkeiten zwischen Verbrauchern und Energieversorgungsunternehmen zu schlichten. Der Schlichtungsantrag ist für Verbraucher kostenlos, aufgrund der großen Nachfrage sollte man sich aber auf längere Wartezeiten einstellen.

ÖKOSTROM IN DER DISQ-STUDIE

Ökostrom
In der aktuellen Studie des Deutschen Institut für Service-Qualität (DISQ) wurden Anfang 2016 nicht nur die überregionale Stromversorger sondern auch Ökostromanbieter in den Kategorien Service und Konditionen getestet.
Testsieger im Bereich Ökostrom wurde das Unternehmen Team Energie mit dem Testurteil „gut“ (79,1 von 100 Punkten), dicht gefolgt von dem Zweitplatzierten Stadtwerke Flensburg (76,7 Punkte) und dem dritten Platz 123energie (75,4 Punkte). Bei der Bewertung wurden ausschließlich Anbieter von erneuerbaren Energien berücksichtigt.

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Stromwechseln: Vertrag richtig kündigen und lückenlos Stromanbieter wechseln

Wenn einem die Stromrechnung über den Kopf wächst oder der Anbieter mal wieder eine Strompreiserhöhung angekündigt hat, dann ist ein Wechsel des Stromanbieters ratsam.

Viele Verbraucher wissen gar nicht, wie einfach so ein Stromanbieterwechsel sein kann und welche Vorteile er mit sich bringt. Zudem gibt es Situationen, wie etwa ein Umzug, bei dem der Stromanbieter gekündigt werden muss.

Vertragswechsel

Laut TNS Infratest kennen etwa 74 Prozent der haushaltsführenden Personen in Deutschland ihren Jahresstromverbrauch nicht und sogar 84,5 Prozent wissen nicht, wie viel sie für die Kilowattstunde Strom bezahlen.

Etwa 77 Prozent der Personen, die ihren Stromanbieter gewechselt haben, geben als Hauptgrund des Wechsels die Kostenersparnis an. Circa elf Prozent wechselten aufgrund ökologischer Gründe und etwa neun Prozent wegen eines Umzugs.

Tatsächlich hat fast die Hälfte der deutschen Haushalte noch nie einen neuen Stromtarif, geschweige denn einen neuen Stromanbieter gesucht. Dabei kann jeder ganz einfach kündigen, oftmals geht das sogar mit nur ein paar Klicks im Internet. Wenn Sie auf einige wichtige Dinge achten, dann steht einem reibungslosen Wechsel nichts mehr im Weg.

Der Stromwechsel – Schritt für Schritt zur Kostenersparnis

  • 1. Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist beachten

    Als Erstes sollten Sie in ihrem Vertrag nachschauen, wie lange ihr aktueller Stromvertrag noch läuft und wie die Kündigungsfrist bei ihrem aktuellen Anbieter aussieht. So können Sie herausfinden, wann es für Sie möglich ist, zu einem neuen Anbieter zu wech­seln. Alle Verbraucher, die noch im Grundversorger­vertrag (in der Regel die Stadtwerke) sind, haben die besten Voraussetzungen für die Kündigung ihres Stromanbieters. Bei Stromverträgen mit den Grundversorgern ist die Kündigungs­frist gesetzlich festgelegt und beträgt nach §20 des StromGVV 14 Tage. Sind Sie ein sogenann­ter Sonderver­tragskunde, haben also einen anderen Anbieter als den Grundversorger, dann beträgt die Kündigungsfrist normaler­weise sechs Wochen. Es gibt allerdings auch Anbieter mit Kündigungsfristen bis zu drei Monaten.

  • 2. Aktuellen Stromverbrauch ermitteln

    Im nächsten Schritt sollten Sie möglichst genau ihren Stromverbrauch ermitteln. Die einfachste Möglichkeit ist, auf der letzten Jahresrechnung ihres derzeitigen Stromanbieters zu schauen. Achten Sie darauf, einen möglichst genauen Verbrauch in Erfahrung zu bringen, da Sie sonst entweder zu viel bezahlen und die Differenz erst am Jahresende wieder ausgezahlt bekommen oder zu wenig bezahlen und mit der Endabrechnung nachzahlen müssen.

  • 3. Einen neuen Anbieter suchen

    Ist Ihnen ihr Stromverbrauch und ihre Kündigungsfrist des aktuellen Anbieters bekannt, dann können sie sich als Nächstes nach einem neuen Anbieter umschauen. Am einfachsten funktioniert das mit einem Vergleich der Stromanbieter im Internet aber auch die Durchsicht von Stromanbietertests kann hilfreich sein. In der Regel übernimmt der neue Anbieter sogar die Kündigung für Sie, sodass Sie sich nicht einmal darum kümmern müssen. Sie müssen lediglich auf eine Vertragsbestätigung warten und ihren Zählerstand melden. Mit dem Vertragsabschluss kümmert sich ihr neuer Anbieter um die Kündigung ihres alten Vertrages.

Sonderkündigungsrecht bei Strompreiserhöhung: Was zu beachten ist

In einigen Fällen sollten Sie die Kündigung Ihres aktuellen Versorgers selbst in die Hand nehmen, so zum Beispiel bei einer Preiserhöhung. Sollte Ihr aktueller Stromanbieter seinen Preis erhöhen, dann müssen Sie sich nicht an die normale Kündigungsfrist halten und bis zum nächstmöglichen Kündigungszeitpunkt warten, sondern können vom Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen und ihren Stromanbieter wechseln. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie nach erhaltener Information über die Preiserhöhung so schnell wie möglich reagieren. In den meisten Fällen haben Sie für eine Sonderkündigung gerade einmal zwei Wochen Zeit. Die Kündigung sollten Sie unbedingt als Einschreiben mit Rückschein verschicken. Neben Ihrem Namen und der Adresse, sollten Sie in dem Schreiben auch Ihre Kunden- und Zählernummer angeben.

Weiterhin sollten Sie die Kündigung selbst übernehmen, wenn der Vertrag sich in absehbarer Zeit um mehrere Monate verlängern würde und Sie vorhaben zu wechseln aber noch keinen neuen Anbieter gefunden haben. Um eine unnötige Verlängerung des Vertragsverhältnisses mit dem aktuellen Anbieter zu entgehen, ist es in einem solchem Fall angebracht, den Vertrag selbst zu kündigen. Wenn Sie nach Ablauf des Vertrages keinen neuen Anbieter gefunden haben, müssen Sie keine Angst haben, ohne Strom zu leben, denn der örtliche Grundversorger gewährleistet in jedem Fall die Energieversorgung.

Bei Umzug Strom kündigen oder ummelden

Als ob das Schleppen von Kisten und das Malern der Wände beim Umzug nicht schon stressig genug wäre, muss man sich auch noch um die Stromversorgung kümmern, sowohl in der alten wie in der neuen Bleibe. Egal ob Mietwohnung oder Eigenheim.

Kunden mit einem Grundversorgervertrag haben es hier am einfachsten. Mit einem Hinweis auf den Umzug kann einfach mit einer 14-tägigen Frist gekündigt und zu einem anderen Stromanbieter gewechselt werden. Für alle anderen Kunden ist es etwas schwieriger. Schauen Sie im aktuellen Vertrag nach, ob der Anbieter ein Sonderkündigungsrecht im Falle eines Umzugs einräumt. So können Sie mit Hinweis auf den Umzug einfach eine Kündigung absenden. Inhalt der Kündigung sollte sein:

  • Kundennummer
  • Strom-Zählernummer
  • aktueller Zählerstand mit Ablesedatum

Sollten Sie innerhalb des Versorgungsgebietes Ihres Stromanbieters umziehen, dann müssen Sie den aktuellen Vertrag bei diesem meist behalten. In einem solchen Fall sollten Sie ihren Anbieter mindestens sechs Wochen im Voraus über den Umzug informieren.

Ziehen Sie außerhalb des Versorgungsgebietes des bisherigen Anbieters, dann sollten Sie sich möglichst früh nach einem Neuen umschauen und wechseln, damit er Sie bereits beim Einzug mit Strom beliefern kann. Aber auch, wenn Sie es nicht mehr schaffen, sich für den neuen Wohnsitz einen Anbieter zu suchen, ist das kein Problem. Der lokale Grundversorger sichert in jedem Fall die Stromversorgung, sodass Sie beim Einzug nicht im Dunkeln sitzen. Zwar läuft die Grundversorgung häufig mit einem vergleichbar teuren Tarif, ganz dramatisch ist das jedoch nicht, da hier die bereits erwähnte zweiwöchige Kündigungsfrist gilt.

Sind Sie für die neue Wohnung auf der Suche nach einem Stromanbieter, dann benötigt dieser:

  • das Datum des Einzugs
  • die Strom-Zählernummer
  • den aktuellen Zählerstand

Energiewende in Deutschland: Erneuerbare Energien und Energieeffizienz

Um die Ziele zu verwirklichen, muss Deutschland einen grundlegenden Umbau der Energieversorgungssysteme vornehmen. Im Jahr 2011 hatte der Anteil erneuerbarer Energien bei der Stromversorgung allerdings gerade die 20 Prozent-Marke erreicht. Durch die Verbrennung fossiler Energieträger werden jedoch klimaschädliche Treibhausgase freigesetzt. Um die gesetzten Klimaschutzziele der Bundesregierung zu erreichen, ist daher ein grundlegender Umbau der Versorgungsstrukturen hin zu erneuerbaren Energien nötig. Ein wichtiger Punkt ist hierbei sicherlich der Ausstieg aus der Atomenergie.

Welche Energieformen nutzen wir?

konventionelle Energieformen
eneuerbare Energieformen
Erdöl Windenergie
Erdgas Wasserkraft
Steinkohle Solarenergie
Braunkohle Biomasse
Kernenergie Geothermie

DIE ZUKUNFT DER ATOMENERGIE

Bereits im Jahr 2000 beschloss die Bundes­regierung, die Nutzung von Atomenergie zeitlich zu befristen. Nach der Reaktorkata­strophe von Fukushima (Japan) im März 2011, waren die Restrisiken der Kern­energie jedoch neu zu bewerten. Es wurde entschieden, zügi­ger als noch im September 2010 geplant, aus der Kernenergienutzung auszusteigen. Durch die Änderung des Atomgesetzes hat sich die Bundesregierung dazu verpflichtet, bis spätes­tens September 2022 das letzte Kernkraftwerk vom Netz zu nehmen. Der Ausstieg ist rechtsverbindlich in einem Stufenplan festge­legt und wurde im Sommer 2011 von Bundes­regierung, Bundestag und Bundesrat mit dem Maßnahmen­paket “Der Weg zur Energie der Zukunft – sicher, bezahlbar und umweltfreundlich”, beschlossen.

Kosten für Energieimporte

Check24-Strom-CADB46Aufgrund abgeschalteter Atomkraftwerke und einer schleppenden Energiewende ist Deutschland stärker denn je auf Energieimporte angewiesen. Im Jahr 2012 wurden für die Einfuhr von Öl, Gas und Kohle insgesamt 94 Mrd. Euro ausgegeben. Dabei machten Rohöl bzw. Ölprodukte mit 68,4 Mrd. Euro den größten Anteil aus. An zweiter Stelle steht Erdgas mit Importkosten von 23,2 Mrd. Euro und an letzter Stelle Steinkohle mit immerhin 2,6 Mrd. Euro. Im Jahr 2013 sind die Importkosten zwar auf etwa 91 Mrd. Euro zurückgegangen, machten aber immer noch 3,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus (2012: 3,5 Prozent). Quelle: EnergyComment

Das sind die wichtigsten erneuerbaren Energieträger

Windenergie

Die Windenergie gilt in der Energiewende als Schlüsseltechnologie für einen CO2-freien Energiemix der Zukunft. Zur Zeit nimmt Windkraft mit 35,6 Prozent die Spitzenposition bei der Stromerzeugung durch erneuerbare Energien ein, wobei das Potenzial hier noch nicht vollständig ausgeschöpft ist. Vor allem in der sogenannten Offshore-Windenergie, der Windenergie auf dem Meer, sowie durch den Austausch älterer Anlagen durch moderne, leistungsfähigere Anlagen an Land sieht die Bundesregierung wichtige Perspektiven.

Wasserkraft

Im weltweiten Vergleich steht Wasserkraft an zweiter Stelle im Anteil zur Erzeugung erneuerbarer Energie. Ungefähr 16 Prozent des global erzeugten Stroms stammen aus Wasserkraft. Hierbei kann in mehrere Arten von Wasserkraftwerken unterschieden werden: unter anderem Kleinwasserkraftwerke, Laufwasserkraftwerke und Speicherkraftwerke, die bereits erzeugten Strom als potentielle Energie zwischenspeichern und auch wieder abgeben können. In Deutschland wurden im Jahr 2012 rund 21,8 Mrd. Kilowattstunden Strom aus Wasserkraftnutzung erzeugt. Dies entspricht einem Anteil an der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien von 15,3 Prozent.

Wasserkraft

Solarenergie

Auch die Sonnenenergie lässt sich vielseitig nutzen. Solarthermische Anlagen eignen sich unter anderem zur Erwärmung von Trinkwasser oder zur Aufbereitung von heißem Wasser für die Heizungsanlage. Photovoltaikanlagen hingegen wandeln Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom um. Sie werden durch die Bundesregierung mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) subventioniert. Im Jahr 2012 wurde in Deutschland ca. 26,4 Mrd. Killowattstunden Strom durch Photovoltaik erzeugt. Im Vergleich nimmt Photovoltaik einen Anteil von 18,5 Prozent der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ein.

Der Energieverbrauch in Deutschland

Den größten Anteil am so genannten Primär­energie­verbrauch in Deutschland hat nach wie vor das Mineralöl. Im Jahr 2016 machte es 34,0 Prozent aus, gefolgt von Erdgas mit 22,6 Prozent. Steinkohle und Braunkohle haben 12,2 Prozent bzw. 11,4 Prozent Anteil am Primär­ener­giever­­brauch. Die erneuerbaren Energien haben zusammen einen Anteil von 12,6 Prozent. An letzter Stelle steht die Kernenergie mit einem 6,9 Prozent.

Wer verbraucht die Energie?

Den größten Energieverbrauch in Deutschland macht der Verkehr mit 28 Prozent aus. Danach folgen der übrige Bergbau und die verarbeitenden Gewerbe sowie Haushalte mit 27 bzw. 26 Prozent. Den geringsten Energieverbrauch mit 15 Prozent haben Gewerbe, Handel und Dienstleistungen, wobei auch schon das Militär eingerechnet ist.