Symptome & Behandlung der Schweinegrippe

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Der Krankheitsprozess der Schweinegrippe verläuft ähnlich wie bei einer gewöhnlichen Grippe. Erste Kennzeichen sind häufig ein plötzliches Einsetzen von großer Erschöpfung und Fieber.

Anders als bei einer üblichen Influenza ist jedoch bei einer Infizierung mit der Schweinegrippe eine Quarantäne unbedingt notwendig, denn das Grippevirus ist hoch ansteckend und kann rasch auf andere Kontaktpersonen übergehen und sich dadurch weiter ausbreiten. Die Vorstellung bei einem Arzt ist daher unbedingt notwendig und sollte nicht so lange herausgeschoben werden.

Ansteckung durch das Virus

Das A/H1N1 Virus kann durch eine Tröpfchen- oder Schmierinfektion übertragen werden. Bei einerTröpfcheninfektion wird der Erreger durch feinste Tröpfchen übertragen, die durch Husten oder Niesen aus dem Nasen-Rachenraum befördert werden. Bereits eine mikroskopisch kleine Menge von Tröpfchen kann für eine Ansteckung ausreichen, dadurch besteht bereits eine Gesundheitsgefährdung, sofern infizierte Personen in einer Reichweite von zwei Metern sprechen, niesen oder husten.

Da das Virus einige Zeit außerhalb des Wirtes überleben kann, ist eine Infektion auch über das Berühren kontaminierter Hände oder Gegenstände möglich. Wischt man sich nach dem direkten Kontakt mit den Viren über das Gesicht, so kann der Erreger wiederum in seinen neuen Wirt gelangen. Diese Form von Ansteckung wird als Schmierinfektion bezeichnet.

Verlauf noch einigermaßen harmlos

Anders als bei einer herkömmlichen saisonalen Grippe greift das Virus A/H1N1 vor allem Rezeptoren in der tiefen Lunge an, wodurch rasch eine Lungenentzündung entstehen kann. Jedoch werden innerhalb der Lunge weniger Zellen durch den Erreger angegriffen, als in den oberen Atemwegen. Aus diesem Grund verläuft die Schweinegrippe bisher relativ harmlos.

Häufige Symptome der H1N1-Infektion

Die Infizierung mit der Influenza H1N1 zieht eine Vielzahl von Symptomen nach sich, die den menschlichen Organismus maßgeblich beeinträchtigen.

Symptomatische Begleiterscheinungen im Überblick

Folgende Anzeichen der Erkrankung können auftreten:

  • plötzliches Einsetzen von Fieber, Depression
  • Husten und Niesen
  • Ausfluss aus Nase und/oder Augen
  • Durchfall und Erbrechen
  • Atembeschwerden
  • Augenrötung oder Entzündung
  • verringerte oder keine Nahrungsaufnahme

Sofern die beschriebenen Symptome aufgewiesen werden, sollten Betroffene unverzüglich telefonisch einen Hausarzt konsultieren. Können die Grippe-Anzeichen durch den Arzt bestätigt werden, so ist ist die Sachlage eindeutig und es wird auf einen Labortest verzichtet und Behandlungsmaßnahmen eingeleitet.

PCR-Test: Verfahren und Kosten

Da die herkömmlichen Schnelltests nur eine Grippeerkrankung feststellen, gibt es zusätzlich den PCR- Test (Polymerase- Kettenreaktion), der das H1N1-Virus identifiziert. Der PCR-Test wird nicht bei allen Patienten von den Krankenkassen übernommen. Oft wird er nur bei Risikopatienten, wie beispielsweise Schwangeren oder Säuglingen, bezahlt. Betroffene sollten sich bei ihrer Kasse rückversichern, ob diese die Kosten übernimmt.

Es handelt sich bei dem PCR-Test um einen Labortest, bei dem ein Abstrich aus dem Rachenraum oder der Nasenhöhle vom Hausarzt gemacht wird. Manchmal wird auch Spülflüssigkeit der Bronchien entnommen. Die entnommenen Probe wird dann an ein Labor gegeben, wo der PCR- Test erfolgt. Hierbei wird das Erbgut des Erregers durch eine Vervielfältigung sichtbar gemacht. Dadurch kann  das spezifische Virus festgestellt werden.

Behandlung der Schweinegrippe-Influenza

Sofern der Hausarzt eine Infizierung mit der Influenza H1N1festgestellt hat, entlässt er den Patienten gewöhnlich in eine 7-tägige häusliche Quarantäne, da das Virus sehr ansteckend und erst nach einer Woche die Inkubationszeit beendet ist. Risikopatienten (z.B. Schwangere, chronisch Kranke) werden häufig zur Quarantäne in ein Krankenhaus übermittelt. Des Weiteren sollte unbedingt Bettruhe eingehalten werden, da der Körper durch die Krankheit sehr geschwächt wird. Der Betroffene sollte viel trinken, denn Grippesymptome wie Schwitzen, Durchfall und Erbrechen entziehen dem Organismus eine große Menge an Mineralien und Flüssigkeit.

Zur Bekämpfung einer Grippe können außerdem sogenannte Grippeblocker eingesetzt werden, diese sollten jedoch niemals prophylaktisch eingenommen werden, sondern nur auf ärztliches Anraten, andernfalls besteht die Möglichkeit einer Resistenz des Virus, welcher gegen medizinische Maßnahmen widerstandsfähig ist. Als bekannteste Grippemittel gelten Tamiflu und Relenza. Beide Medikamente sind umstritten, denn diese verursachen starke Nebenwirkungen wie:

  • Erbrechen,
  • Übelkeit,
  • Bauchschmerzen,
  • Krampfanfälle,
  • Halluzinationen oder
  • Verwirrung.

Deshalb ist nur das Medikament Relenza auch für Kinder geeignet. Generell beschleunigen Grippeblocker nur unerheblich den Genesungsprozess, lindern aber die Symptome. Aus diesem Grund sind diese Arzneimittel oft nur für Risikopatienten zugänglich.

Genesung von der Krankheit

Im Normalfall hat sich der menschliche Körper nach 7 Tagen von der Influenza erholt, ob er bis dahin bereits Antikörper gebildet hat ist jedoch unklar. In jedem Fall kann der Organismus durch ein mutiertes Grippevirus wiederholt angegriffen werden, so dass diverse Schutzmaßnahmen (zum Beispiel Hygiene) stets wichtig bleiben.

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