Energie im Überblick – Energiewende und Energieverbrauch

Energie treibt uns alle an – Wir brauchen sie zum Arbeiten und in der Freizeit. Aber nicht nur der menschliche Körper ist auf Energie angewiesen, sondern auch alles um ihn herum. Das Auto fährt nur mit Benzin, der Computer funktioniert nur mit Strom und die Heizung gibt erst durch Gas ihre Wärme ab. Aber wo kommt die Energie eigentlich her? Welche Energierohstoffe nutzen wir in Deutschland und was kosten sie?

Bei den vielen verschiedenen Energieformen unterscheidet man zwischen konventionellen und erneuerbaren Energien. Zu den konventionellen Energien zählen fossile und atomare Energieträger. Die fossilen Energien sind tierische und pflanzliche Überreste, die unter der Erde lagern und aus denen im Verlauf von mehreren Millionen Jahren Brennstoffe wie Öl und Kohle entstanden sind. Atomare Energie kann durch induzierte Kernspaltung oder Kernfusion erzeugt werden, wobei letztere derzeit noch erforscht wird.

Welche Energieformen nutzen wir?

 konventionelle Energieformen
eneuerbare Energieformen
Erdöl Windenergie
Erdgas Wasserkraft
Steinkohle Solarenergie
Braunkohle Biomasse
Kernenergie Geothermie

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Die Energiewende in Deutschland

Um diese Ziele zu verwirklichen, muss Deutschland einen grundlegenden Umbau der Energieversorgungssysteme vornehmen. Im Jahr 2011 hatte der Anteil erneuerbarer Energien bei der Stromversorgung allerdings gerade die 20 Prozent-Marke erreicht. Durch die Verbrennung fossiler Energieträger werden jedoch klimaschädliche Treibhausgase freigesetzt. Um die gesetzten Klimaschutzziele der Bundesregierung zu erreichen, ist daher ein grundlegender Umbau der Versorgungsstrukturen hin zu erneuerbaren Energien nötig. Ein wichtiger Punkt ist hierbei sicherlich der Ausstieg aus der Atomenergie.

Die Zukunft der Atomenergie

Bereits im Jahr 2000 beschloss die Bundesregierung, die Nutzung von Atomenergie zeitlich zu befristen. Nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima im März 2011, waren die Restrisiken der Kernenergie jedoch neu zu bewerten. Es wurde entschieden, zügiger als im September 2010 geplant aus der Kernenergienutzung auszusteigen. Durch die Änderung des Atomgesetzes hat sich die Bundesregierung dazu verpflichtet bis spätestens September 2022 das letzte Kernkraftwerk vom Netz zu nehmen. Der Ausstieg ist klar und rechtsverbindlich in einem Stufenplan festgelegt und wurde mit einem entsprechendem Maßnahmenpaket “Der Weg zur Energie der Zukunft – sicher, bezahlbar und umweltfreundlich” im Sommer 2011 von Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat beschlossen.

Kosten für Energieimporte

Aufgrund abgeschalteter Atomkraftwerke und einer schleppenden Energiewende ist Deutschland stärker denn je auf Energieimporte angewiesen. Im Jahr 2012 wurden für die Einfuhr von Öl, Gas und Kohle insgesamt 94 Mrd. Euro ausgegeben. Dabei machten Rohöl bzw. Ölprodukte mit 68,4 Mrd. Euro den größten Anteil aus. An zweiter Stelle steht Erdgas mit Importkosten von 23,2 Mrd. Euro und an letzter Stelle Steinkohle mit immerhin 2,6 Mrd. Euro. Im Jahr 2013 sind die Importkosten zwar auf etwa 91 Mrd. Euro zurückgegangen, machen aber immer noch 3,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus (2012: 3,5 Prozent). Quelle: EnergyComment

Benzinpreise

Entwicklung der Benzinpreise

Übersicht der Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise (inkl. Mwst) in Cent pro Liter.

Wichtige Energiethemen für Verbraucher

Das sind die wichtigsten erneuerbaren Energieträger

Windenergie

Die Windenergie gilt in der Energiewende als Schlüsseltechnologie für einen CO2-freien Energiemix der Zukunft. Zur Zeit nimmt Windkraft mit 35,6 Prozent die Spitzenposition bei der Stromerzeugung durch erneuerbare Energien ein, wobei das Potenzial hier noch nicht vollständig ausgeschöpft ist. Vor allem in der sogenannten Offshore-Windenergie, der Windenergie auf dem Meer, sowie durch den Austausch älterer Anlagen durch moderne, leistungsfähigere Anlagen an Land sieht die Bundesregierung wichtige Perspektiven.

Wasserkraft

Im weltweiten Vergleich steht Wasserkraft an zweiter Stelle im Anteil zur Erzeugung erneuerbarer Energie. Ungefähr 16 Prozent des global erzeugten Stroms stammen aus Wasserkraftwerken. Hierbei kann in drei Arten unterschieden werden. Kleinwasserkraftwerke, Laufwasserkraftwerke und Speicherkraftwerke, die bereits erzeugten Strom als potentielle Energie zwischenspeichern und auch wieder abgeben können. In Deutschland wurden im Jahr 2012 rund 21,8 Mrd. Kilowattstunden Strom aus Wasserkraftnutzung erzeugt. Dies entspricht einem Anteil an der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien von 15,3 Prozent.

Wasserkraft

Solarenergie

Auch die Sonnenenergie lässt sich vielseitig nutzen. Solarthermische Anlagen eignen sich unter anderem zur Erwärmung von Trinkwasser oder zur Aufbereitung von heißem Wasser für die Heizungsanlage. Photovoltaikanlagen hingegen wandeln Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom um. Sie werden durch die Bundesregierung mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) subventioniert. Im Jahr 2012 wurde in Deutschland ca. 26,4 Mrd. Killowattstunden Strom durch Photovoltaik erzeugt. Im Vergleich nimmt Photovoltaik einen Anteil von 18,5 Prozent der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ein.

Der Energieverbrauch in Deutschland

Den größten Anteil am so genannten Primärenergieverbrauch in Deutschland hat das Mineralöl. Im Jahr 2013 machte es 33,6 Prozent aus, gefolgt Erdgas mit 22,9 Prozent. Steinkohle und Braunkohle haben 12,9 Prozent bzw. 11,8 Prozent Anteil am Primärenergieverbrauch. Die erneuerbaren Energien haben zusammen einen Anteil von 10,4 Prozent. An letzter Stelle steht die Kernenergie mit 7,7 Prozent.

Wer verbraucht die Energie?

Den größten Energieverbrauch in Deutschland macht der Verkehr mit 28 Prozent aus. Danach folgen der übrige Bergbau und die verarbeitenden Gewerbe sowie Haushalte mit 27 bzw. 26 Prozent. Den geringsten Energieverbrauch mit 15 Prozent haben Gewerbe, Handel und Dienstleistungen wobei auch schon das Militär eingerechnet ist.