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FdH-Diät: Alles eine Frage der Menge? – Tipps & Erfahrungsberichte

Die „Friss die Hälfte“-Diät ist der Klassiker unter den Reduktionsdiäten. Mit dem Versprechen, alle Lieblingsgerichte essen zu können und dennoch abzunehmen, lockt die Diät viele neue Anhänger. Das Prinzip dahinter ist denkbar einfach: Halb so viel Essen, halb so viele Kalorien. Dabei ist es weder notwendig Kalorien zu zählen, strenge Diätpläne einzuhalten oder gar Sport zu treiben. Doch wie gesund ist diese Form zum Abnehmen wirklich?

wenig Essen

„Friss die Hälfte“, oder gelinde gesagt „Futter die Hälfte“, zielt darauf ab, eine Gewichtsabnahme durch die Reduktion aufgenommener Kalorien zu erreichen. Dieser Effekt ist unbestritten, denn eine verringerte Energiezufuhr führt zu einer gesteigerten Nutzung gespeicherter Energie aus dem Körper. Halbiert nun eine Person ihre Portionsgrößen, halbiert sich (theoretisch) ihre Tagesenergiezufuhr von 2.500 auf 1.250 kcal. Die Faustregel der Gewichtsreduktion – 7.500 kcal einsparen für 1 kg weniger Gewicht – wäre somit schnell umsetzbar. Bei der FdH-Diät wird alles halbiert was kalorienhaltig ist, auch Getränke wie Säfte, Limonaden, Kaffee und Tee verfeinert mit Milch und Zucker. Aufkommende starke Hungergefühle werden durch das Trinken reichlicher Mengen Mineralwasser in Schach zu halten versucht.

FdH-Diät: Erfahrungsberichte und Meinungen

Seit ich 20 bin, nehme ich hin und wieder mit FdH ab um ein paar Pfunde zu verlieren. Dafür lasse ich einfach das Frühstück weg. Die erste Mahlzeit esse ich um 12 Uhr, die letzte spätestens um 19 Uhr.
Ob die FdH-Diät gut ist oder nicht, weiß ich nicht. Das Prinzip dahinter ist meiner Meinung nach nicht unbedingt ungesund, da kleinere Portionen auf gesunde Art beim Abnehmen helfen.
Für meine Oma ist FdH die beste Regel um ein paar Kilos zu verlieren. Ich hingegen konnte mich nie daran gewöhnen. Ohne normale Portionen kann ich den Tag nicht meistern. Ich achte dabei aber darauf, dass es gesund ist, was ich esse.
Nach einer Woche Diät, bin ich nicht nur enttäuscht, sondern auch kraftlos. Zwar lässt das Hungergefühl Tag für Tag nach, jedoch auch die Energie. Ich hatte mit Kopfschmerzen und Übelkeit zu kämpfen. Abgenommen habe ich weniger als ein Kilogramm.
Friss die Hälfte ist mein Ding, auch wenn es mir nicht immer leicht fällt, vor allem abends. Dafür funktioniert die Diät aber auch.
Die FdH-Diät hilft mir dabei, das eigene Empfinden für die richtige Portionsmenge wiederzufinden. Besonders nach Feiertagen tun mir ein paar Tage FdH richtig gut und fallen mir nicht schwer.

Ob als Geschenk oder für sich selbst: Das farbenfrohe Geschirr „Halved“ hilft jedem FdH-ler sich an die Portionsgrößen zu halten. Dieses Set wurde nämlich im wahrsten Sinne halbiert. Derzeit besteht die Geschirrlinie aus einem Kaffeebecher, einer Dessertschüssel und einem Essteller. Ausgedacht und entwickelt hat sich dieses witzige Geschirr das Designtrio Fajar Kurnia, Jeremy Chia und Jo Djauhari aus Indonesien.

„Friss die Hälfte“ kritisch betrachtet

Die Vorteile der Ernährungsform „Friss die Hälfte“

Es kann losgehen: Diese Diät erfordert keine Ernährungsumstellung oder aufwendige Vorbereitung. Sie kann sofort begonnen werden.

Kein Kalorienzählen: Trotz dessen, dass die FdH-Diät auf Kalorienreduktion beruht, müssen keine Energiewerte mühevoll berechnet werden. Die Energiereduktion stellt sich automatisch durch die verminderte Nahrungsaufnahme ein.

Einfach durchführbar: Egal wo Sie Ihre Mahlzeit zu sich nehmen (zu Hause, in der Kantine, im Restaurant), nirgends gibt es etwas, dass Sie davon abhält, die halbe Portion zu essen. Übriggebliebenes können Sie sich bequem einpacken lassen und für den nächsten Tag bereithalten. Zudem fallen Sie mit dieser Diät nicht unangenehm auf, da Sie keine außergewöhnlichen Sonderwünsche bei der Bestellung haben.

Nichts ist verboten: Bei der FdH-Diät dürfen Sie weiterhin alles essen, was Ihnen schmeckt. Es gibt keine Einschränkungen bei Süßigkeiten, Fast Food oder Ähnlichem, außer die Portionsgröße. Keine Lebensmittelgruppe ist verboten.

Viele Nachteile bei FdH: Dauerhafter Erfolg ist fraglich

Kein angepasster Diätplan: Abnehmwillige, die eine feste Struktur im Alltag brauchen, haben mit „Futter die Hälfte“ Probleme. Es sind keine Mengen vorgegeben und Hunger sowie Portionsgrößen sind keine festen Maßzahlen.

Kein Lerneffekt: Um langfristig abzunehmen und sein Gewicht dauerhaft zu halten, ist es sinnvoll mit der Diät nach und nach seine Ernährung auf eine gesunde, abwechslungsreiche Kost umzustellen. Die FdH-Diät bietet dahingehend keine Informationen und ist auch nicht darauf ausgelegt.

Schummeln ist möglich: Niemand weiß genau, wie viel Sie vorher aßen. Deshalb besteht die Gefahr, sich dennoch mehr auf den Teller zu laden, als es laut Diät richtig wäre.

Nährstoffmängel drohen: Mit einer halben Portion reduziert sich nicht nur die Menge der ungesunden Lebensmittel und die Kalorien, sondern auch gesunde, lebenswichtige Nährstoffe, wie Vitamine, Mineralstoffe, gesunde Fettsäuren und Co. Besonders kritisch wird es, wenn Sie weniger als 1.500 kcal am Tag zu sich nehmen. Dann kann eine optimale Versorgung nicht mehr garantiert werden.

Jo-Jo-Effekt ist wahrscheinlich: Wer auch während der Diät Fast Food, Süßigkeiten und Co. isst, seine Ernährung nicht umstellt und nach Ende der Diät wieder so viel isst wie vorher, läuft Gefahr die verlorenen Kilos (und eventuell mehr) wieder auf den Hüften zu haben.

FdH, aber richtig – Die gesunde Variante

Als Einstieg für eine längerfristige Diät oder als Ausgleich nach ein paar sehr genussreichen Tagen ist der ursprüngliche Grundsatz der FdH-Diät völlig in Ordnung. Zielen Sie jedoch auf einen langfristigen Gewichtsverlust und im Anschluss auf ein bleibendes Wohlfühlgewicht, ist die überarbeitete Variante von „Futter die Hälfte“ eine guter Weg: Zunächst halbieren Sie die ungesunden Lebensmittel um sie im Verlauf der Diät nahezu aus Ihrem Speiseplan zu eliminieren. Hierzu zählen Süßigkeiten, Knabbereien, Limonaden, Fast Food und andere nährstoffarme, kalorienreiche Lebensmittel. Gesunde Lebensmittel, wie Obst, Gemüse, Vollkorn etc., verzehren Sie hingegen mindestens genauso viel wie vorher und tauschen diese nach und nach gegen Ihre früheren Lieblingsleckereien.

(Bitte beachten Sie unsere Hinweise zu medizinischen Inhalten!)