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Brigitte-Diät im Praxistest und kostenlose Rezepte

Die Brigitte-Diät ist ein Abnehmkonzept, das bereits in den 1960er Jahren von der gleichnamigen Frauenzeitschrift entwickelt wurde. Sie zählt in Deutschland zu den ältesten und bekanntesten Diäten. Die Zeitschrift selbst beschreibt die Brigitte-Diät als Rundum-Sorglos-Paket und kennzeichnet sie durch ausgewogene, energiereduzierte, leckere Mahlzeiten. Zudem wirbt die Brigitte damit, dass die Rezepte schnell und einfach zuzubereiten sind.

Fitness und gesunde Ernährung

ChecklisteSeit dem Existieren der Brigitte-Diät wurde das Konzept regelmäßig aktualisiert. Die Empfehlungen sind dabei an die gegenwärtigen wissenschaftlichen Erkenntnisse angelehnt. Im Jahr 2012 gab es zuletzt größere Änderungen in der Konzeption, die bis heute Gültigkeit haben. Die drei Grundregeln „Stundenformel“, „Fatburn-Kick“ und „Kalorienbremse“ haben weiterhin Bestand. Neu hinzugekommen sind die „Slow Carbs“. Die Rezepte werden seit 2003 von der Ökotrophologin Anna Ort-Gottwald in der Versuchsküche der Redaktion entwickelt. Nur wenn alle Kollegen zufrieden sind, erscheint das Rezept in der Zeitschrift und den Diätbüchern.

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Das Grundgerüst der Brigitte-Diät

Anders als bei anderen Diäten ist der Energie- und Fettbedarf bei der Brigitte-Diät unabhängig vom Ausgangsgewicht. Für Frauen ist eine tägliche Kalorienzufuhr von 1.200 kcal und Fettaufnahme von etwa 40 g vorgesehen. Da Männer von Natur aus einen höheren Energiebedarf haben, stehen ihnen täglich 1.500 kcal und ca. 50 g Fett zu. Die Diät setzt auf eine fettarme, ausgewogene Misch­kost. Viel Obst und Gemüse, ausreichend Eiweiß in Form von Fleisch, Fisch, Milchprodukten und Hülsen­früchten stehen auf dem Plan. Drei, maximal vier Mahlzeiten sind für den Tag angedacht. Kleine Snacks sind erlaubt, solange sie im direkten Anschluss einer Mahlzeit gegessen werden, wenn noch keine Sättigung besteht. Sie können zudem eine Mahlzeit am Tag durch zwei Snacks ersetzen.

Die Grundregeln für den Abnehmerfolg

Neben der reduzierten Fett- und Kalorienmenge setzt die Brigitte-Diät auf weitere Konzepte. Dazu zählen die „Stundenformel“, „Kalorienbremse“, „Fatburn-Kick“ und seit 2012 auch „Slow Carbs“.

Die Brigitte-Diät fordert Ruhe für den Verdauungstrakt zwischen den Mahlzeiten. D.h. zwischen den Mahlzeiten sollen Pausen eingelegt werden, in denen weder etwas gegessen, noch etwas Kalorienhaltiges getrunken wird. Auch Snacks sind in dieser Zeit nicht vorgesehen. Kalorienfreie Getränke, wie Wasser, ungesüßter Tee und in Maßen auch Kaffee (schwarz) dürfen Sie in den Pausen bedenkenlos zu sich nehmen. Als optimal sieht die Diät eine mindestens 4-4-10 Stunden-Taktung der Pausen vor. Zwischen Frühstück und Mittag sowie Mittag und Abendessen sollten jeweils mindestens vier Stunden Pause liegen. Zwischen Abendessen und Frühstück sind mindestens zehn Stunden Pause empfohlen. Die Hypothese dahinter ist, dass der Stoffwechsel in diesen Ruhephasen am meisten Fett verbrennt.
Mit der Kalorienbremse sind sowohl sättigende Lebensmittel gemeint als auch Nahrungsmittel mit einer geringen Energiedichte. Die erstgenannten sorgen dafür, dass Sie früher satt sind und demnach mengenmäßig weniger essen. Eine geringe Energiedichte haben Lebensmittel mit einem hohen Wasseranteil und niedrigem Fettanteil. Dazu zählen Gemüse, Obst und mageres Fleisch. Getränke haben hierbei eine Sonderstellung. So sind Säfte und Softdrinks zwar reich an Wasser und arm an Fetten, jedoch können auch sie viele Kalorien enthalten. Da sie zudem keinen Sättigungseffekt besitzen, wird häufig sehr viel von diesen Getränken konsumiert.
Die Brigitte-Diät setzt darauf, abends etwas Eiweißreiches zuzubereiten. Proteine werden im Körper nicht zu Fett umgebaut und gelten daher als wichtigster Verbündeter beim Gewicht verlieren. Damit der Körper über Nacht nun die Fettpölsterchen angreift und nicht neue anlegt, empfiehlt die Brigitte abends auf größere Mengen Kohlenhydrate zu verzichten und dafür etwas Eiweißreiches zu verzehren.
Slow Carbs, zu Deutsch langsame Kohlenhydrate, ist eine weitere neue Grundregel der Brigitte-Diät. Slow Carbs finden Sie primär in Vollkornprodukten. Sie helfen Ihnen, die Stundenregel einzuhalten, da sie lange sättigen. Weiterhin sind Sie neben Gemüse als Kalorienbremse gut geeignet. Slow Carbs ermöglichen einen konstanten Blutzuckerspiegel und lassen ihn nach dem Essen nicht in die Höhe schnellen. Somit haben auch Heißhungerattacken keine Chance.

In den Brigitte-Zeitschriften können Sie mehrmals jährlich Tipps und Tricks zur Diät nachlesen. Die Diätbücher liefern Ihnen Küchentipps und abwechslungsreiche Gerichte. Darüber hinaus können Sie sich auf der Brigitte Website kostenlos informieren. Neben diesem Onlineangebot steht Ihnen auch ein kostenpflichtiger Brigitte-Diät-Coach zur Verfügung.

Erfahrungen: Die Diät im Praxistest

Die Rezepte der Brigitte-Diät sind einfach und schnell zuzubereiten. Zwar müssen Sie sich an die Einkaufs- und Kochvorgaben halten, jedoch können Sie diese Regeln nach ein wenig Übung auch auf eigene Gerichte anwenden. Ernährungsphysiologisch gesehen, ist die Brigitte-Diät eine gesunde Möglichkeit Gewicht zu verlieren. Sie orientiert sich an den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. und wird regelmäßig im Zuge neuer Erkenntnisse der Wissenschaft aktualisiert. Ein kleines Minus könnte der Energiezufuhr zugeschrieben werden. Die empfohlenen 1.200 kcal für Frauen und 1.500 kcal für Männer sind für Abnehmwillige, die regelmäßig Sport treiben, zu niedrig angesetzt. Durch körperliche Aktivität erhöht sich der Energie- und Nährstoffbedarf, sodass langfristig gesehen Mangelerscheinungen auftreten können. Rund 1.500 kcal für Frauen und 1.800 kcal für Männer sind gute Mengen um den Körper optimal mit allem zu versorgen.

Brigitte-Diät-Rezepte zum Ausprobieren

Die folgenden Rezepte der Brigitte-Diät sollen Ihnen einen kurzen Einblick geben, wie Sie sich während der Abnehmkur schmackhaft ernähren können. Sie finden dazu je ein Beispiel für das Frühstück, Mittagessen, Abendessen und einen Snack.

Schinkenrührei & Möhrensaft

1 große Tomate
1 Ei
1 EL Milch (1,5% Fett)
Salz, Pfeffer, Öl zum Einfetten
1 Scheibe Vollkorntoast
1 – 2 EL Tomatenketchup
30 g hauchdünnen Schinkenaufschnitt
½ TL Agavensirup
1 Orange
150 ml Möhrensaft

Zubereitung

  1. Die Tomate vierteln und entkernen. Die Kerne fein hacken und das Fruchtfleisch in Streifen schneiden.
  2. Ei, Milch, Tomatenkerne, Salz und Pfeffer verquirlen. Pfanne mit Öl dünn einpinseln und erhitzen.
  3. Ei-Gemisch in die Pfanne geben und ein Rührei braten.
  4. Toastbrot rösten, mit Ketchup bestreichen und mit Schinken, Rührei und Tomatenstreifen belegen und pfeffern.
  5. Sirup, Orangen- und Möhrensaft verrühren und in ein Trinkglas füllen.

Nährwert: 300 kcal, 9 g Fett

Rindergulasch, Rotkohl & Pellkartoffeln

150 g Rindergulasch
1 TL Sonnenblumenöl
25 g Zwiebeln
5 g Knoblauch
Salz, Pfeffer, Paprika
50 ml Gemüsebrühe
1 TL Tomatenmark
75 g Paprika (rot)
50 g Champignons
10 g Schmand
175 g Kartoffeln
190 g Rotkohl (TK oder Konserve)

Zubereitung

  1. Gulasch in heißem Öl von allen Seiten in einem Topf scharf anbraten. Zwiebeln fein würfeln, Knoblauch durchpressen und mit anbraten.
  2. Mit Salz, Pfeffer, Paprika würzen, mit Gemüsebrühe ablöschen, Tomatenmark hineinrühren und ca. 45 Minuten im geschlossenen Topf bei geringer Hitze schmoren.
  3. Kartoffeln mit Schale garen. Inzwischen Gemüse putzen, Paprika in kleine Stücke und Champignons in Scheiben schneiden. Rotkohl nach Packungsanweisung zubereiten.
  4. Etwa 10 Minuten vor Ende der Garzeit Paprikastücke zum Gulasch geben und nach weiteren 5 Minuten Champignonscheiben zugeben.
  5. Gulasch mit Schmand verfeinern und mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken. Kartoffeln pellen und mit dem Gulasch servieren.

Nährwert: 430 kcal, 15 g Fett

TIPP: Für eine besonders schmackhafte Soße den Gulasch nach dem Würzen zunächst mit 100 ml kaltem Wasser ablöschen und den Bodensatz mit einem Kochlöffel lösen. Flüssigkeit einreduzieren lassen, bis sie verdampft ist und sich ein neuer Bodensatz bildet. Erneut mit 100 ml kaltem Wasser ablöschen, Bodensatz lösen und einreduzieren lassen. Nun geben Sie die Gemüsebrühe hinzu, lösen erneut den Bodensatz und fahren wie oben beschrieben fort.

Chinesische Reissuppe

1,5 Lauchzwiebeln
10 g Ingwerknolle
½ Knoblauchzehe
30 g Natur- oder Vollkornreis
1 Kardamomkapsel
200 ml Gemüsebrühe
1 EL Sojasoße
100 g Gemüse (z.B. Möhren, Pilze, TK-Erbsen)
1 TL Balsamicoessig
½ EL geröstete Erdnüsse
1 Scheibe Knäckebrot
15 g gekochter Schinken
1 Tomate

Zubereitung

  1. Lauchzwiebeln, Ingwer und Knoblauch fein hacken. Mit Reis, Kardamom, Brühe und Sojasoße aufkochen und bei geringer Hitze 20 Minuten garen.
  2. Gemüse klein schneiden, hinzugeben und weitere 10 Minuten köcheln.
  3. Erdnüsse und Lauchgrün hacken. Suppe mit Balsamicoessig abschmecken, mit Erdnüssen und Lauchgrün die Suppe bestreuen.
  4. Knäckebrot mit Schinken und Tomate belegen und dazu anrichten.

Nährwert: 245 kcal, 6 g Fett

Grapefruit-Kompott

Zubereitung

  1. Eine halbe Grapefruit auspressen und mit der Soja-Vanille-Creme verrühren.
  2. Restliche Grapefruit dick schälen, in Stücke schneiden und mit der Vanillecreme anrichten.

Nährwert: ca. 100 kcal, 1 g Fett

(Bitte beachten Sie unsere Hinweise zu medizinischen Inhalten!)