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Lebensmittelgruppen und ihre besondere Kennzeichnung

Gruppe am Tisch

Ein Gang durch den Supermarkt zeigt, dass das Angebot an Lebensmitteln schier unendlich scheint. Immer wieder drängen neue Kreationen auf den Markt, die einen noch besseren Geschmack versprechen oder sich sogar gesundheitsbezogene Aussagen erlauben. Doch nur selten eignen sich diese vorgefertigten Produkte für eine ausgewogene und gesunde Ernährung.

In der Regel ist es nicht nur für die Gesundheit, sondern auch für den Geldbeutel besser, möglichst natürliche und unverarbeitete Lebensmittel aus den einzelnen Lebensmittelgruppen zu kombinieren. Das schafft nicht nur eine größere Vielfalt auf dem Teller, sondern versorgt den Körper mit all den wichtigen Nährstoffen, die er für den täglichen Bedarf und ein gesundes Altern benötigt.

Die sieben Lebensmittelgruppen

Listen

  1. Getränke
  2. Obst und Gemüse
  3. Getreide und Getreideprodukte
  4. Milch und Milchprodukte
  5. Fleich, Fisch, Eier und deren Produkte
  6. Fette und Öle
  7. Süßwaren und Knabbereien

Lebensmittelgruppen und ihr Nutzen für die Gesundheit

Grundlage einer ausgewogenen Ernährung ist die ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit. Mindestens 1,5 Liter pro Tag werden von Experten empfohlen. Dabei gilt jedoch: Wasser statt übermäßig gesüßter Getränke. Obst und Gemüse sind ein weiterer Grundpfeiler für eine gesunde Ernährungsweise. Sie versorgen den Körper mit Nährstoffen, darunter Vitamine und Mineralstoffe. Aber auch sekundäre Pflanzenstoffe sowie Ballaststoffe spielen eine wichtige Rolle bei der Gesunderhaltung. Optimal ist eineregionale und saisonale Auswahl der Früchte. Brot, Gebäck, Nudeln und Reis machen vor allem satt und sollen dem Körper die notwendige Energie für den Tag liefern. Wer sich auf eine Ernährung durch Vollkornprodukte konzentriert, versorgt darüber hinaus seinen Körper mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen. Milch und Milchprodukte sind vor allem als wichtige Lieferanten für Eiweiß, Calcium und B-Vitamine bekannt. Daher sollten sie ebenfalls auf dem täglichen Speiseplan stehen.

Der Anteil der tierischen Produkte sollte hingegen in Maßen genossen werden. Besonders kritisch ist hier der Fleischkonsum zu betrachten, während Fisch dagegen öfter auf dem Speiseplan stehen könnte, da dieser reich an den gesunden, ungesättigten Fettsäuren ist. Fette und Öle sollten ebenso sparsam verwendet werden, wobei pflanzliche Fette wie Sonnenblumenöl, Distelöl oder Olivenöl stets zu bevorzugen sind. Süßwaren und Knabbereien haben eher selten einen gesundheitsfördernden Wert. Ratsam ist daher eine gesunde Balance zwischen Genuss und gesunder Ernährung. Weder totaler Verzicht, noch ausgiebige Nascherei tun dem Menschen gut.

Übergewicht ist ein immer größer werdendes Problem, vor allem in Industrienationen. Zudem hat sich gezeigt, dass zu viel Körpergewicht häufig nicht nur das äußere Erscheinungsbild beeinflusst, sondern auch die Gesundheit. Zahlreiche Erkrankungen wie Diabetes, Arthrose,Bluthochdruck, Krebs aber auchpsychische Leiden können durch eine falsche Ernährung und Übergewicht begünstigt werden. Daher ist es umso wichtiger, die verschiedenen Lebensmittelgruppen und ihren Anteil an einer ausgewogenen Ernährung zu kennen.

Lebensmittelkennzeichnung beachten – Bewusst einkaufen

Die Kennzeichnung von Lebensmitteln soll dabei helfen, die Kaufentscheidung des Verbrauchers zu unterstützen und auf den ersten Blick Qualitätsmerkmale, Inhaltsstoffe, aber auch Eigenschaften eines Produktes kenntlich zu machen. Die Kennzeichnungsvorschriften für Lebensmittel gelten innerhalb der Europäischen Union und sind einheitlich geregelt.

Dabei wird zwischen allgemeingültigen sowie produktbezogenen Kennzeichnungsvorschriftenunterschieden. Erstere sind Pflicht und müssen auf allen Lebensmittelverpackungen zu finden sein. Produktbezogene Kennzeichnungsvorschriften gelten nur für bestimmte Produkte, wie zum Beispiel Eier, Mineralwasser, Eis, Milchprodukte oder Diätprodukte. Darüber hinaus können freiwillige Angaben gemacht werden, welche ebenfalls die Kaufentscheidung eines Verbrauchers beeinflussen können.

Allgemeine Kennzeichnungsvorschriften

Verkehrsbezeichnung
Diese dient der Identifizierung des Produktes. Sie muss dem Verbraucher auf dem ersten Blick klar machen, um was es sich bei diesem Produkt handelt.

Herstellerangaben
Herstellerangaben sind wichtig, um z.B. Reklamationen tätigen zu können, falls es Beanstandungen zu einem Produkt gibt. Hierzu müssen Angaben über die Firma auf der Verpackung zu finden sein, d.h. Name und Adresse.

Zutatenverzeichnis
Das Zutatenverzeichnis soll alle Zutaten aufzeigen, welche bei der Herstellung des Produktes verwendet wurden. Zutaten, die in großen Mengen enthalten sind, werden entsprechend an früherer Stelle gelistet.

Zutaten mit allergenem Potential
Falls in den Endprodukten Spuren von Lebensmitteln enthalten sein können, welches ein hohes allergenes Potential besitzen, müssen auch hierzu Angaben gemacht werden. Dies betrifft vor allem glutenhaltiges Getreide, Fisch, Weich- und Krebstiere, Eier, Nüsse, Soja, Milch, Sellerie, Senfsamen oder auch Lupine.

Preisangaben und Füllmengen
Nicht jede Verpackung macht es auf den ersten Blick ersichtlich, wie viel von dem gewählten Lebensmittel tatsächlich enthalten ist. So sind Angaben zum Inhalt, dem Volumen, des Abtropfgewichtes sowie der Stückzahl sehr hilfreich.

Verbrauchsdatum oder Mindesthaltbarkeitsdatum
Diese zwei Datumsangaben sagen aus, bis zu welchen Tag die Qualität eines Lebensmittels sicher gestellt werden kann, sofern sich an die Lagervorschriften für das jeweilige Produkt gehalten wird.

Leicht verderbliche Lebensmittel, wie zum Beispiel Hackfleisch besitzen ein Verbrauchsdatum. Bis zum angegebenen Datum sollte das jeweilige Produkt verzehrt werden; danach kann nicht mehr sicher ausgeschlossen werden, ob es bereits verdorben ist und die Gesundheit damit aufs Spiel gesetzt wird.

Beim Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) kann das Lebensmittel auch noch eine Zeit lang danach verzehrt werden, wenn es entsprechend gelagert wurde. Lediglich der Hersteller schließt hier eine Sicherung der ursprünglichen Qualität spätestens aus. Machen Sie am besten vor dem vollständigen Verzehr einen Blick-, Geruchs- und Geschmackstest.

(Bitte beachten Sie unsere Hinweise zu medizinischen Inhalten!)